Auf einen Blick
  • In dieser Woche haben gleich vier Banken ihre Festgeldzinsen erhöht – darunter auch zwei namhafte deutsche Banken.

  • Ein Geldhaus bietet sogar extra Konditionen für Neukunden an. Das kannte man bislang eigentlich nur beim Tagesgeld.

  • Bereits für die kommende Woche haben zahlreiche Geldhäuser weitere Zinsschritte angekündigt.
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Seitdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihren ersten Zinsschritt für Juli angekündigt hat, gibt es kein Halten mehr. Nachdem bereits in der vergangenen Woche drei Banken ihre Festgeldzinsen nach oben geschraubt hatten, wagten sich in dieser Woche gleich vier Geldhäuser aus der Deckung, um mit Zinserhöhungen auf Kundenfang zu gehen.

 

Deutsche Industriebank – viermal mehr Zinsen für zwei Jahre

Die Deutsche Industriebank (IKB) war – wie viele deutschen Banken in der vergangenen Zeit – nicht für attraktive Festgeldzinsen bekannt. Doch damit ist nun Schluss. Denn das Geldhaus aus Düsseldorf hat die Festgeldzinsen für alle Laufzeiten deutlich erhöht. So gibt es unter anderem für ein Jahr statt wie bisher 0,10 Prozent ab sofort 0,40 Prozent Zinsen. Wer sich für zwei Jahre bindet, bekommt 1,00 Prozent statt zuvor 0,25 Prozent pro Jahr.

Gerade jetzt, wo immer mehr Banken ihre Zinsen erhöhen, sollten Sie als Anlegerin oder Anleger auf kurze Laufzeiten setzen – und auch da kann die IKB mit überdurchschnittlichen Zinsen aufwarten. Wenn Sie sich zum Beispiel für neun Monate an das Festgeld der IKB binden, bekommen Sie 0,35 Prozent Zinsen pro Jahr.

Positiv auch: Bei der IKB ist Ihr Geld gleich in zweierlei Hinsicht abgesichert. Neben der gesetzlichen deutschen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro je Sparer, ist die IKB auch Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Dadurch sind Einlagen bis zu einer Gesamtsumme von gut 248 Millionen Euro pro Person geschützt.

 

AKF Bank – höhere Festgeldzinsen nur für Bestandskunden

Auch die AKF Bank aus Wuppertal fügt sich in die Reihe der Banken ein, die ihre Festgeldzinsen erhöhen – allerdings nur für Bestandskunden. So erhalten Bestandskunden seit dem 23. Juni unter anderem für ein Jahr 0,30 Prozent, bei zwei Jahren sind es 0,50 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Wenn Sie als Neukunde ein Festgeldkonto abschließen möchten, erhalten Sie für ein Jahr nur 0,10 Prozent Zinsen.

Im Gegensatz zur IKB ist die AKF Bank nicht Mitglied im Einlagensicherungsfonds. Damit ist lediglich die gesetzlich garantierte Summe von 100.000 Euro je Sparer abgesichert.

 

NIBC Direct – attraktive Zinsen aus Holland

Zum 23. Juni hat auch die niederländische Direktbank NIBC Direct ihre Festgeld-Konditionen deutlich verbessert. Sie erhalten etwa für einjähriges Festgeld nun 0,45 Prozent statt zuvor 0,25 Prozent. Bei 18 Monaten Laufzeit sind es 0,65 Prozent (zuvor: 0,30 Prozent). Ihr Geld ist dabei bis zu einer Summe von 100.000 Euro über die niederländische Einlagensicherung abgesichert. Wie Deutschland auch, bewertet die renommierte US-Ratingagentur Standard and Poor’s die Niederlande mit „AAA“, also mit der höchsten Bonitätsstufe.

Tagesgeld: Top-Zinsen, täglich verfügbar, sicher und einfach

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Denizbank mit Aktionszins

Die österreichische Denizbank bietet bis zum 29. Juli 2022 einen Aktionszins für Neukunden. Wie hoch die Zinsen dabei ausfallen, hängt davon ab, ob Sie das Festgeld über das Internet oder über die Banking-App „DenizMobile“ abschließen. Schließen Sie etwa ein Festgeld mit Laufzeit von 18 Monaten über das klassische Internetbanking ab, erhalten Sie 0,25 Prozent, nutzen Sie stattdessen die App gibt es 0,30 Prozent Zinsen. Es gilt die österreichische Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person.

 

Was ist eigentlich mit Tagesgeldern?

Während etliche Banken ihre Festgeldzinsen in den vergangenen Wochen erhöht haben, zeigen sich die Geldhäuser beim Tagesgeld noch zurückhaltend. Das derzeit höchst verzinste Tagesgeld auf biallo.de bietet die estnische Bigbank mit 0,35 Prozent pro Jahr, auf den weiteren Plätzen folgen die TF Bank und Renault Bank direkt mit je 0,20 Prozent. Letztere garantiert den Zinssatz sogar für drei Monate. Danach greift der variable Zinssatz von 0,05 Prozent für Beträge bis 100.000 Euro.

 

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Die jüngsten Zinserhöhungen dürften erst der Anfang sein. Die Zinswende ist voll in Fahrt und bereits für die kommende Woche haben zahlreiche Banken Zinserhöhungen angekündigt. Wenn Sie keine Zins-Nachricht mehr verpassen möchten, sollten Sie den kostenlosen Newsletter von biallo.de abonnieren. Dieser erscheint zweimal in der Woche, informiert über alle Themen rund um Ihre Geldanlage und Sie bleiben in puncto Festgeldzinsen immer am Ball.

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Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
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