Auf einen Blick
  • Die Zinsen für Tages- und Festgeld haben in der zurückliegenden Woche erneut einen deutlichen Satz nach oben gemacht.

  • Eine Bank aus Schweden bietet ab sofort für einjähriges Festgeld satte 2,48 Prozent pro Jahr.

  • Auch beim Tagesgeld haben mehrere Anbieter zuletzt an der Zinsschraube gedreht. Der Spitzen-Basiszins liegt aktuell bei 1,61 Prozent pro Jahr. 

  • Die jüngste Entwicklung deutet auf eine Jahresendrallye bei den Sparzinsen hin. Weitere Zinserhöhungen sind bereits für nächste Woche angekündigt.
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Für Festgeld-Anleger ist es ein Ausflug in längst vergessene Zeiten – die Festgeldzinsen markieren aktuell ein Zehnjahreshoch. Für einjähriges Festgeld werden laut Biallo-Index im Schnitt 1,20 Prozent bezahlt – so hoch standen die Zinsen zuletzt im Sommer 2012!

Bestes Beispiel: Die schwedische Klarna Bank, die in dieser Woche noch mal eine Schippe bei ein- und zweijähriger Zinsbindung draufgepackt hat. Für einjähriges Festgeld bieten die Schweden jetzt 2,48 statt 2,18 Prozent, für die zweijährige Zinsbindung 2,67 statt 2,53 Prozent pro Jahr. Zu Jahresbeginn lagen die Vergleichswerte noch bei 0,36 respektive 0,70 Prozent. Damit haben sich die Zinsen bei einjährigem Festgeld seit Jahresanfang fast versiebenfacht!

 

Schwedische Einlagensicherung auf höchstem Niveau

Mit der jüngsten Zinserhöhung schiebt sich Klarna in unserem Festgeld-Vergleich bei den genannten Laufzeiten wieder auf Platz eins, was die Anbieter mit höchster Einlagensicherung angeht. Denn die schwedische Einlagensicherung Riksgälden zählt mit einem Triple-A-Länderrating zu den besten weltweit. Sie garantiert Einlagen bis zu einer Höhe von 1,05 Millionen schwedischen Kronen (SEK) pro Sparer und Institut. Das entspricht aktuell 97 Tausend Euro (Umrechnungkurs vom 25. November 2022).

Dabei sollten Sie aber die möglichen Wechselkursschwankungen berücksichtigen: Wenn die schwedische Krone gegenüber dem Euro in den nächsten Monaten aufwerten sollte, kann die Absicherung umgerechnet auch unter 100.000 Euro fallen. Unser Tipp: Bauen Sie hierfür einen kleinen Sicherheitspuffer von fünf bis zehn Prozent ein, wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen.

 

3,25 Prozent für fünfjähriges Festgeld aus Deutschland

Meldungen über Zinserhöhungen haben wir in den vergangenen Tagen auch von anderen Anbietern wie der österreichischen Vakifbank International, aber auch den deutschen Instituten Bank11 und Isbank erhalten. Letztere sind neben der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung (EdB) auch freiwillige Mitglieder im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). Dadurch belaufen sich die zusätzlichen Sicherungsgrenzen aktuell bei der Isbank auf 31,3 Millionen Euro und bei der Bank11 auf 43,5 Millionen Euro pro Einleger.

Ein regelrechter Zinsknaller kommt von der Alten Leipziger, die ihre Festgeldzinsen je nach Laufzeit teilweise verdoppelt hat und jetzt in der Spitze bis zu 3,25 Prozent für Zinsbindungen von fünf bis zehn Jahren aufruft.

 

Tagesgeldzinsen markieren Neunjahreshoch

Auch die Tagesgeldzinsen scheinen derzeit kein Halten mehr zu kennen. Im Schnitt haben sich die Konditionen seit dem Rekordtief Anfang Juli von 0,05 Prozent auf nunmehr 0,65 Prozent verdreizehnfacht, was dem Niveau vom Sommer 2013 entspricht.

Ganz frisch eingetroffen ist eine Meldung von der maltesischen FCM Bank, die ihren Tagesgeldzins von 1,58 auf 1,61 Prozent noch einmal leicht angehoben hat und keinen Unterschied zwischen Neu- und Bestandskunden macht. 

Weitere positive Impulse kommen von der Bank 11 und der irischen Barclays Bank, die für Neukunden jetzt 1,40 beziehungsweise 1,50 Prozent für vier Monate garantieren. Doch Achtung: Bei Barclays werden ab dem fünften Monat und für Bestandskunden aktuell null Prozent bezahlt! Bei der Bank 11 sind es immerhin variable 0,30 Prozent.

Und auch die schwedische TF Bank hat in dieser Woche eine Schippe draufgelegt: Sie bietet auf dem Tagesgeldkonto jetzt 1,30 statt 1,01 Prozent – sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden. Spitzenreiter unter den Banken mit höchster Einlagensicherung bleibt in unserem Tagesgeld-Vergleich die Advanzia Bank aus Luxemburg, die für Neukunden 1,60 Prozent drei Monate lang garantiert. Ab dem vierten Monat sinkt der Zinssatz bei der Advanzia auf das Bestandskundenniveau von aktuell 0,80 Prozent pro Jahr.

Servus nachhaltiges Festgeld! Servus 3,25 Prozent Zinsen!!

Mit Ihren Einlagen ermöglicht die österreichische Kommunalkredit Invest zukunftssichernde Infrastruktur. Das heißt, sie finanziert Vorhaben wie etwa Schulen, Krankenhäuser, Pflegeheime, Windparks, Solaranlagen et cetera. Ihr Vorteil: Für Erspartes ab 10.000 Euro gibt es attraktive Festgeldzinsen zu unterschiedlichen Laufzeiten – von sechs Monaten bis hin zu fünf Jahren – all das ohne Gebühren oder versteckte Kosten und gutem Gewissen obendrein.  Festgeldzinsen von bis zu 3,25 Prozent sichern!
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Weitere Zinserhöhungen in den nächsten Wochen erwartet

Die Aufwärtsdynamik bei den Tages- und Festgeldzinsen dürfte unserer Meinung nach in den nächsten Wochen anhalten, zumal am 15. Dezember bereits die nächste Leitzins-Erhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) ansteht – womöglich erneut um 75 Basispunkte auf dann 2,75 Prozent. Unser Tipp: Abonnieren Sie  unseren kostenlosen Newsletter, dann bleiben Sie in puncto Tages- und Festgeldzinsen stets auf dem Laufenden! In den nächsten Tagen stehen bereits weitere Zinserhöhungen vor der Tür.

Wenn Sie flexibel auf Zinssteigerungen reagieren wollen, sollten Sie einen Blick auf das sogenannte flexible Festgeld werfen – quasi ein Zwitter aus Tages- und Festgeld. Sie profitieren von einer höheren Verzinsung auf Festgeld-Niveau, erhalten aber ähnliche Flexibilität wie beim Tagesgeld, da Sie das Geld mit einer kurzen Kündigungsfrist jederzeit abziehen können.

Ein besonders attraktives Angebot liefert hier die FCA Bank mit ihrem „Festgeld Plus“. Die Zinsen in Höhe von 2,30 Prozent sind für vier Jahre festgeschrieben und Sie können die Anlage jederzeit mit einer Frist von 32 Tagen kostenlos kündigen. Dadurch wahren Sie sich die Chance, mit einem Teil Ihres Geldes flexibel an einem steigenden Zinsszenario partizipieren zu können.

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