Immobilienkauf ohne Geld?

Kommentar Immobilienkauf ohne Geld?

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
18.07.2017
Auf einen Blick
  • Verbraucher können ohne Eigenkapital eine Immobilie finanzieren.

  • Sinnvoll ist das meist nicht.
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Bei der Baufinanzierung galt früher immer eine Faustregel: Käufer sollten mindestens 20 Prozent des Kaufpreises besitzen. Das gilt heute natürlich genauso wie vor 20 Jahren. Allerdings ist es nach dem Immobilienboom in etlichen Metropolregionen wesentlich schwerer geworden, ein derart hohes Eigenkapital anzusparen. Leider ist mit dem reinen Kaufpreis noch nicht getan. Das nächste Problem: Nebenkosten wie Makler, Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbucheintragung knabbern zusätzlich am Eigenkapital.

Daher locken Banken mittlerweile mit Finanzierungsmodellen mit extremer hoher Verschuldungsquote. Klar, bei der Zentralbank wollen sie es nicht gegen Gebühr parken und für Kunden mit wenig Eigenkapital werden saftige Zinsaufschläge, sogenannte Risikoprämien, erhoben.

Einige Geldhäuser haben reagiert und bieten 100-Prozent-Finanzierungen an. Das heißt die Bank begleicht den geforderten Kaufpreis vollständig. Kreditnehmer müssen lediglich die Nebenkosten aus eigenen Mitteln stemmen. Es gibt sogar Institute, die nochmal einen drauflegen. Bei 110-prozentigen Beleihungen werden sogar die Nebenkosten mitfinanziert. Der Traum von den eigenen vier Wänden lässt sich damit ganz ohne eigenem Geld finanzieren – theoretisch.

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Solche Finanzierungen stehen in aller Regel auf sehr wackligen Beinen. Wirklich empfehlen kann man diese Arten der Baufinanzierung also nur den wenigsten Haushalten. Denn ohne Geld das Abenteuer Immobilie einzugehen, ist riskant. Was, wenn die Heizungsanlage ausfällt, das Dach eine Generalüberholung braucht oder ähnliches plötzlich ansteht? Ein gewisses Polster ist unerlässlich. Selbst, wenn die Immobilie gut in Schuss ist. Denn im Alltag kommen schließlich weitere Kosten auf Sie zu – und sei es auch für die schönen Dinge im Leben, Sie möchten sich ja auch mal etwas gönnen.

Sparen bis zur 20-Prozent-Schwelle

Wenn Sie noch weit von der 20-Prozent-Schwelle entfernt sind, gilt es, Eigenkapital aufzubauen. Dazu eignet sich ein Mix aus einem soliden Sparplan, Sparen mit Fonds oder ETFs und natürlich auch eine gewisse Disziplin, nicht auf allzu großem Fuß zu leben. Um das Verlustrisiko zu minimieren, können Sie statt einem Aktienfonds auf einen Mischfonds setzen. Das monatliche Sparpotential erhöhen Sie außerdem, wenn Sie ihre Finanz- und Versicherungsprodukte auf den Prüfstand stellen. Im Selbstversuch zeige ich, wie ich damit jährlich 500 Euro spare. Große Vorhaben beginnen mit einem kleinen Schritt.

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Betrag 200.000 €, Laufzeit 15 Jahre, Beleihung 100 %
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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de