Berufsunfähigkeitsversicherung Falsche Angaben gefährden Berufsunfähigkeitsschutz

Berufsunfähigkeitsversicherung Vorsicht: Falsche Angaben gefährden Ihren Berufsunfähigkeitsschutz!

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
13.07.2018
Auf einen Blick
  • Finanzieller Schutz vor den Risiken einer Berufsunfähigkeit ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt.

  • Beantworten Sie alle Gesundheitsfragen im Antragsformular vollständig und wahrheitsgemäß. Holen Sie sich dazu professionelle Unterstützung vom Arzt.

  • Geben Sie nur die Krankheiten oder Behandlungen an, nach denen Sie konkret gefragt werden.
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Die eigene Arbeitskraft ist Ihr größtes Kapital. Der finanzielle Schutz bei Berufsunfähigkeit gehört daher mit zu den wichtigsten Versicherungen. "Deshalb sollte jeder so früh wie möglich und bei guter Gesundheit eine Police abschließen", rät Bianca Boss vom Bund der Versicherten.

Beantworten Sie Gesundheitsfragen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sorgfältig

Ist das richtige Angebot gefunden, beachten Sie jedoch eines unbedingt: Beantworten Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zwingend alle Gesundheitsfragen im Antragsformular vollständig und wahrheitsgemäß. Das fällt nicht immer leicht, denn wer kommt bei Fragen wie "Sind Sie in den letzten zehn Jahren in einem Krankenhaus, Klinikum, einer Rehabilitations- oder Kureinrichtung untersucht, beraten oder behandelt worden?" nicht schon mal ins Grübeln.

Können Sie sich nicht mehr genau an alle Fakten erinnern, so fragen Sie bei Ihrem Arzt oder der Krankenkasse nach, um später auf der sicheren Seite zu sein. Gerade Aspekte wie häufige Rückenschmerzen, die ab und zu mal vom Arzt mit Spritzen behandelt wurden, werden oft nicht bei den Gesundheitsfragen angegeben, da sie als nicht wirklich relevant angesehen werden. Ein Fehler!

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Berechnungsgrundlage / Modellfall: 

Vermeiden Sie teure Erinnerungslücken bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Korrektheit der Antworten bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist jedoch von entscheidender Bedeutung für die Frage, ob der Versicherer im Leistungsfall komplett, teilweise oder womöglich gar nicht zahlt. Die Krux dabei für Sie als Versicherte/n: Der Versicherer prüft erst nach Eintritt eines Versicherungsfalls die Richtigkeit Ihrer Angaben.

Trotz jahrelanger Prämienzahlung in eine Berufsunfähigkeitsversicherung könnten Sie dann womöglich ohne Leistung und Versicherungsschutz dastehen. Nach dem Versicherungsvertragsgesetz sind Versicherungsnehmer dazu verpflichtet, hier jede Auskunft zu erteilen, die zur Feststellung der Leistungspflicht des Versicherers erforderlich ist. Dafür sind auch die Ärzte und Heilbehandler von der Schweigepflicht zu entbinden, damit die Assekuranz die relevanten Daten erheben kann.

Die Justiz gibt hier ebenfalls klare Richtlinien vor. So machte das Oberlandesgericht Karlsruhe in einem Urteil deutlich: Wer die Gesundheitsfragen objektiv falsch beantwortet, hat keinen Anspruch auf Zahlungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung (Az.: 12 U 140/12).

Unser Tipp:

Beantworten Sie die Gesundheitsfragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung immer in Ruhe zu Hause oder zusammen mit Ihrem Hausarzt. Nie direkt beim Versicherungsvertreter. Geben Sie bei den Fragen nur die Krankheiten oder Behandlungen an, nach denen Sie konkret gefragt werden.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de