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Auf einen Blick
  • Die genossenschaftliche Crowdinvesting-Plattform GenoCrowd bietet attraktive Renditen bei kurzen Laufzeiten.

  • Privatanleger können bereits ab 250 Euro einsteigen, maximal sind 25.000 Euro pro Person möglich.

  • Das Geld fließt ausschließlich in erstklassige Immobilien. Realisiert werden die Projekte in Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank im Hochtaunus eG.
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Das sogenannte Crowdinvesting hat sich in den vergangenen Jahren als eigenständige Anlageklasse etabliert und wird bei Privatanlegern zunehmend beliebter. Auch immer mehr Sparkassen und Genossenschaftsbanken erkennen die Zeichen der Zeit und bieten ihren Kundinnen und Kunden mittlerweile Crowdinvesting-Projekte an.

Zu den Vorreitern zählt die Raiffeisenbank im Hochtaunus eG, die seit Jahren erfolgreich in der gewerblichen Immobilienfinanzierung tätig ist und bundesweit mit rund 500 Bauträgern zusammenarbeitet. Seit Mitte vergangenen Jahres bietet die Genossenschaftsbank auch Privatanlegern die Möglichkeit, bereits mit kleinen Beträgen ab 250 Euro über die Crowd in Immobilienprojekte zu investieren.

GenoCrowd

Webseite:  www.genocrowd.de
Betreiber: GenoCrowd GmbH
Sitz: Frankfurt am Main
Segment: Immobilien
Gründung: 2020
Marktstart: 2021
 

GenoCrowd im Kurzporträt

Die Crowdinvesting-Plattform GenoCrowd1 wurde im Herbst 2020 auf Initiative der Raiffeisenbank im Hochtaunus eG gegründet. Der Marktstart erfolgte im August 2021. Die Motivation des Start-ups: „Einfach und unkompliziert Investoren und Projektentwickler digital zu vernetzen und Immobilien-Crowdinvestings mit attraktiven Renditen und kurzer Laufzeit zu ermöglichen.“

Dabei kooperiert die Raiffeisenbank im Hochtaunus eG mit der Portagon GmbH (ehemals CrowdDesk GmbH), die sich als technischer Dienstleister und Finanzanlagenvermittler auf die digitale Realisierung von Schwarmfinanzierungen spezialisiert hat und auch die technische Infrastruktur für andere Crowdinvesting-Plattformen liefert.

Die Raiffeisenbank im Hochtaunus eG wiederum, die unter der Marke „Meine Bank“ auftritt, bringt ihre langjährige Expertise im Bereich Immobilienfinanzierung ein. Sie kann auf ihr umfangreiches Netzwerk zurückgreifen, um Projekte zu identifizieren und dafür jeweils den passenden Projektentwickler mit ins Boot zu holen. Von daher für beide Seiten eine Win-win-Situation.

 

Wie funktioniert GenoCrowd?

Wie bei jeder Schwarmfinanzierung legen auch hier viele Privatleute mit unterschiedlich hohen Beträgen Geld an, in diesem Fall aber ausschließlich in Immobilien-Vorhaben. Die Raiffeisenbank im Hochtaunus eG prüft jedes Projekt sorgfältig und wählt es aus. Sie ist auch selbst an jedem dieser Vorhaben mit deutlich höheren Summen beteiligt und hat schon allein deshalb ein Interesse daran, dass die Projekte erfolgreich verlaufen.

Jeder Investor vergibt ein sogenanntes Nachrangdarlehen an den jeweiligen Projektbetreiber, das attraktiv verzinst wird. Die Zinsen werden bei GenoCrowd in der Regel jährlich ausgeschüttet. Nach Ablauf der vereinbarten, kurzen Laufzeit fließt die Investitionssumme an den Anleger zurück (endfälliges Darlehen). Detaillierte Informationen und Risikohinweise zu den einzelnen Projekten finden Sie jeweils im Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB), das Sie vor einem Investment genau durchlesen sollten.

