Biallo testet für Sie den Stromanbieter-Wechsel

Energiekosten Biallo testet für Sie den Stromanbieter-Wechsel

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
11.01.2017
Auf einen Blick
  • Zum 1. Januar haben wieder einige Stromanbieter ihre Tarife erhöht.
  • Ein Wechsel kann viel Geld sparen.
  • Biallo testet für Sie den Wechsel des Stromanbieters.
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In den ersten Monaten 2017 müssen Kunden mit einer Strompreiserhöhung von mehr als einem Cent pro Kilowattstunde rechnen. Das ist die Einschätzung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Grund: Die höhere EEG-Umlage sowie gestiegene Netzentgelte. Die Verbraucherschützer berichten von einem Fall, bei dem einer Kundin eine saftige Erhöhung ins Haus geflattert ist. Demnach kündigte der Energieversorger Enstroga einer Kundin an, den Preis pro Kilowattstunde ab März 2017 von 21,3 Cent auf 28 Cent zu erhöhen. Die Kundin musste das Schreiben lange lesen, um auf die bittere Nachricht zu stoßen. Erst im fünften Absatz stand etwas von der gut 30-prozentigen Preiserhöhung.

Wie verhalten sich Betroffene?

"Netzentgelte und Umlagen machen mittlerweile einen erheblichen Teil des Strompreises in Deutschland aus", sagt Fabian Fehrenbach, Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale. Er rät Kunden, von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. "Ein Sonderkündigungsrecht steht nach unserer Auffassung jedem Strom-, aber auch Gaskunden nach einer Preiserhöhung zu." Diesen Standpunkt bestätigte auch das OLG Düsseldorf mit Urteil vom 5. Juli 2016 (Az. I-20 U 11/16).

Verbraucher sollten jeden Brief, den sie von ihrem Stromanbieter erhalten, genau durchlesen. Oft sind dabei Erhöhungen - wie im genannten Fall – versteckt im Schreiben platziert.

Biallo-Redakteur wechselt seinen Stromanbieter – ein Erfahrungsbericht

Wer über den Stromanbieterwechsel schreibt, sollte selbst schon einmal den Versorger gewechselt haben, dachte ich mir vor einigen Wochen. Nebenbei noch Geld sparen, kann mir obendrein nur recht sein. Zugegeben: Ich habe den Wechsel jahrelang auf die lange Bank geschoben, zu aufwändig, zu wenig Ertrag, womöglich tagelang im Dunkeln sitzen – dachte ich.

Nichts von meinen Befürchtungen hat sich bestätigt. Alles hat reibungslos funktioniert. Aber der Reihe nach: Ich wohne im Landkreis München. Mein Grundversorger ist damit Eon. Ein grundsolider Anbieter, aber bisschen günstiger geht es noch, so meine Hoffnung. Ich öffne den Stromvergleich von biallo.de. Ich gebe meine Postleitzahl ein, im Feld „Bonus“ wähle ich „nein“ aus, sonst belasse ich es bei der Grundeinstellung.

Tipp: Sollten Sie Ihren Verbrauch genau kennen, können Sie diesen selbstverständlich eintragen.

Ich lande schließlich beim Anbieter Eprimo. Seit 2007 ist Eprimo die zentrale Discountvertriebsgesellschaft für Strom und Erdgas von RWE. Das erscheint mir vertrauenswürdig. Die aktuellen Kommentare der Kunden sind auch mehrheitlich positiv. Die angegebene Ersparnis lag Ende 2016 laut Vergleich bei mehr als 150 Euro im Jahr. Davon gehe ich lieber paarmal schön Essen.

Nach wenigen Mausklicks halte ich nun meinen neuen Vertrag in meinen Händen. Doch was passiert jetzt? Wann gehen die Lichter aus? Gar nicht, die Wohnung blieb hell. Rasch erhielt ich ein Schreiben, wann der Wechsel nun stattfinden soll. Bis zum tatsächlichen Wechsel vergingen etwa zwei bis drei Wochen. Dann hieß es, ab in den Keller zum Stromzähler. Bis zu einem bestimmten Stichtag musste ich nämlich den Zählerstand ablesen und diesen online oder per Post mitteilen. Mein alter Anbieter bestätigte mir die Kündigung und gab mir anhand des bisherigen Verbrauchs eine Hochrechnung auf das Gesamtjahr mit. Damit war klar: Ich würde wesentlich weniger verbrauchen als die im Vergleich angegebenen 3.500 Kilowatt im Jahr.

Das hat wiederum Auswirkungen auf die monatliche Abschlagszahlung. Ein Anruf bei Eprimo und ich konnte diese reduzieren, wenn auch nicht vollständig nach meinem Wunsch. Das würde nicht gehen, versicherten mir zwei Mitarbeiter am Telefon, doch im April würde eine Anpassung erfolgen.

Wie sieht es bei meinem neuen Anbieter mit Tariferhöhungen aus? Diese würden mich erstmal ohnehin nicht treffen, denn ich habe eine zwölfmonatige Preisfixierung. Man habe aber die Preise ohnehin nicht wie andere Anbieter zum 1. Januar erhöht, was die nächsten Monate bringen, wisse man aber nicht, heißt es bei Eprimo. „Stromkunden sollten am besten Laufzeitverträge wählen. Ich rate zu einer einjährigen Preisfixierung“, sagt Jürgen Rauschkolb, Unternehmenssprecher von Eprimo. So würden Kunden vor plötzlichen Preiserhöhungen verschont.

Rauschkolb empfiehlt wechselwilligen Stromkunden, vollkommen gleich zu welchem Anbieter diese wechseln möchten, drei Fragen unbedingt zu klären:

  1. Was ist das für ein Unternehmen? Wirkt es seriös?
  2. Wie lange ist der Stromanbieter schon am Markt? Ist er verlässlich?
  3. Wie sind Lieferleistungen und Zahlungsbedingungen? Kunden sollten Abstand nehmen, wenn von Mindestmengen oder Vorauszahlungen die Rede ist.
Unser Tipp

Mein Fazit fällt positiv aus. Der Wechsel meines Stromanbieters hat problemlos funktioniert. Ich bereue meine Entscheidung nicht. Wenn mein Anbieter doch mal merklich erhöhen sollte, nehme ich mein Sonderkündigungsrecht wahr und nutze erneut den Biallo-Stromvergleich, um die dann besten Tarife zu finden.

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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de