Baufinanzierung Lebensversicherung pusht Eigenkapita

Baufinanzierung Lebensversicherung pusht Eigenkapital

Max Geißler
von Max Geißler
27.08.2015
Auf einen Blick

Immobilien sind teuer. Wer hohes Eigenkapital in die Waagschale werfen kann, braucht weniger Kredit. Der Verkauf der Lebensversicherung ist eine Möglichkeit.

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Seit 2005 sind neu abgeschlossene Lebensversicherungen bei Auszahlung nicht mehr steuerfrei. Seither lohnen sich die Policen kaum noch als endfällige Finanzierungsvariante für die Baufinanzierung. Dabei nimmt der Käufer ein Hypothekendarlehen auf, für das er nur Zinsen zahlt. Die Tilgung erfolgt am Kreditende auf einen Schlag mit der Lebensversicherung. Die deutlich gesunkenen Renditen der Lebensversicherung und die neue Steuerpflicht machen diese Finanzierungsart aber zunehmend ineffizient.

Wann lohnt der Verkauf der Lebensversicherung?

Häufig attraktiver ist es, wenn Versicherte ihre bestehende Lebensversicherung verkaufen und mit dem Erlös das Eigenkapital aufstocken. Das lohnt, wenn die Police schon einige Jahre läuft und bereits ein hübsches Sümmchen zusammen gekommen ist. Die Faustregel dabei: Der Verkauf bringt Vorteile, wenn die für die Baufinanzierung eingesparten Zinsen über dem Ertrag liegen, den die Lebensversicherung in der Restlaufzeit noch einbringen würde. Dabei ist aber zu bedenken, dass mit dem Verkauf der Lebensversicherung auch der Todesfallschutz verloren geht. Diesen sollte man mittels Risikolebensversicherung oder Restschuldversicherung wieder ausgleichen, damit sich die Bank oder Bausparkasse bei der weiteren Baufinanzierung nicht querstellt.

Einen Gradmesser, ob der Policenverkauf sinnvoll ist, liefern die Zinsen. Erzielt die Versicherung unterm Strich drei Prozent Rendite, der Baukredit kostet jedoch 3,5 oder vier Prozent, dann spricht vieles dafür, dass man mit dem Geld aus der Lebensversicherung besser den Kredit tilgt, bzw. weniger Kredit aufnimmt. Im gegenwärtigen Zinstief ist es allerdings manchmal umgekehrt. Die Gesamtverzinsung einiger Versicherer liegt häufig über den Zinsen für Baukredite. So zahlen Allianz, Debeka und Cosmos Direkt laufende Zinsen von 3,4 Prozent, Ergo direkt spendiert Lebensversicherungskunden sogar 3,6 Prozent. Hinzu addiert sich der Schlussüberschuss. Planen Sie eine Sondertilgung, dann sollten Sie die Laufzeit des Baukredits beachten. Hat das Baudarlehen nur noch eine kurze Restlaufzeit, die Lebensversicherung jedoch noch eine sehr lange, dann kann es sich lohnen, das Guthaben besser als Altersvorsorge in der Lebensversicherung zu belassen.

Günstigere Baufinanzierung dank höherem Eigenkapital

Anders sieht die Sache aus, wenn die Lebensversicherung schon einige Zeit läuft, die Immobilie aber frisch gekauft wird. Hier können Sie durch Veräußerung der Lebensversicherung das Eigenkapital für die Baufinanzierung deutlich erhöhen und damit die anfallenden Zinslasten senken.

Beispiel: Baufinanzierung über 300.000 Euro zu 2,5 Prozent Sollzins, Laufzeit 20 Jahre. Bei einer Anfangstilgung von 3,0 Prozent kostet das Darlehen monatlich 1.375 Euro. Im Lauf von 20 Jahren fallen ohne Sondertilgung gerechnet insgesamt 96.769 Euro an Zinsen an. Kündigen Sie Ihre Lebensversicherung und erlösen unterm Strich 50.000 Euro, so kann die Kreditaufnahme auf 250.000 Euro sinken. Bei gleichen Konditionen verringert sich die monatliche Kreditrate auf 1.145 Euro, die Gesamtzinsen fallen um rund 16.000 Euro auf 80.641 Euro. Ob sich der Deal lohnt, sollte man anhand der Restlaufzeit, des angesparten Guthabens und der Gesamtrendite der Lebensversicherung nachrechnen!

Policendarlehen lohnt selten

Eine Alternative zum Verkauf ist das Beleihen der Lebensversicherung. Hierbei nimmt der Versicherte quasi einen Kredit bei seiner Police auf. Die Zinsen hierfür können allerdings recht hoch sein, weshalb das Policendarlehen oft nur eine Notlösung ist. Es gibt aber Fälle, in denen das Policendarlehen sinnvoll sein kann. Zum Beispiel, wenn Ihr Eigenkapital bereits einen Großteil der Finanzierungskosten abdeckt und das Policendarlehen nur noch den Restbetrag erbringen muss. Ist dann kein Baukredit mehr erforderlich, kann sich die Sache rechnen.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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