Kleine Bude, großer Preis

Immobilienpreise Kleine Bude, großer Preis

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
21.03.2017
Auf einen Blick
  • In München erhalten Immobilienkäufer für 242.000 Euro durchschnittlich 44 Quadratmeter Wohnfläche. In anderen deutschen Millionenstädten gibt es zum Teil für den gleichen Preis doppelt so viel Fläche.
  • Aufgrund der niedrigen Zinsen ist eine Baufinanzierung heute deutlich günstiger als noch vor zehn Jahren.
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Wenige Themen erregen die Gemüter der Großstädter so sehr wie die Haus- und Wohnungspreise. Kein Wunder: Denn vielerorts müssen sich Immobilienkäufer finanziell strecken, um an ein Stück Wohneigentum zu kommen. Nichtsdestotrotz denken zwei Drittel aller Deutschen, dass sich das Eigenheim grundsätzlich lohnt, das ergab eine aktuelle Studie der Sparda-Banken. 

Preise klaffen regional weit auseinander

Laut Studie bezahlt der Deutsche im Schnitt 242.000 Euro für 136 Quadratmeter Wohnfläche. "Die Studie zeigt, dass in großen Teilen Deutschlands Wohneigentum erschwinglich ist", interpretiert Uwe Sterz, Vorstandsmitglied des Verbandes der Sparda-Banken, das Ergebnis. Doch Menschen, die in einer deutschen Millionenstadt eine Immobilie erwerben möchten, können von solchen Preisen nur träumen. So bekommt man in München für 242.000 Euro gerade mal 44 Quadratmeter Wohnfläche.

Zum Vergleich: In Köln gibt es für den gleichen Preis immerhin 88, in Berlin sogar 98 Quadratmeter. Außerdem müssen Münchner mehr als doppelt so viele Jahreseinkommen für eine Wohnung hinblättern als im Bundesdurchschnitt. Spitzenreiter in Sachen Preis-Wohnfläche-Verhältnis ist Stendal in Sachsen-Anhalt. In der Hansestadt gibt es zum oben genannten Preis sage und schreibe 299 Quadratmeter Wohnfläche.

3
 
Anbieter
Monatliche Rate
effektiver
Jahreszins
 
1.
765,00
2,13%
2.
786,67
2,24%
3.
808,33
2,37%
Betrag 200.000 €, Laufzeit 15 Jahre, Beleihung 100 %

Günstige Wohnung bedeutet längere Wege

Wer günstiger wohnen möchte, muss in vielen Fällen mit einem längeren Arbeitsweg vorlieb nehmen. In Berlin und München liegt die 242.000-Euro-Grenze bei 15 Kilometern vom Stadtzentrum. In Hamburg sind es lediglich drei Kilometer mehr. Für die meisten Bundesbürger ist das nicht sonderlich tragisch, denn sie würden sowieso rund 30 Kilometer Fahrtweg zum Arbeitsplatz akzeptieren.

Kaufen oder mieten?

Außerhalb der Metropolen ist der Wohnraum erschwinglich und wertstabil. Dabei prognostiziert die Studie eine positive Entwicklung in den Metropolen und Süddeutschland. Demnach bleibt Wohnraum in Süddeutschland und in den Ballungsräumen Berlin und Hamburg sowie im Rheinland attraktiv und wird im Wert bis 2020 weiter steigen .

Lohnt sich also ein Kauf? Diese Frage beantwortet die Studie mit ja. Denn aufgrund der niedrigen Zinsen, ist eine Baufinanzierung heute deutlich günstiger als noch vor zehn Jahren. Bei einer Kreditsumme von 242.000 Euro müssen Käufer heutzutage 58.000 Euro weniger an Zinsen berappen.

Biallo-Tipp

Als Immobilienkäufer sollten Sie nicht das erstbeste Kreditangebot Ihrer Hausbank akzeptieren. Zwar sind die Zinsen derzeit fast überall niedrig, dennoch offenbart ein umfassender Vergleich ein deutliches Sparpotential. Günstige Anbieter wie Hypovereinsbank oder Degussa Bank bieten Darlehen von 100.000 Euro mit einer Zinsfestschreibung über zehn Jahre ab 1,0 Prozent Zinsen an. 

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de