Auf einen Blick
  • Der schwedische Finanzdienstleister Klarna hat schon wieder die Festgeldzinsen erhöht – das vierte Mal innerhalb von nur zwei Monaten.

  • So bietet Klarna unter anderem bei einer Laufzeit von zwölf Monaten mehr als dreimal so viel Zinsen wie der Wettbewerb.

Klarna befeuert das Zinskarussell und erhöht zum vierten Mal innerhalb von nur acht Wochen die Festgeldzinsen. Für einjähriges Festgeld steigen die Zinsen um zehn Basispunkte auf 1,45 Prozent. Etwas weniger deutlich fällt der Zinsschritt bei 36 Monaten aus. Hier erhöhen sich die Konditionen von 1,75 auf 1,80 Prozent pro Jahr. Am stärksten schlägt die Erhöhung bei der maximalen Laufzeit von 48 Monaten zu Buche – von 1,75 auf 1,90 Prozent pro Jahr.

Festgeldzinsen der Klarna im Detail

Laufzeit Zinsen p.a. alt Zinsen p.a. neu
6 Monate 0,75 % keine Erhöhung
12 Monate 1,35 % 1,45 %
24 Monate 1,75 % keine Erhöhung
36 Monate 1,75 % 1,80 %
48 Monate 1,75 % 1,90 %

Quelle: Angaben des Anbieters; Stand 4. August 2022. Anlagebetrag bis 500.000 Euro.

 

Einlagensicherung und Währungsrisiko beachten

Anders als bei anderen Banken innerhalb der Europäischen Union ist Ihr Erspartes nicht in Euro, sondern in Schwedischen Kronen abgesichert – genauer gesagt sind es 1,05 Millionen Schwedische Kronen (SEK) pro Anlegerin oder Anleger. Das sind umgerechnet derzeit gut 100.100 Euro (Stichtag 3. August 2022). Zwar können Sie bei den Schweden bis zu 500.000 Euro auf dem Festgeldkonto parken, allerdings werden eben nur die 1,05 Millionen SEK auch durch die schwedische Einlagensicherung gesetzlich garantiert.

Zudem sollten Sie das Währungsrisiko beachten und einen Sicherheitspuffer einbauen. Daher empfehlen wir Anlegerinnen und Anlegern, die auf Nummer sicher gehen wollen, gegenwärtig nicht mehr als 95.000 Euro zu investieren.

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Festgelder aus Deutschland wieder attraktiv

Wer lieber auf die deutsche Einlagensicherung setzen möchte, für den gibt es gute Nachrichten. Denn in den vergangenen Wochen und Monaten haben Festgelder aus Deutschland deutlich an Attraktivität gewonnen. So bieten etwa die SWK Bank und die IKB Deutsche Industriebank bei einer zweijährigen Laufzeit 1,40 Prozent beziehungsweise 1,33 Prozent Festgeldzinsen pro Jahr. Die ABC Bank sowie Creditplus können mit jeweils 1,30 Prozent aufwarten.

Der Vorteil bei IKB, ABC Bank und Creditplus: Alle Geldhäuser sind Mitglieder im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Dadurch genießen Sie als Anleger einen Einlagenschutz in Millionenhöhe. Bei der IKB sind es mehr als 253 Millionen, bei der ABC Bank gut 33 Millionen und bei Creditplus circa 55 Millionen Euro pro Anleger.

 

Flexibel bleiben und auf Tagesgeld setzen

Wer bei den voraussichtlich weiter steigenden Zinsen am Ball bleiben möchte, der sollte sich die aktuellen Tagesgeldangebote genauer ansehen. Die derzeit höchsten Tagesgeldzinsen auf biallo.de ruft die maltesische FCM Bank mit 0,51 Prozent pro Jahr auf. Gefolgt von der Advanzia Bank aus Luxemburg mit 0,50 und der französischen Renault Bank Direkt mit 0,45 Prozent pro Jahr.

Biallo-Lesetipp: Plötzlich ist Festgeld wieder da!

Kaum hatte die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinswende verkündet, legten viele Banken und Sparkassen den Schalter um. Statt neue Kunden mit Negativzinsen abzuschrecken, lockt heute schon fast jede zweite Sparkasse und jede dritte Volks- und Raiffeisenbank wieder mit Sparprodukten, allen voran Festgeld-Offerten. Einige hängen dabei sogar eherne Grundsätze wie das Regionalprinzip an den Nagel. So wirbt die hessische Volksbank Mainspitze bundesweit um neue Kunden mit einem Zins von 1,00 Prozent bei einer Anlagedauer von drei Jahren und einer Mindestanlage von 20.000 Euro. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber der Woche

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Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
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