Karrierekiller Psyche – wenn Berufsunfähigkeit droht

Berufsunfähigkeitsversicherung Karrierekiller Psyche – wenn Berufsunfähigkeit droht

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
27.05.2017
Auf einen Blick
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Stress die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts.

  • Psychische Erkrankungen sind bereits die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit.

  • Schließen Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung so jung wie möglich ab.
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Psychische Erkrankungen sind mittlerweile der häufigste Grund, weshalb Menschen Ihren Beruf aufgeben müssen. Aktuelle Auswertungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigen: Etwa jede dritte Berufsunfähigkeitsrente wird ausgezahlt, weil die Psyche nicht mehr mitspielt.

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Psychische Strapazen belastender als körperliche Anforderungen

Besonders betroffen sind hierbei Frauen. Während Männer in nur 25 Prozent der Fälle durch psychische Leiden ausfielen, lag der Anteil bei Frauen bereits über 35 Prozent. "Waren lange Zeit orthopädische Erkrankungen der Auslöser Nummer eins für eine Berufsunfähigkeit in Deutschland, so haben ihnen inzwischen Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen deutlich den Rang abgelaufen", sagt Michael Franke vom Analysehaus Franke und Bornberg.

Sie kennen in Ihrem Beruf viele dieser Problembereiche sicher auch. Zeit- und Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung, schwer planbare Arbeitszeiten, Angst vor dem Jobverlust: Psychische Strapazen lasten mittlerweile stärker auf den meisten Beschäftigten als die körperlichen Anforderungen der Arbeitswelt.

Berufsunfähigkeitsversicherung früh abschließen

Ich rate daher auch Berufstätigen mit reinen Schreibtischjobs aufgrund der zunehmenden Arbeitsbelastungen zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). "Berufsunfähigkeit ist ein existenzbedrohendes Risiko für alle Erwerbstätigen", sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV). Doch das Risiko einer Berufsunfähigkeit wird gerade von jungen Menschen noch immer stark unterschätzt. Dabei ist ein frühzeitiger Vertragsabschluss ratsam.

"Schließlich können unvorhergesehene Ereignisse wie eine Berufsunfähigkeit das ganze Leben verändern", sagt Boss.Da Auszubildende und Studenten meist noch keine längere Krankengeschichte haben, bleiben sie meist von Risikozuschlägen oder Ausschlüssen für bestimmte Krankheiten verschont. Zudem zahlen Jüngere für eine Berufsunfähigkeitsversicherung noch einen sehr günstigen Beitrag, da sich dieser auch am Eintrittsalter orientiert.

Biallo-Tipp: Viele Versicherer erkennen inzwischen auch Burn-out als psychische Krankheit an. Achten Sie daher bei Vertragsabschluss mit auf diese Klausel. In der Regel leisten die Versicherer, wenn eine Erkrankung mindestens sechs Monate andauert und der Grad der Berufsunfähigkeit bei 50 Prozent oder höher liegt.

Lesen Sie auch: Riskante Vertragsklausel – abstrakte Verweisung

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Berechnungsgrundlage / Modellfall: 

BU-Versicherungen vergleichen

Vor allem Stressanfällige sollten bald handeln. Vergleichen Sie aber die Angebote vor einem Vertragsabschluss. Aktuelle Untersuchungen des Analysehauses Franke und Bornberg im Mai 2018 zeigen: Die Preisunterschiede betragen zum Teil mehrere hundert Euro im Jahr.

So zahlt zum Beispiel eine 30-jährige Assistenzärztin für einen Vertrag mit Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr und 2.500 Euro monatlicher BU-Rente bei günstigen Anbietern wie Canada Life, der Hannoverschen oder der Europa zwischen 86 und 90 Euro im Monat. Beim teuersten Anbieter im Test wäre dagegen mit rund 200 Euro monatlich mehr als das Doppelte fällig.

Biallo-Tipp

Zum Antrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung gehört auch ein Katalog von Gesundheitsfragen. Wenn Sie beim Ausfüllen des Antrags auf der sicheren Seite sein wollen, sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt und wenn nötig auch Ihre Krankenversicherung schriftlich um die notwendigen Informationen zu einzelnen Krankheitsverläufen bitten. Denn die Korrektheit der Antworten bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist von entscheidender Bedeutung für die Frage, ob der Versicherer im Leistungsfall komplett, teilweise oder womöglich gar nicht zahlt.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de