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Anderthalb Jahre haben Gaskunden von einem reduzierten Mehrwertsteuersatz profitiert. Jetzt ist damit Schluss: Seit dem 1. April beträgt die Umsatzsteuer auf Erdgas wieder 19 Prozent. Davor galt ein niedrigerer Satz von sieben Prozent. Die Bundesregierung hatte ihn vor 18 Monaten wegen der Energiekrise eingeführt: Die niedrigere Steuer sollte Verbraucher vor zu hohen Heizkosten schützen. In Deutschland wird derzeit nach Angaben des Branchenverbands BDEW fast jede zweite Wohnung mit Erdgas beheizt.

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Preise gehen um elf Prozent nach oben

Durch den Anstieg wird der Gaspreis im Schnitt um elf Prozent teurer. So zahlten etwa Kunden der Stadtwerke München im sogenannten Grundversorgungstarif bislang 10,77 Cent für die Kilowattstunde (kWh). Seit dem ersten April sind es 11,98 Cent je kWh. Der Grundversorgungstarif ist der Basistarif des Anbieters mit den meisten Kunden in einer Region.

Wegen des Preisanstiegs raten die Verbraucherzentralen den Gaskundinnen und -kunden derzeit vor allem zu zwei Dingen. Erstens: Sie sollten möglichst schnell ihren Zählerstand ablesen und diesen dem Gasversorger übermitteln. Hintergrund: Ohne konkrete Ablesewerte dürfen Anbieter in der Jahresabrechnung den Verbrauch für die Zeiträume mit unterschiedlich hoher Besteuerung schätzen. Fällt die Schätzung für den Zeitraum mit der höheren Mehrwertsteuer zu üppig aus, wird die Gasrechnung unnötig teuer.

Verbraucherzentrale rät „dringend“ zum Wechsel

Zweitens: Verbraucher sollten die Preiserhöhung zum Anlass nehmen, den eigenen Gastarif zu überprüfen – und unter Umständen den Anbieter zu wechseln: „Um den hohen Gaspreisen ein Schnippchen zu schlagen, kann sich ein Anbieterwechsel lohnen“, heißt es etwa bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen.“ Vor allem, wer sein Gas noch in der Grundversorgung beziehe, „sollte dringend einen Wechsel in Erwägung ziehen“.

Tatsächlich sind die Tarife der Grundversorgung in vielen Fällen derzeit doppelt so teuer, wie die günstigsten Tarife am Markt. Beispiel München: Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 18.000 kWh jährlich zahlte bis 31. März mit reduzierter Mehrwertsteuer in der Grundversorgung gut 2.160 Euro im Jahr (siehe Tabelle). Mit dem erhöhten Steuersatz sind es gut 2.400 Euro. Ein Wechsel in den Tarif des derzeit günstigsten Anbieters würde bei diesem Verbrauch eine Ersparnis von fast 1.230 Euro bringen. In Berlin ist eine Ersparnis von fast 1.100 Euro drin.

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So viel lässt sich mit dem Wechsel sparen

Kosten für Erdgas bei einem Jahresverbrauch von 18.000 kWh

Tarife München Berlin
Tarif Grundversorgung mit 7 Prozent Mehrwertsteuer
2.163 €
2.030 €
Tarif Grundversorgung mit 19 Prozent Mehrwertsteuer
2.406 €
2.258 €
Derzeit günstigster Tarif
1.179 €
1.170 €
Mögliche Ersparnis¹
1.227 €
1.088 €

¹ Ersparnis bei Mehrwertsteuer von 19 Prozent; Tarife ohne Boni, mit Preisgarantie, Vertragslaufzeit ein Jahr; Quelle: Gasvergleich auf biallo.de, Stand 02.04.2024

Günstige Tarife lassen sich dabei mit dem Gas-Vergleichsrechner von biallo.de finden. Wer dort einen passenden Tarif sieht, kann vom Vergleich aus direkt zum neuen Anbieter wechseln. Kunden, die noch in einem Grundversorgungstarif stecken, können dabei innerhalb einer Frist von zwei Wochen kündigen. Verträge mit fester Laufzeit, also etwa ein oder zwei Jahre, lassen sich zum Laufzeitende kündigen. Die Kündigungsfrist kann dabei unterschiedlich lang sein: Die Dauer steht in der Regel im Vertrag.  

Erhöht der Anbieter den Preis, haben Verbraucherinnen und Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht: Der Vertrag lässt sich dann zu dem Zeitpunkt beenden, zu dem die Preiserhöhung wirksam wird. Die Mehrwertsteuererhöhung allerdings gilt nicht als Grund für eine solche Sonderkündigung: Denn der Anbieter ändert seinen Preis nicht, er gibt lediglich die Erhöhung der staatlichen Abgabe weiter.

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Über den Autor Andreas Jalsovec

hat als Redakteur für mehrere (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem für das Anlegermagazin Börse Online, die Münchner Abendzeitung, die Schwäbische Zeitung und die Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Neben seiner Tätigkeit für Biallo.de arbeitet er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung.

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