Aufgrund der kompletten Digitalisierung des Investmentprozesses können Anlegerinnen und Anleger mit wenigen Klicks investieren. Die Eröffnung eines GenoCrowd-Accounts ist schnell erledigt. Ausführliche Informationen dazu erhalten Sie in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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Konditionen und Rendite

Privatpersonen können sich mit Beträgen zwischen 250 und 25.000 Euro beteiligen. Für Firmen gelten andere Bedingungen, die man bei Interesse erfragen kann. Für die Anlage werden keine Gebühren berechnet.

Die Laufzeiten sind je nach Objekt unterschiedlich, prinzipiell aber eher kurz- als langfristig. Das neue Projekt in Leipzig beispielsweise hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Die in Aussicht gestellten Zinsen liegen bei 5,0 Prozent pro Jahr und werden in dem Fall nachschüssig am Ende der Laufzeit zusammen mit der Tilgung ausbezahlt (endfällige Zinsen). Je nach Projekt können die Zinsen auch jährlich ausgeschüttet werden, wie beim kürzlich erfolgreich finanzierten Projekt in Willich nahe Düsseldorf. 

Oft wird bei Crowdinvesting-Projekten eine sogenannte Funding-Schwelle vorausgesetzt. Das ist die benötigte Mindestsumme, damit das Investment überhaupt zustande kommt und der Renditeanspruch greift. Beim aktuellen Projekt in Leipzig beträgt die Funding-Schwelle zum Beispiel 300.000 Euro. Stand 6. Mai sind bislang gut 210.000 Euro eingesammelt worden. Generell hat der Projektbetreiber maximal bis zu zwölf Monate nach Projektplatzierung Zeit, den Mindestbetrag einzusammeln. Klappt das innerhalb dieses Zeitraums nicht, erhalten Anlegerinnen und Anleger ihr Geld vom zwischengeschalteten Treuhänder innerhalb von zehn Tagen unverzinst zurück. Es fallen keinen Gebühren an.

Dem Projektanbieter wird zudem ein erweitertes Rückzahlungsfenster eingeräumt. So kann der Darlehensnehmer das Nachrangdarlehen innerhalb eines Zeitraums von jeweils sechs Monaten vor und nach dem anvisierten Rückzahlungstag tilgen. Die Zinsen werden anteilig auf den Tag genau berechnet (act/365). Eine ordentliche Kündigung ist für beide Parteien bei dem Projekt in Leipzig ausgeschlossen. Das Recht auf außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund (Paragraf 314 Bürgerliches Gesetzbuch) bleibt davon unberührt.

 

Aktuelle Immobilienprojekte bei GenoCrowd

Seit 14. April 2022 können sich Privatanleger auf GenoCrowd an einem weiteren aussichtsreichen Immobilienprojekt beteiligen. Das maximale Emissionsvolumen (Funding-Limit) für das Georg Schumann Palais in Leipzig beträgt 605.000 Euro. Die Verzinsung liegt bei 5,0 Prozent pro Jahr über einen Anlagezeitraum von zwei Jahren. Weitere Immobilienprojekte sollen in Kürze folgen.

Wie das vorangegangene Projekt in Willich gezeigt hat, kann das Funding-Limit – in dem Fall waren es 400.000 Euro –  innerhalb von nur vier Wochen vollständig gezeichnet sein. Wenn Sie investieren möchten, müssen Sie also schnell sein und sich die angekündigten Projekte ansehen. Diese Immobilienprojekte folgen in Kürze oder wurden bereits abgeschlossen:

Georg Schumann Palais, Leipzig
von AS Unternehmensgruppe
GenoCrowd Projekt Georg Schumann Palais, Leipzig
  • Nachrangdarlehen mit qualifizierten Rangrücktritt (endfällig)
  • Maximales Emissionsvolumen: 605.000 Euro
  • Funding-Schwelle: 300.000 Euro
  • Laufzeit bis 31.03.2024 (Fälligkeit)
  • Zinstermin endfällig und nachschüssig (act/365)
  • geplante Verzinsung 5,0 % pro Jahr

Mit der Finanzierung für dieses Projekt soll die ehemalige Kofferfabrik in Leipzig komplett entkernt und energieeffizient saniert werden. Das denkmalgeschützte Mehrfamilienhaus im Stil der Gründerzeit wurde um 1895 auf einem circa 820 Quadratmeter großen Grundstück erbaut. Auf einer Gesamtnutzfläche von aktuell circa 1.510 Quadratmeter verteilen sich zehn Wohneinheiten über zwei Gebäudeeinheiten. Mit dem Projekt werden insgesamt 20 moderne Wohneinheiten geschaffen, die im Anschluss verkauft werden. 

