Diese fünf Sätze darf Ihr Berater nicht sagen

Berufsunfähigkeitsversicherung Diese fünf Sätze darf Ihr Berater nicht sagen

von Klaus Winter
09.01.2013
Auf einen Blick

Versicherungsmakler beraten bei der Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Doch nicht immer ist dies hilfreich. Vorsicht vor Phrasendrescherei.

Artikelbewertung
Schrift

Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Makler Sie statt mit Argumenten mit Phrasendrescherei und aller Macht zum Vertragsabschluss bewegen will, sollten Sie hellhörig werden. Einige der schlimmsten (und für Sie folgenreichen) Phrasen finden Sie hier:

„Diese Berufsunfähigkeitsversicherung ist immer die richtige Wahl"

Das behaupten nicht nur Einfirmenvertreter wie der klassische Herr Kaiser, die ohnehin nur eine einzige Berufsunfähigkeitsversicherung verkaufen können. Auch Makler mit mehreren Angeboten legen sich gerne auf die für sie selbst lukrativste Berufsunfähigkeitsversicherung fest. Aber es gibt diese eine, immer gute Versicherung nicht! Je nach Beruf, Alter oder Höhe der Rente kann jeweils eine ganz andere Berufsunfähigkeitsversicherung die richtige Wahl sein. Kompetente Versicherungsmakler bieten Ihnen einen Marktüberblick. Sie zeigen, welche drei bis fünf Versicherungen für Sie infrage kommen und wie Sie sich unterscheiden. Lassen Sie sich immer auch die Angebote von Direktversicherern zeigen, auch wenn die für Makler wegen der geringeren Provisionen nicht so interessant sind – im Biallo.de-Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen sind natürlich alle Direktversicherer gelistet.

„Gesundheitsfragen sind nicht so wichtig"

Das ist ausgemachter Unsinn! Die Gesundheitsfragen entscheiden darüber, ob und zu welchen Konditionen Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt bekommen. Werden Gesundheitsfragen absichtlich nicht richtig oder nicht vollständig beantwortet, hat die Berufsunfähigkeitsversicherung noch Jahre später die Möglichkeit, den Vertrag aufzulösen und die Rentenzahlung zu verweigern. Die Gesundheitsfragen sollten Sie immer eigenständig und in Rücksprache mit Ihren Ärzten beantworten. Lassen Sie sich vom Vertreter oder Makler niemals dazu verleiten, einzelne Fragen falsch oder unvollständig zu beantworten.

„Abstrakte Verweisung spielt keine Rolle“

Hat die Berufsunfähigkeitsversicherung ein abstraktes Verweisungsrecht, kann sie die Rentenzahlung verweigern, wenn Sie zwar berufsunfähig sind, in einem anderen als Ihrem bisherigen Job aber theoretisch noch arbeiten könnten. Ob Sie in diesem Verweisungsberuf tatsächlich einen Job finden, ob der Ihnen Spaß macht oder Ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht, spielt dabei keine Rolle. Die Folge: Ein solcher Vertrag bietet nur wenig Schutz, weil die Versicherung sich leicht aus ihrer Verpflichtung lösen kann, Ihnen eine Rente zahlen zu müssen! Lassen Sie sich deshalb keinen Vertrag verkaufen, der eine solche abstrakte Verweisungsmöglichkeit vorsieht.


„Die Vertragsbedingungen sind bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht entscheidend"

Versicherungsmakler neigen dazu, die Bedeutung der Versicherungsbedingungen herunterzuspielen – Sie sollen den Versicherungsschutz nach der Lektüre des komplizierten Vertragswerkes ja nicht hinterfragen. Die Vertragsbedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherung sind aber das A und O des Vertrages. Sie entscheiden darüber, wie gut Sie im Falle einer Berufsunfähigkeit abgesichert sind. Kompetente Versicherungsmakler sind in der Lage, Ihnen das Kleingedruckte genau zu erklären – und sorgen damit auch für einen transparenten Vergleich zwischen den verschiedenen Angeboten.

„Vertrag bis 60 reicht"

Auch das ist eine gewagte Behauptung, die meist nur einen Grund hat: Ein Vertrag bis 60 ist für den Kunden billiger und lässt sich leichter verkaufen. Dabei gilt bei der Berufsunfähigkeitsversicherung: Je länger der Vertrag läuft, umso wertvoller ist er. Denn läuft der Schutz nur bis zum 60. Geburtstag, müssen Sie im Ernstfall die Zeit bis zum Beginn der Altersrente aus eigenen finanziellen Mittel überbrücken. Die meisten – vor allem wenn die Berufsunfähigkeit bereits seit vielen Jahren besteht – überfordert das finanziell. Schließen Sie deshalb nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, die mindestens bis zum 65. Geburtstag läuft – besser bis zum Beginn der Altersrente.

3
Berechnungsgrundlage / Modellfall: 
Ihre Meinung ist uns wichtig
Klaus Winter
Autor
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de