Produktcheck Festgeld First-Save

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
27.02.2015
Auf einen Blick
In Großbritannien gibt es deutlich höhere Festgeld-Zinsen als hierzulande - zumindest bei First-Save. Auch Deutsche können dort hier Geld anlegen. Ein Test:
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Merkmale

Deutsche Sparer, die nach Zinsen lechzen, können nun in Großbritannien fündig werden. Die dort ansässige First-Save Bank bietet für eine einjährige Laufzeit einen Zinssatz in Höhe von 1,50 Prozent. Dazu müssen hiesige Sparer gar nicht ins Flugzeug steigen und nach England fliegen. Das Festgeld-Konto können Sie in einem zweistufigen Verfahren und unter den üblichen Scherheitsbedingungen über den Dienstleister Weltsparen aus Deutschland abschließen. Das Geld ist schließlich bei der britischen First-Save Bank angelegt. Das Bankhaus bietet die britische Einlagensicherung, die mit einer Höhe von 100.000 Euro den deutschen bzw. europäischen Standards entspricht. First-Save nimmt pro Kunde maximal 100.000 Euro entgegen, mindestens fordert das Institut 10.000 Euro. First Save ergebt weder Kontoeröffnungs-, Verwaltungs- noch Überweisungsgebühren.

First-Save Euro ist eine Marke der FBN Bank (UK) mit Hauptsitz in London. Derzeit hat die Bank rund 33.000 Kunden.

Stärken

Die Verzinsung liegt deutlich über dem Marktdurchschnitt. Positiv ist auch, dass Einlagen nicht automatisch erneut angelegt werden. Daneben bietet die Bank zu 100 Prozent die gesetzliche Einlagensicherungsfonds Großbritanniens. Das Wechselkursrisiko entfällt, da Kundeneinlagen in Euro geführt werden.

Schwächen

Das zweistufige Anmeldesystem über Weltsparen ist auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Die Einlagensicherung entspricht zwar den gesetztlichen Standards, liegt aber unterhalb dessen, was deutsche Banken größtenteils bieten. Da jedoch ohnehin nur 100.000 Euro angelegt werden können, ist dieser Nachteil unerheblich. Außerdem sind die Gelder nicht vorzeitig verfügbar. First-Save bietet lediglich eine Laufzeitlänge an: ein Jahr.


Wettbewerber

Im Bereich einjähriger Festgelder konkurriert First-Save, was den Zins angeht, mit Alior Bank, VTB Direktbank, Sberbank und Credit Agricole. Wer lieber auf die deutsche Einlagensicherung vertraut, kann auf die Creditplus Bank setzen, die weit mehr garantiert als die gesetzliche deutsche Einlagensicherung.

Fazit: Für Deutsche Sparer bietet First-Save eine interessante Alternative zu inländischen Banken. Allerdings eignet sich das Angebot nicht für Sparer, die ihr Geld nicht exakt für ein Jahr anlegen möchten.

Bewertung
First-Save - Festgeld
Zinsen (50 Prozent) Zinshöhe (50%) 5 Zinsstabilität Rückschau (25%) 4 Zinsstabilität Ausblick (25%) 5 4.8
Sicherheit (25 Prozent) Sicherheit (100%) 3 3.0
Nebenbedingungen (15 Prozent) Rahmenbedingungen (50%) 5 Mindest-/Höchstanlage (35%) 2 Aktionszeitraum (15%) 5 4.0
Service (10 Prozent) Kommunikationswege (30%) 4 Kontoeröffnung (70%) 2 2.6
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.0
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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