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Auf einen Blick
  • Der schwedische Finanzdienstleister Klarna hat zum dritten Mal die Festgeldzinsen bei allen Laufzeiten deutlich erhöht.

  • Aktuell winken etwa 0,73 Prozent für zwölf Monate, bei zwei Jahren sind es sogar 1,04 Prozent pro Jahr.

  • Auch in Sachen Sicherheit kann die Klarna punkten. Denn die schwedische Einlagensicherung gilt als eine der sichersten weltweit.

  • Mehr Zinsen bieten derzeit nur die italienische FCA Bank.
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Das Zinskarussell dreht sich bei der Klarna immer schneller: Erst vor wenigen Tagen haben wir über eine Zinserhöhung der Schweden berichtet. Schon zum dritten Mal innerhalb von nur drei Wochen erhöhen die Schweden ihre Festgeldzinsen bei allen Laufzeiten deutlich. Sie bekommen ab sofort für zwölf Monate satte 0,73 Prozent statt wie bisher 0,62 Prozent Festgeldzinsen. Bei zwei Jahren winken sogar 1,04 Prozent pro Jahr (zuvor 0,84 Prozent). 

  • Biallo-Tipp: Wenn Sie mehr Flexibilität möchten, sollten Sie sich die kurzlaufenden Festgelder näher ansehen. Für sechs Monate gibt es bei Klarna 0,42 Prozent, bei der FCA Bank sogar 0,61 Prozent.

Konditionen im Überblick

Laufzeit Zinsen pro Jahr
 3 Monate
 0,00 %
 6 Monate
 0,42 %
 12 Monate
 0,73 %
 24 Monate
 1,04 %
 36 Monate
 1,14 %
 48 Monate
 1,21 %

Quelle: Angaben des Anbieters / Stand 20. September 2021.

Wichtig: Da das Festgeldangebot in Sachen Zinshöhe und Sicherheit derzeit zu den besten gehört, fließt in kurzer Zeit sehr viel Geld an das schwedische Geldhaus. Erfahrungsgemäß wird dann der Zins recht schnell wieder deutlich reduziert. Der Zinssatz gilt nur, wenn das Geld auch bei der Klarna eingegangen ist und eben nicht der Zeitpunkt der Kontoeröffnung.

 

Mit Klarna-Festgeld Negativzinsen umgehen

Während immer mehr Banken Negativzinsen für die Ersparnisse ihrer Kundinnen und Kunden verlangen, zahlen die Schweden immer höhere Zinsen. Damit eignet sich das Festegeld von Klarna auch, um die Minuszinsen der Deutschen Banken zu vermeiden. Bis zu 500.000 Euro können Sie bei Klarna als Festgeld anlegen, ohne ein Verwahrentgelt zu bezahlen. Im Gegenteil: Sie bekommen sogar noch einen verhältnismäig guten Zins für Ihre Guthaben.

 

So sicher ist Ihr Geld bei Klarna

Neben der Zinshöhe sollten Sie auch die Sicherheit ihrer Festgeldanlage im Auge behalten. Denn es gilt: Die Einlagensicherung ist nur so stark, wie der Staat, der diese garantiert. Die gesetzliche schwedische Einlagensicherung von 1,05 Millionen Schwedischen Kronen (ca. 103.000 Euro) kann mit der aus den Niederlanden, Luxemburg oder Deutschland mithalten. Denn alle namhaften US-Ratingagenturen bescheinigen dem Königreich Schweden eine exzellente Bonität.

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Was ist steuerlich zu beachten?

Die Zinserträge werden Ihnen direkt auf Ihr Referenzkonto überwiesen. Als schwedisches Institut führt Klarna nicht automatisch Steuern an den deutschen Fiskus ab, sondern ist in der Pflicht, die schwedische Steuerbehörde (Skatteverket) über Zinszahlungen zu informieren. Diese wiederum leitet die Informationen an das Bundeszentralamt für Steuern weiter. Sie müssen also selbst Ihre Kapitalerträge mit der Anlage KAP dem Finanzamt melden.

 

Was haben deutsche Anbieter zu bieten?

Das derzeit beste Festgeld mit deutscher Einlagensicherung kommt von der Isbank mit immerhin 0,37 Prozent für zwölf Monate. Wenn Sie sich zwei Jahre an das Geldhaus binden, bekommen Sie 0,46 Prozent pro Jahr.

 

Tagesgeldzinsen auf Rekordtief

Während es beim Festgeld Erfreuliches zu berichten gibt, verharren die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen laut Biallo-Index weiterhin auf dem Rekordtief von 0,07 Prozent pro Jahr.
Doch wer gründlich vergleicht, kann auch damit noch seinen Schnitt machen. Bei der Bigbank aus Estland beispielsweise erhalten Sie zum Betrachtungszeitpunkt 0,30 Prozent. Bei der zur Santander-Gruppe gehörenden Openbank können Sie 0,25 Prozent Tagesgeldzinsen pro Jahr abstauben.

Bei den Neukundenangeboten sieht es hingegen mau aus. Auf biallo.de offeriert nur noch die Südtiroler Sparkasse eine spezielle 0,20 Prozent für Neukunden – das aber 90 Tage garantiert.


Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
  Kevin Schwarzinger