Auf einen Blick
  • Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht eine Meldung über eine Zinserhöhung beim Festgeld erhalten.

  • Nachdem bereits zwei Banken aus Holland und Frankreich in dieser Woche erneut an der Zinsschraube gedreht haben, legt nun eine heimische Bank noch mal eine Schippe drauf

  • Der jüngste Aufwärtstrend bei den Festgeldzinsen dürfte sich in den kommenden Wochen bestätigen, wenn nicht sogar beschleunigen.

Das Zinskarussell dreht sich immer schneller. Nach zwei deutlichen Zinserhöhungen aus Frankreich und Holland, zieht jetzt eine weitere Bank aus Deutschland nach: die SWK Südwest-Kreditbank aus Bingen am Rhein. Es ist bereits die dritte Zinserhöhung innerhalb von zwei Monaten. In der Spitze winken jetzt bis zu 2,05 Prozent pro Jahr. Damit ist die SWK neuer Spitzenreiter in unserem Festgeld-Vergleich bei Laufzeiten von acht bis zehn Jahren.

Die Zinserhöhungen der SWK Bank im Überblick

Laufzeit

Zinsen p. a. (alt)

Zinsen p. a. (neu)

1 Jahr

0,60 %

0,60 %

2 Jahre

0,75 %

1,25 %

3 Jahre

0,85 %

1,35 %

4 Jahre

0,90 %

1,45 %

5 Jahre

0,95 %

1,55 %

6 Jahre

1,00 %

1,65 %

7 Jahre

1,05 %

1,75 %

8 Jahre

1,10 %

1,85 %

9 Jahre

1,20 %

1,95 %

10 Jahre

1,30 %

2,05 %

Quelle: Konditionen laut Anbieter.

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Eine attraktive Alternative zum Festgeld sind  Genossenschaftsanteile, wo die Verzinsung noch höher ausfällt. Die  Raiffeisenbank im Hochtaunus zum Beispiel stellt 2,5 Prozent in Aussicht. Die maximale Anlagesumme beträgt 25.000 Euro pro Person. Eine vierköpfige Familie kann somit 2.500 Euro abstauben!

Wie Ihre Einlagen bei der SWK Bank geschützt sind

Da die SWK Bank ein deutsches Institut ist, sind Ihre Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde über die gesetzliche Einlagensicherung der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) geschützt. Als Mindestanlage setzt die SWK Bank 10.000 Euro voraus, maximal können Sie 250.000 Euro anlegen. Generell empfehlen wir, unabhängig vom Herkunftsland des jeweiligen Anbieters, nicht mehr als 100.000 Euro pro Institut anzulegen. Die Zinszahlung erfolgt bei der SWK Bank jährlich beziehungsweise bei einjähriger Zinsbindung zum Laufzeitende.

Auch wenn die Zinsen am langen Ende bei nahezu allen Anbietern derzeit deutlich attraktiver erscheinen als am kurzen Ende, sollten Sie sich nicht zu lang an eine Bank binden. Wir raten aktuell zu einer maximalen Laufzeit von zwei Jahren. Denn wir gehen davon aus, dass die Festgeldzinsen in den kommenden Wochen weiter steigen werden, spätestens wenn die EZB die Leitzinsen im Juli und September zum ersten Mal seit elf Jahren anhebt.

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Treppenstrategie beim Festgeld kann sich lohnen

In einem steigenden Zinsszenario empfiehlt es sich zudem, das Geld auf unterschiedliche Laufzeiten zu verteilen – zum Beispiel auf sechs, zwölf und 18 Monate. Das hat den Vorteil, dass Sie flexibel auf weitere Zinserhöhungen reagieren können, indem Sie den freiwerdenden Betrag stets zu dann voraussichtlich noch höheren Zinsen anlegen können.

Bestes Festgeld aus Deutschland bei kurzen Laufzeiten

Das beste Festgeld mit deutscher Einlagensicherung für kürzere Laufzeiten bietet derzeit die Creditplus Bank, die zum 13. Juli die Zinsen noch mal angehoben hat – seit Ende April bereits zum fünften Mal. So winken jetzt beispielsweise bei einem Jahr 0,80 statt 0,70 Prozent und bei zwei Jahren 1,30 statt 1,20 Prozent. 

Positiv: Neben der gesetzlichen Einlagensicherung ist die Creditplus auch freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Dadurch beläuft sich die zusätzliche Sicherungsgrenze bei der Creditplus Bank auf rund 55 Millionen Euro pro Einleger.

Wichtig: Tagesgeld und Festgeld eignen sich nicht für den langfristigen Vermögensaufbau, denn die hohe Inflation werden Sie mittel- bis langfristig mit beiden Anlageklassen wohl kaum schlagen können. Um Vermögen aufzubauen, sollten Sie besser auf ETF-Sparpläne setzen. Für die kurzfristige Liquiditätssicherung sind Tages- und Festgeld allerdings nach wie vor die erste Wahl.

Biallo-Tipp: Comeback fürs Festgeld!

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