BU-Police: Risiko kennen, früh richtig absichern

Berufsunfähigkeitsversicherung BU-Police: Risiko kennen, früh richtig absichern

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
30.08.2017
Auf einen Blick
  • Arbeitnehmer sollten eine Berufsunfähigkeitsversicherung so jung wie möglich abschließen, am besten schon in der Ausbildung.

  • Wer gründlich vergleicht, kann mit der "richtigen" BU-Police viel Geld sparen.
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Vor allem junge Menschen machen sich noch wenig Gedanken über das Thema Berufsunfähigkeit. Doch gerade dies gehört, vor allem wenn sie bereits eine Familie haben, mit zu den größten finanziellen Risiken. Fakt ist: Wer zum Beispiel ab 30 Jahre nicht mehr arbeiten kann, verliert in der Regel über 35 Jahre lang sein lebensstandardsicherndes Einkommen.

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Nicht das Risiko unterschätzen

Die Berufsunfähigkeit ist seit 2001 nicht mehr Teil des gesetzlichen Versicherungsschutzes. Seitdem gilt: Berufstätige, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, müssen selbst vorsorgen. Daher gehört der finanzielle Schutz gegen Berufsunfähigkeit mit zu den wichtigsten privaten Versicherungen.

  • Biallo-Tipp: Schließen Sie diesen Schutz möglichst früh ab, am besten mit Eintritt in die Ausbildung oder den Beruf. Je später Sie sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) entscheiden, desto eher können Erkrankungen die Annahme des Antrages erschweren oder sogar verhindern.

Warten kostet zudem viel Geld. Selbst bei voller Gesundheit ist ein Vertragsabschluss mit 40 Jahren oft ungefähr 40 Prozent teurer als mit 30 Jahren. 

Verbraucher sollten bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung als Vertragslaufzeit dann das Alter wählen, in dem sie voraussichtlich in Rente gehen. Das ist in der Regel mit 67 Jahren.

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Berechnungsgrundlage / Modellfall: 

Die richtige Police auswählen

Auf keinen Fall gleich den erst besten BU-Vertrag unterschreiben. Versicherungsnehmer sollten immer genau die einzelnen Klauseln vorab prüfen. Die Angebote der Versicherer schwanken zum Teil deutlich in Preis und Leistung. Das Analysehaus Franke und Bornberg weist im August 2017 bei einem Vergleichs-Rating hohe Prämienunterschiede bei den Anbietern aus.

  • Beispiel: Ein 27-jähriger Software-Entwickler zahlt für einen Vertrag mit Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr und 1.500 Euro monatlicher BU-Rente bei verbraucherfreundlichen Anbietern, wie Canada Life, Hannoversche oder Dialog, rund 50 Euro im Monat.

Bei teuren Anbietern wären bis zu 130 Euro fällig. Die Hannoversche zahlt die BU-Rente auch, wenn Kunden ununterbrochen sechs Monate lang täglich pflegebedürftig sind. Canada Life garantiert keine Beitragserhöhungen während der Laufzeit. Ein genauer Markt-Vergleich ist daher ein Muss.

Auf die Nachversicherungsgarantie achten

In einem guten Berufsunfähigkeitsvertrag sollte eine Nachversicherung generell ohne eine erneute Risikoprüfung garantiert sein. Nur in diesem Fall verzichtet der Versicherer nicht nur auf eine Gesundheitsprüfung, sondern zusätzlich auch noch auf die Prüfung des aktuellen Berufs und eventuell neu hinzugekommener Hobbys.

Gerade für junge Menschen, ist dieser Verzicht extrem wichtig! Denn in jungen Jahren, vor allem noch in einer Ausbildung, können sie nicht unbedingt ihre zukünftigen Berufs- und Freizeitrisiken absehen. 

Aufpassen heißt es bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung auch beim Ausfüllen der Gesundheitsfragen im Antrag. Wer sich hier unsicher ist, sollten unbedingt seinen Arzt fragen bzw. den Antrag zusammen mit ihm durchgehen. Denn geprüft wird die Richtigkeit Ihrer Angaben nicht bei Vertragsbeginn, sondern erst im Schadensfall.

Biallo-Lesetipp

Eine Risikolebensversicherung ist die beste Vorsorge, um im Falle des eigenen Todes Angehörige abzusichern. Achten Sie vor Vertragsabschluss auf die für Sie richtigen Kriterien. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag: "Familie und Partner absichern".

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de