Auf einen Blick
  • Die Zinswende könnte bereits im Juli Realität werden. Genau darauf bereiten sich die Banken vor und erhöhen teilweise deutlich die Zinsen.

  • Doch nicht nur das: Manches Geldhaus führt sogar wieder Zinsprodukte ein, die wegen der jahrelangen Zinsflaute inklusive Negativzins abgeschafft wurden – so etwa die ING.

  • Wir zeigen Ihnen, wie sich die Tages- und Festgeldzinsen im laufenden Jahr entwickelt haben und welche Bank am stärksten an den Konditionen dreht.
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Egal, ob Tages- oder Festgeld – es tut sich was bei den Sparzinsen. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte bereits die Zinswende im Juli einläuten. Genau darauf bereiten sich derzeit viele Banken vor und erhöhen zum Teil kräftig die Zinsen. Doch nicht nur die Zinsen steigen: Selbst tot geglaubte Produkte werden wieder ins Leben gerufen – so wie das legendäre Extra-Konto der ING.

 

Diese Banken haben die Zinsen erhöht

In den vergangenen Wochen und Monaten konnten wir von biallo.de einen deutlichen Anstieg der Festgeldzinsen verzeichnen. Prominentes Beispiel: die Deutsche Pfandbriefbank (Pbb Direkt). Das Geldhaus aus Garching bei München erhöhte seine Festgeldzinsen etwa bei einem Jahr Laufzeit von 0,30 auf 0,50 Prozent, bei zwei Jahren von 0,50 auf 0,80 Prozent pro Jahr. Damit bietet die Pbb Direkt derzeit das höchst verzinste Festgeld mit deutscher Einlagensicherung.

Zinsen der Pbb Direkt im Überblick

Laufzeit Festgeldzinsen pro Jahr
12 Monate 0,50 %
2 Jahre 0,80 %
3 Jahre 1,25 %
5 Jahre 1,50 %
10 Jahre 2,00 %

Quelle: Angaben des Anbieters; Stand 1. Juni 2022.

Ein weiterer interessanter Fall ist die SWK Bank aus Bingen am Rhein. Gab es bis Mitte Mai noch null Prozent aufs Festgeld, bezahlt die Bank jetzt attraktive 0,40 Prozent pro Jahr, bei einjähriger Laufzeit. Auch die deutsche Creditplus Bank verdoppelte die Zinsen für einjähriges Festgeld von 0,15 auf 0,30 Prozent.

Beim Tagesgeld zeigen sich die Banken allerdings noch zugeknöpft, mit einigen positiven Ausnahmen. So verdoppelte die Renault Bank Direkt ihren Tagesgeldzins von 0,10 auf 0,20 Prozent pro Jahr – für drei Monate garantiert.

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Der Biallo-Index zieht an

Diese Entwicklung geht auch am Biallo-Index, der Durchschnittszins aller auf biallo.de gelisteten Angebote, nicht spurlos vorüber. So sind die Zinsen für einjähriges Festgeld allein in den vergangenen sechs Wochen vom Allzeittief von 0,13 auf aktuell 0,18 Prozent gestiegen – macht ein Plus von knapp 40 Prozent.

Biallo-Tipp: Comeback fürs Festgeld!

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Zinswende bei Laufzeit einplanen

In der aktuellen Situation empfehlen wir Ihnen, sich nur maximal für zwei Jahre an eine Festgeldanlage zu binden. Wenn Sie Ihren Anlagebetrag beispielsweise dritteln und auf sechs, zwölf und 18 Monate aufteilen, haben Sie von allem ein wenig: Flexibilität und etwas höhere Zinsen. Experten sprechen auch von der sogenannten Leiter- oder Treppenstrategie.

 

Die EZB steht vor einem Dilemma

Eine Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) unter 700 Jugendlichen vom September 2021 ergab, dass rund 44 Prozent nicht wissen, was Inflation ist. Diese Bildungslücke dürfte aber bald geschlossen werden, errechnete doch das Statistische Bundesamt für den Mai eine Inflation von 7,9 Prozent.

Die europäischen Währungshüter stehen hingegen vor einem ganz anderen Problem. Zwar könnte die EZB mit einer Zinserhöhung die steigende Inflation bekämpfen. Doch bei einer zu deutlichen Erhöhung der Leitzinsen könnten einige hoch verschuldete EU-Staaten in Schieflage geraten.

Daher rechnen viele Experten damit, dass die EZB bei ihrer nächsten Ratssitzung im Juli nicht den Leitzins erhöhen, sondern vielmehr den negativen Einlagenzins kassieren könnte. Den zahlen in erster Linie Geldinstitute, die überschüssiges Geld bei der EZB parken möchten.

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Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
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