Effizienzlabel wird Pflicht

Heizung im Eigenheim Effizienzlabel wird Pflicht

Max Geißler
von Max Geißler
24.01.2017
Auf einen Blick
  • Heizungsanlagen in privaten Eigenheimen werden seit diesem Jahr auf Effizienz geprüft und entsprechend gekennzeichnet.
  • Der Austausch veralteter, ineffizienter Heizungen spart viel Geld.
  • Der Staat spendiert Zuschüsse und Förderkredite, um die Modernisierungskosten zu mindern.
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Seit Januar 2017 sind Schornsteinfeger verpflichtet, Heizgeräte, die älter als 15 Jahre sind, mit einem Effizienzlabel kenntlich zu machen. Das Siegel hat die Bundesregierung bereits Anfang 2016 eingeführt. Bislang bestand jedoch kein Zwang zur Vergabe der Etiketten, das ändert sich aber mit diesem Jahr. Bei der nächsten Abgasprüfung durch den Kaminkehrer wird dieser das Effizienzlabel automatisch an Ihre Heizung kleben.

Welche Folgen hat das für Hausbesitzer?

Das Etikett bringt zunächst keine Verpflichtungen für Eigentümer mit sich. Es zeigt jedoch auf einen Blick, ob ein Gerät unnötig viel Energie verbraucht oder nicht. Dabei nutzt das Label die gleiche Farb- und Buchstabenskala wie das EU-Effizienzlabel, mit dem Haushaltsgeräte und seit 2015 auch neue Heizgeräte, gekennzeichnet sind. Die Klasse A++ (dunkelgrün) steht dabei für bestmögliche Effizienz beim Heizen, die Klasse G (dunkelrot) für mangelhafte Effizienz.   

Für ineffiziente Geräte besteht zwar kein Modernisierungszwang, aus Kostengründen erscheint ein Austausch häufig aber sinnvoll. „Stuft der Schornsteinfeger ein Heizgerät in die schlechten Effizienzklassen D und C ein, ist meist ein Austausch des Gerätes ratsam“, empfiehlt Michael Herma, Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik VdZ.

Denn dadurch ließen sich die Heizkosten langfristig eindämmen. Selbst wenn der Heizkessel in die effiziente Klasse A oder B eingestuft wird, könne eine Optimierung der gesamten Anlage, etwa durch einen hydraulischen Abgleich, den Energieverbrauch weiter reduzieren.  

  • Biallo-Tipp: Die Bundesregierung fördert den hydraulischen Abgleich sowie den Einbau effizienter Heizungspumpen mit bis zu 30 Prozent Zuschuss. Den Antrag dazu finden Sie hier: https://fms.bafa.de/BafaFrame/heizung

Staat fördert Heizungssanierung

Veraltete Heizungen verbrauchen unnötig viel Energie. In Deutschland betrifft das etwa drei Viertel aller Anlagen. Der Einbau eines modernen Heizgeräts spart dagegen bis zu 20 Prozent Energie und reduziert den klimaschädlichen CO2-Ausstoß. Laut Bundeswirtschaftsministerium sind in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus nach Einbau eines modernen Heizkessels Einsparungen von bis zu 400 Euro im Jahr möglich.  

Das neue Energielabel soll Wohneigentümer quasi an die Notwendigkeit einer Heizungssanierung erinnern. Um den Gerätetausch zu erleichtern, leistet der Staat finanzielle Hilfe in Form von Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten. Im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms stellt er Kredite zum energetischen Sanieren ab 0,75 Prozent Effektivzins bereit, außerdem sind Tilgungszuschüsse von bis zu 27.500 Euro möglich.  

  • Biallo-Tipp: Auch Banken und Bausparkassen vergeben preiswerte Modernisierungsdarlehen. Wie unser Baufinanzierungs-Vergleich zeigt, sind Baukredite ab 25.000 Euro besonders preiswert.

 

Vielfalt und Systematik der Energieverbrauchskennzeichnung für Heizgeräte.

Biallo-Lesetipp:

Drei Viertel aller deutschen Heizungen verbrauchen mehr Energie als nötig. In alten Heizungsanlagen schlummern Energiesparpotenziale von bis zu 20 Prozent und mehr. Ein Heizungs-Check fördert sie schnell und kostengünstig zu Tage.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de