Neues Solardach von Tesla

Umweltfreundliches Eigenheim Neues Solardach von Tesla

Max Geißler
von Max Geißler
30.05.2017
Auf einen Blick
  • Tesla revolutioniert die Dachziegel. Solarstrom wird künftig nicht mehr in separaten Solarpanelen erzeugt, sondern direkt im Ziegel.
  • Die Kosten sollen nicht höher sein als bei herkömmlichen Ziegeldächern.
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Hersteller von Solarpanelen müssen sich warm anziehen. Denn die zumeist auf Gebäudedächern installierten Stromplatten werden möglicherweise bald nicht mehr gebraucht. Der Autobauer Tesla hat neuartige Dachziegel entwickelt, in denen die Solarzellen bereits integriert sind. Teure Photovoltaikanlagen werden dadurch überflüssig. Das Dach selbst gewinnt Strom aus der Sonne und speichert ihn sogar. Je nach Haustyp werden vier verschiedene Ziegelvarianten mit unterschiedlicher Form, Struktur und Farbgebung angeboten. Zwei Varianten sind bereits verfügbar, die anderen beiden gibt es ab 2018.

200 Euro pro Quadratmeter

Die neue Technik ist in den USA bereits auf dem Markt, der Verkaufsstart in Europa ist für 2018 geplant. Bereits heute nimmt die deutsche Internetseite von Tesla aber schon Vorbestellungen entgegen. Interessenten müssen eine Anzahlung von 930 Euro leisten, die jedoch bei Vertragsunterzeichnung komplett verrechnet wird. Tesla rechnet mit etwa 200 Euro pro Quadratmeter Dachfläche. Dabei geht der Solarspezialist davon aus, dass etwa 35 - 40 Prozent eines Privathauses mit Solarziegeln belegt werden müssen, um den Eigenbedarf an Strom zu decken. Die restliche Dachfläche wird mit einfachen Ziegeln ohne Solartechnik bestückt.

Wirkungsgrad soll noch steigen

Die Effizienz der Ziegel liegt der Tesla-Ankündigung zufolge aktuell bei 98 Prozent der Effizienz eines herkömmlichen Solarmoduls. Derzeit wird daran gearbeitet, die Beschichtung weiter zu verbessern, um den Wirkungsgrad zu erhöhen.

Der Solarstrom soll in den eigens entwickelten Heimspeicher Tesla Powerwall fließen und später das Elektroauto aufladen. Dabei handelt es sich um spezielle Batterien.

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Unter Einbeziehung der eingesparten Stromkosten soll das Tesla-Dach unterm Strich nicht mehr kosten als ein herkömmliches Ziegeldach. Positiv: Tesla vertraut der eigenen Technik und gibt eine lebenslange Garantie für die Ziegel. Die Stromerzeugung selbst wird allerdings nur für eine Dauer von 30 Jahren garantiert.

Bauen und Sanieren mit öffentlicher Förderung

Das Tesla-Dach ist nicht ganz billig. Wer sein Eigenheim energetisch auf Vordermann bringen möchte, der kann Unterstützung bei der KfW Bank beantragen. Das Förderprogramm 270 "Erneuerbare Energien" ermöglicht sowohl für Neubauten als auch für Bestandsbauten im Rahmen einer Dachsanierung zinsgünstige Förderkredite ab 1,05 Prozent. Finanziert wird bis zu 100 Prozent der Investitionssumme. Tilgungsfreie Anlaufjahre sind ebenso möglich wie eine Kombination mit anderen Fördermitteln.

Günstige Modernisierungskredite von der Bank

Auch Banken und Sparkassen unterstützen die energetische Sanierung von Eigenheimen mit zinsgünstigen Baudarlehen. Die Allianz vergibt zum Beispiel fünfjährige Baukredite ab 25.000 Euro zu 1,34 Prozent Effektivzins, die Sparda-Bank West berechnet für die gleichen Konditionen 1,94 Prozent. Die Sparkasse Dortmund ermöglicht Minikredite ab 2.500 Euro zur Modernisierung des Eigenheims. Die Verwendung des Geldes ist frei wählbar, eine grundpfandrechtliche Absicherung nicht vorgeschrieben. Die gleichen Konditionen offeriert die PSD Bank Rhein-Ruhr, jedoch liegt der Mindestkreditbetrag mit 10.000 Euro deutlich höher. In beiden Fällen berechnen die Banken für ihren Modernisierungskredit etwas mehr als zwei Prozent Zinsen.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de