Seniorenwohnanlage, Biesenthal
von LEONWERT
GenoCrowd Projekt Seniorenwohnanlage, Biesenthal
  • Das Projekt startet bald.
  • Die Konditionen werden zeitnah bekanntgegeben.

Mit der Finanzierung soll eine Seniorenwohnanlage in Biesenthal bei Berlin errichtet werden. Das Objekt in Brandenburg soll mit einer vermietbaren Fläche von rund 4.666 Quadratmetern gebaut werden. Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, damit Sie den Start, die Projektdetails und die zu erwartende Rendite nicht verpassen.


    
Bahnstraße, Willich
von AS Unternehmensgruppe
GenoCrowd Projekt Bahnstraße, Willich
  • Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt (endfällig)
  • Volumen von 400.000 Euro
  • Laufzeit bis 31.03.2024 (Fälligkeit)
  • Zinstermin jährlich am 31.03. (act/365)
  • geplante Verzinsung 5,50 % pro Jahr

Mit dem eingesammelten Geld wird ein Neubauprojekt von 20 Wohneinheiten im Zentrum der nordrhein-westfälischen Stadt Willich (circa 25 Kilometer westlich von Düsseldorf) finanziert – der Neubaukomplex trägt den Energieeffizienzstandard „KfW 55 EE“ und ist mit einer Tiefgarage mit 29 Stellplätzen sowie einem Spielplatz ausgestattet. Die Wohneinheiten werden nach Fertigstellung an private Käufer veräußert.

Finanzierung war erfolgreich

 

Erfahrungsberichte zu GenoCrowd

Da GenoCrowd noch recht jung am Markt ist, gibt es aktuell noch keine Erfahrungsberichte im Netz. Wir halten Sie aber weiter auf dem Laufenden, sobald erste Erfahrungen von Nutzerinnen und Nutzern vorliegen. In unserem Selbsttest hat die digitale Antragsstrecke einwandfrei funktioniert. Die Webseite ist übersichtlich gestaltet und lässt sich intuitiv bedienen. Auch die Transparenz von GenoCrowd lässt nicht zu wünschen übrig.

 

Wie sicher ist GenoCrowd?

Das Risiko beim Crowdinvesting ist nicht von der Hand zu weisen, da es keine Einlagensicherung wie beim Tagesgeld oder Festgeld gibt. Dafür fällt die Verzinsung deutlich höher aus. Außerdem ist die Raiffeisenbank im Hochtaunus eG selbst in jedem Vorhaben involviert.

Bei den Immobilieninvestments auf GenoCrowd handelt es sich in der Regel um Nachrangdarlehen. Wie der Name bereits vermuten lässt, werden die Gläubiger solcher Nachrangdarlehen im Insolvenzfall erst an zweiter Stelle hinter den Gläubigern im ersten Rang bedient. Das sind dann meist die Banken, die sich grundbuchrechtlich abgesichert haben.

Nachrangdarlehen haben meist noch Zusätze wie „qualifizierter Rangrücktritt“ und „vorinsolvenzliche Durchsetzungssperre“. Ersteres bedeutet, dass der Gläubiger im Entschädigungsfall nicht nur hinter die sonstigen Fremdkapitalgeber zurücktreten muss, sondern auch in den Rang des Eigenkapitals eingestuft wird. Es handelt sich quasi um eine unternehmerische Finanzierung, bei der Sie als Darlehensgeber das unternehmerische Verlustrisiko tragen. Dabei haben Sie keine Möglichkeit, Einfluss oder Mitsprache auf das Unternehmen auszuüben.

