Auf einen Blick
  • Die Festgeldzinsen klettern weiter nach oben und notieren aktuell so hoch wie seit fast sieben Jahren nicht mehr.

  • Zuletzt haben zwei bundesweit agierende Genossenschaftsbanken, eine Bausparkasse und eine italienische Bank ihre Konditionen fürs Festgeld deutlich nach oben geschraubt.

  • Weitere Zinserhöhungen dürften in den nächsten Wochen folgen, denn die Europäische Zentralbank (EZB) wird am 8. September womöglich die größte Zinserhöhung in ihrer Geschichte vollziehen.
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Die Festgeldzinsen scheinen kein Halten mehr zu kennen. Seit dem Rekordtief Mitte April haben sich die Zinsen für einjähriges Festgeld laut Biallo-Index im Schnitt mehr als vervierfacht – von 0,13 auf 0,53 Prozent. Und auch beim Tagesgeld ist die Zinswende mittlerweile angekommen: Der Durchschnittszins verdreifachte sich auf 0,17 Prozent. Das Rekordtief datierte Anfang Juli bei 0,05 Prozent.

 

Italienische FCA Bank bietet 1,50 Prozent für flexibles Festgeld

Ein dickes Ausrufezeichen setzte die italienische FCA Bank mit ihrer Konditionsänderung vom 23. August. Sie führte nicht nur zwei neue Laufzeiten von 18 Monaten und vier Jahren ein, sondern verzehnfachte auch den maximalen Anlagebetrag auf eine Million Euro.

Der Clou bei dem neuen Angebot: Das vierjährige „Festgeld Plus“ mit attraktiven 1,50 Prozent pro Jahr können Sie jederzeit kostenlos kündigen – mit einer Kündigungsfrist von 32 Tagen. Somit genießen Sie hohe Flexibilität, wenn Sie an weiter steigenden Zinsen partizipieren möchten oder das Geld als Notfallreserve parken wollen. Die Zinsen werden bis zu dem Tag berechnet, an dem das Kündigungsschreiben bei der FCA Bank eingeht. 

Bei der Laufzeit von 18 Monaten liegt der Zinssatz bei 1,05 Prozent pro Jahr. Allerdings können Sie dieses Festgeld – wie die restlichen Laufzeiten – nur in Ausnahmefällen kündigen.

Wichtig: Die FCA Bank führt keine Abgeltungssteuer auf Zinserträge ab und Sie können auch keinen Freistellungsauftrag einrichten, da die FCA Bank ihren Sitz in Italien hat. Somit müssen Sie Ihre Zinserträge manuell in Anlage KAP der Einkommensteuererklärung eintragen.

 

Volksbank Mainspitze ab sofort mit 1,55 statt 1,00 Prozent

Auch die bundesweit agierende Volksbank Mainspitze lässt die Herzen der Festgeld-Anleger höherschlagen. Die Genossen haben den Zinssatz für ihr dreijähriges „VR-MeinFestgeld“ von 1,00 auf 1,55 Prozent pro Jahr erhöht und die Mindestanlage von 20.000 auf 10.000 Euro gesenkt. Maximal können Sie 500.000 Euro bei der Volksbank Mainspitze anlegen.

Kleiner Wermutstropfen: Bislang bieten die Hessen nur Festgeld mit dreijähriger Laufzeit an. Zudem gilt das Angebot nur für „frisches“ Geld, das neu eingezahlt wird.

 

BKM Bausparkasse Mainz schießt den Vogel ab

Neuer Spitzenreiter bei Zinsbindungen von fünf bis zehn Jahren ist die BKM Bausparkasse Mainz. Die Rheinland-Pfälzer haben die Zinsen am 25. August teilweise verdoppelt. So winken für fünf Jahre jetzt 2,00 statt 1,00 Prozent pro Jahr.

Den Spitzenzins gibt es bei zehnjähriger Zinsbindung mit 2,50 Prozent pro Jahr (vorher: 1,75 Prozent). Die Mindestanlage beträgt 2.500 Euro, nach oben hin gibt es keine Begrenzung.

 

BBBank offeriert bis zu 1,90 Prozent pro Jahr

Die genossenschaftliche BBBank, die wie die Volksbank Mainspitze bundesweit agiert, schraubt die Festgeldzinsen bei allen Laufzeiten um jeweils 40 Basispunkte nach oben. In der Spitze winken jetzt bis zu 1,90 Prozent pro Jahr für eine Laufzeit von zwölf bis 15 Jahren. Die Mindestanlage beträgt 5.000 Euro, eine Maximalanlage nennt die BBBank nicht.

Feste Zinsen – bis zu 7,00 Prozent von SAMINA!

Jährliche planbare Zinsen – in Zeiten von Niedrigzinsen eine echte Alternative. Bei Invesdor gibt es für Anleger die Möglichkeit in die SAMINA Produktions- und Handels GmbH zu investieren. Dabei winken bis zu 7,00 Prozent Zinsen jährlich. SAMINA ist führender Hersteller von naturkonformen Schlafsystemen. Der Vertrieb erfolgt in über 15 Ländern mit über 18 eigenen Filialen und weiteren 160 Vertriebspartnern sowie 60 Hotelpartnern.  Jetzt in SAMINA investieren und von festen Zinsen profitieren!

Warnhinweis: Der Erwerb dieses Finanzinstruments ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Das öffentliche Angebot dieses Finanzinstruments richtet sich an Anleger mit Sitz oder Wohnsitz in Deutschland und Österreich.

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Weitere Zinserhöhungen im September erwartet

Am 8. September wird die Europäische Zentralbank (EZB) ihre nächste Ratssitzung abhalten. Beim jüngsten internationalen Notenbanken-Treffen in Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming hatten sich bereits mehrere EZB-Ratsmitglieder für einen noch deutlicheren Zinsschritt als im Juli ausgesprochen, als die Leitzinsen jeweils um 0,50 Prozentpunkte stiegen.

Dennoch: Selbst wenn die EZB den Hauptrefinanzierungssatz in der kommenden Woche nur um 0,50 und nicht um 0,75 Prozentpunkte erhöhen würde, dürfte das einen weiteren Schub für die Festgeldzinsen bedeuten. Daher sollten Sie die Zinsbindungen nicht zu lange wählen und ihr Geld am besten auf mehrere Laufzeiten aufteilen.

Generell raten wir, Laufzeiten von maximal drei Jahren anzusteuern und das Geld per Treppenstrategie anzulegen – zum Beispiel über Zeiträume von einem, zwei und drei Jahren. Das hat den Vorteil, dass Sie den frei werdenden Betrag nach einem Jahr erneut anlegen können, zu dann wahrscheinlich noch höheren Zinsen.

Eine Ausnahme stellt sicherlich im Moment das Angebot der BKM Bausparkasse Mainz dar, die 2,50 Prozent pro Jahr für eine zehnjährige Zinsbindung offeriert. Allerdings sollten Sie dann nur Geld investieren, auf das Sie über diesen langen Zeitraum nicht angewiesen sind. Schließlich ist eine Festgeld-Kündigung grundsätzlich nur in Ausnahmefällen möglich, außer es handelt sich wie beim „Festgeld Plus“ der FCA Bank um ein flexibles Festgeld.

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Über den Autor Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach. Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. 2014 baute er in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus als Chefredakteur und Moderator den österreichischen TV-Sender DAF-Austria mit auf. 2016 wechselte er zur Biallo & Team GmbH und übernahm Mitte 2017 die Redaktionsleitung. 

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