Verbraucherfalle: Innogy in der Kritik

Strom-Flat Verbraucherfalle: Innogy in der Kritik

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
08.11.2016
Auf einen Blick
Die RWE-Tochter Innogy wirbt mit ihrer neuen "Strom Jahresflat". Die Verbraucherzentrale NRW warnt: Der Tarif sei "teurer als die Grundversorgung".
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„Nachzahlungen sind bei der ‚Strom Jahresflat‘ ausgeschlossen, unabhängig davon, wie viel Strom die Kunden verbrauchen“, verlautete Innogy jüngst in einer Pressemitteilung. Sparsame Verbraucher würden laut Konzern sogar doppelt belohnt: Zum einen erhielten Haushalte, die den vereinbarten Tarif unterschreiten, einen einmaligen Bonus. Zum anderen sinke die zu zahlende Monatspauschale im Folgejahr. So weit so gut. Allerdings: Eine Nachzahlung ist nur für das erste Jahr ausgeschlossen. Die monatliche Pauschale kann sich im Folgejahr erhöhen, wenn der Jahresverbrauch tatsächlich höher ausfällt als bei Abschluss vereinbart.

„Innovativer Markenanspruch“ oder „Marketing-Gag“?

Innogy unterstreiche mit der Einführung des neuen Produkts „seinen innovativen Markenanspruch“, nicht zuletzt deshalb, weil der Strom der Jahresflat komplett aus regenerativen Energien gewonnen werde, verkündet die RWE-Tochter. Verbraucherschützer sind dagegen skeptisch. „Preislich ist das zum Teil sogar teurer als die Grundversorgung und weit von einem Tarif für Sparfüchse entfernt", wird Udo Sievering, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, in den Medien zitiert. „Ich sehe das eher als Marketing-Gag.“

Den Konzern lassen die Vorwürfe kalt: „Die Strom Jahresflat von Innogy ist ein innovatives Produkt in einem umkämpften Wettbewerbsmarkt. Wir sehen die Strom Jahresflat als einen Schritt in Richtung Zukunft“, sagt Klaus Schultebraucks, Pressesprecher von Innogy, gegenüber biallo.de. „Wir wollen unseren Kunden den Alltag erleichtern, planbarer machen ohne ‚Angst‘ vor einer unerwarteten Nachzahlung.“
 

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de