„Vorinsolvenzliche Durchsetzungssperre“ heißt, dass sämtliche Zins- und Tilgungsansprüche bereits dann nicht mehr durchsetzbar sind, wenn dem Darlehensnehmer dadurch die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit drohen würde. Ein persönliches Haftungsrisiko oder gar eine Nachschusspflicht entstehen dem Anleger nicht.

Positiv: Mit der Portagon GmbH als technischer Dienstleister und der Raiffeisenbank im Hochtaunus eG hat GenoCrowd zwei starke Partner an der Seite. „Wir begleiten jedes Projekt auf der Kreditseite, wenn das Projekt auf der GenoCrowd platziert werden soll. Somit stellen wir den Löwenanteil der Finanzierung durch uns als Bank dar“, sagt Michael Wahab, der für die Raiffeisenbank im Hochtaunus als Berater von GenoCrowd fungiert. „Von daher haben wir ein ureigenstes Interesse daran, dass die Projekte erfolgreich verlaufen.“

In einem weiteren Artikel haben wir uns mit der Sicherheit und dem Risiko von Crowdinvesting-Projekten auseinandergesetzt.

 

Für wen eignet sich GenoCrowd?

Das Crowdinvesting richtet sich an Privatanleger. Generell gilt wie bei jedem Investment: Anleger sollten sich mit der Materie hinreichend beschäftigen, der Blick in das jeweilige Vermögensinformationsblatt (VIB) ist unverzichtbar. Für die Beimischung zu anderen Anlageklassen ist das Crowdinvesting durchaus interessant, da Anlegerinnen und Anleger sich bereits mit kleinen Beträgen an aussichtsreichen Immobilienprojekten beteiligen können.

Wichtig: Wenn Sie in Crowdinvesting-Projekte investieren wollen, sollten Sie immer nur einen geringen Teil Ihres Gesamtvermögens anlegen und nur so viel Geld investieren, wie Sie auch verlieren können. Schließlich handelt es sich bei Ihrem Investment um Risikokapital, ein vollständiger Verlust ist nicht ausgeschlossen.

Wie bei der Anlage in Aktien gilt: Auch beim Crowdinvesting sollten Sie Ihren Einsatz auf mehrere Projekte streuen. Die Diversifikation hilft, Verluste auszugleichen, falls ein Projekt doch mal schiefgehen sollte.

Vorteile

  • Immobilieninvestments bereits ab 250 Euro
  • Keine Gebühren für die Geldanlage
  • Attraktive Verzinsung
  • Kurze Laufzeiten
  • Starke Partner mit viel Erfahrung

Nachteile

  • Ausschließlich Nachrangdarlehen
  • Kein Freistellungsauftrag
  • Kein Handelsplatz
  • Totalverlust möglich
 

Fazit: Bewertung von GenoCrowd

GenoCrowd hat es innerhalb weniger Monate zu einem ernstzunehmenden Player im Immobilien-Crowdinvesting geschafft und dürfte auf absehbare Zeit den Platzhirschen wie Exporo oder Bergfürst Marktanteile streitig machen. Die genossenschaftliche Crowdinvesting-Plattform bietet attraktive Renditen mit kurzen Laufzeiten. Was ganz klar für GenoCrowd spricht: Die Plattform hat mit der Raiffeisenbank im Hochtaunus eG einen erfahrenen Partner im Projektgeschäft im Rücken, der auf ein umfangreiches Netzwerk zurückgreifen kann. Die Genossenschaftsbank unterzieht die jeweiligen Immobilienprojekte einer umfassenden Prüfung und wählt im Anschluss die passenden Projektentwickler dafür aus. Nur wenn ein Projekt die internen Kriterien erfüllt, wird es GenoCrowd zur Vermittlung vorgeschlagen. Aus den genannten Gründen erhält GenoCrowd als Crowdinvesting-Plattform von uns das Prädikat „empfehlenswert“.

1Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz: Der Erwerb von Vermögensanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Über den Autor Redaktion

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