Bauherren werden stärker geschützt

Bauvertragsrecht Bauherren werden stärker geschützt

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
25.10.2017
Auf einen Blick
  • Eine Reform des Baurechts sieht ab 2018 einige Änderungen zum Vorteil von Verbrauchern vor.

  • Baufirmen müssen ein Widerrufsrecht einräumen und die Fertigstellung genau terminieren.
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Bauherren dürfen den 1. Januar 2018 herbeisehnen. Denn ab diesem Tag werden sie bessergestellt. Das neue Bauvertragsrecht macht es möglich. Mit der Reform des Verbraucherbaurechts ab dem Jahreswechsel ist aus Sicht von Michael Herte, Jurist und Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, ein großer Beitrag für den Verbraucherschutz gelungen.

"Verbraucher sollten sich in den letzten Monaten vor Jahreswechsel nicht dazu überreden lassen, noch einen Vertrag nach altem Recht zu schließen", heißt es bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Das ändert sich zum Positiven:

Widerrufsrecht

Bauherren müssen ab 2018 ihren Kunden die Möglichkeit zum Widerruf einräumen. Darüber hinaus müssen sie bereits vor Vertragsunterzeichnung Kunden über ihre Rechte aufklären. Immerhin geht es meist um beträchtliche Summen.

Genaue Beschreibung

Die Baubeschreibung muss künftig Angaben zu den Baukonstruktionen aller wesentlichen Gewerke beinhalten. Art und Umfang der angebotenen Leistung sind detailliert darzulegen. Auch Qualitätsmerkmale des Bauvorhabens, Pläne mit Raum- und Flächenangaben, Grundrisse und Schnitte müssen Baufirmen ihren Kunden aushändigen.

Wichtig: Der Gesetzgeber will auch, dass Baufirmen ab 2018 verbindliche Angaben zum Fertigstellungstermin machen. Steht der Baubeginn noch nicht fest, muss zumindest die Dauer des Baus angegeben werden.

3
 
Anbieter
Monatliche Rate
effektiver
Jahreszins
 
1.
643,33
1,37%
2.
645,00
1,38%
3.
658,33
1,49%
Betrag 200.000 €, Laufzeit 15 Jahre, Beleihung 60 %

Abschlagszahlung

Baufirmen dürfen künftig maximal 90 Prozent der vereinbarten Gesamtvergütung als Abschlagszahlung fordern. Der Restbetrag wird frühestens nach der Abnahme fällig.

Unterlagen

Das neue Recht verpflichtet Unternehmer, den Bauherren alle Unterlagen zum Nachweis der Einhaltung öffentlich-rechtlicher Vorschriften zu übergeben. Das muss sogar sehr zeitig erfolgen. Und zwar bevor das Bauvorhaben beginnt bzw. sobald es begonnen werden kann. Gemeint sind hierbei Unterlagen wie etwa die Genehmigungsplanung, EnEV-Nachweise sowie Nachweise für die KfW-Förderung.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de