Die aktuell besten Festgeldzinsen im Vergleich

Ob Filialbank, Onlinebank, Genossenschaftsbank oder die Sparkasse vor Ort: Im Festgeld-Vergleich von biallo.de finden Sie die tagesaktuellen Festgeldzinsen von mehr als 100 Angeboten – und nicht nur aus Deutschland. So listen wir beispielsweise auch Geldhäuser aus Frankreich, Luxemburg, Italien und den Niederlanden.

Tagesgeld
Festgeld
Sparbriefe
Biallo-Tipp: Es gibt regionale Anbieter mit günstigen Konditionen. Diese zeigen wir Ihnen nach Eingabe Ihrer Postleitzahl.
ANBIETER
ZINSSATZ
BEWERTUNG
S&P-LÄNDERRATING
PRODUKTDETAILS
1
Pbb direkt

1,75 %

87,50

4,9 / 5

★★★★★
★★★★★
AAA Deutschland

höchste Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Anlage ohne Limit
  • Onlineangebot
2
Yapi Kredi

1,75 %

87,50

4,9 / 5

★★★★★
★★★★★
AAA Niederlande

höchste Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Anlage ohne Limit
  • Onlineangebot
3
Klarna Bank AB

1,70 %

85,00

5 / 5

★★★★★
★★★★★
AAA Schweden

höchste Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Onlineangebot
4
abcbank

1,30 %

65,00

4,3 / 5

★★★★★
★★★★★
AAA Deutschland

höchste Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Onlineangebot
5
Renault Bank direkt

1,30 %

65,00

4 / 5

★★★★★
★★★★★
AA Frankreich

hohe Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Anlage ohne Limit
  • Onlineangebot
6
IKB Deutsche Industriebank

1,25 %

62,50

4,3 / 5

★★★★★
★★★★★
AAA Deutschland

höchste Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Onlineangebot
7
Isbank

1,05 %

52,50

3,7 / 5

★★★★★
★★★★★
AAA Deutschland

höchste Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Onlineangebot
8
Procredit Bank

1,00 %

50,00

3,7 / 5

★★★★★
★★★★★
AAA Deutschland

höchste Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Anlage ohne Limit
  • tel. Kontoführung
  • Onlineangebot
9
FCA Bank S.p.A.

0,95 %

47,50

3 / 5

★★★★★
★★★★★
BBB Italien

gute Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • tel. Kontoführung
  • Onlineangebot
10
Kommunalkredit Invest

0,80 %

40,00

3,5 / 5

★★★★★
★★★★★
AA+ Österreich

hohe Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Onlineangebot
11
LeasePlan Bank

0,70 %

35,00

3,2 / 5

★★★★★
★★★★★
AAA Niederlande

höchste Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • Onlineangebot
12
Cronbank

0,25 %

12,50

2,6 / 5

★★★★★
★★★★★
AAA Deutschland

höchste Sicherheit

  • 100% Einlagensich.
  • tel. Kontoführung
  • Onlineangebot
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand: 27.09.2022

So wählen Sie die richtige Laufzeit

Wie anfangs bereits erwähnt, empfehlen wir, Festgeld maximal für zwei Jahre anzulegen. Die lang ersehnte Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte im laufenden Jahr Realität werden. Daher sollten Anlegerinnen und Anleger nicht komplett ihre Munition verschießen.

Nutzen Sie die Treppenstrategie

Deshalb unser Rat: Splitten Sie Ihren Anlagebetrag für das  Termingeld in gleich hohe Tranchen und verteilen Sie diese auf unterschiedliche Laufzeiten. Experten sprechen auch von der sogenannten Leiter- oder Treppenstrategie. Bei einer Gesamtanlage von 30.000 Euro zum Beispiel legen Sie die ersten 10.000 Euro für sechs Monate, die zweiten für ein Jahr und den Rest für zwei Jahre an.

Vorteil: Wenn das erste Festgeld in sechs Monaten frei wird, können Sie den Betrag erneut – zu dann hoffentlich höheren Zinsen – für zwei Jahre anlegen. So verfahren Sie dann auch jeweils mit den anderen freiwerdenden Beträgen. Das Ganze funktioniert natürlich auch mit kürzeren Laufzeiten, zum Beispiel sechs, zwölf und 18 Monate.

Dieses Stufenmodell kommt allerdings nur in einem steigenden Zinsszenario voll zum Tragen. Denn falls die Festgeld-Zinsen langfristig weiter sinken sollten, bekommen Sie für die freiwerdenden Beträge weniger Zinsen als bei Vertragsabschluss und wären mit einer Einmalstrategie wohl besser gefahren.

Wann beginnt die Laufzeit?

Die Festgeldanlage beziehungsweise Laufzeit startet, sobald das Geld auf dem Konto eingegangen ist. Sinken zwischenzeitlich die Konditionen und es ist noch kein Geld eingegangen, kann es sein, dass sich Sparer mit einem deutlich niedrigeren Zins zufrieden geben müssen.

Weil solcher Frust öfter vorkommt, haben wir allen relevanten Banken aus unserem Festgeld-Vergleich drei Fragen gestellt:

Wenn Sie den Zins senken, was passiert dann mit jenen Konten, die bereits eröffnet sind, aber auf die das Geld noch nicht eingezahlt wurde? Bekommen diese Kunden noch den alten Zins, wenn eine gewisse Frist für die Einzahlung gewahrt wird und wenn ja, wie lautet diese? Oder bekommen neue Kunden generell immer den Zinssatz, der am Tag der Gutschrift auf dieses neu eröffnete Konto gilt?

Wenn der Tag der Gutschrift zählt

Fünf der von uns befragten Banken halten sich strikt an den Zinssatz, der an dem Tag der Gutschrift auf dem Kundenkonto gilt. Gleich ob der nun höher oder niedriger ist. Das sind diese Anbieter:
  • Cronbank
  • IKB
  • SWK Bank
  • Ziraat Bank
Über höhere Zinsen wird sich zwar kein Geldanleger beschweren. Aber gerade in Zeiten von Niedrig- und Negativzinsen kann eine kurzfristige Zinssenkung sehr ärgerlich sein – besonders wenn Ihnen nach der Kontoeröffnung nicht genügend Zeit bleibt, das Geld zu überweisen und sich auf diese Weise den versprochenen Zins für einen längeren Zeitraum zu sichern.

Fristen von bis zu 30 Tagen für Überweisungen aufs neue Festgeldkonto

Die Mehrzahl der von uns befragten Banken haben kundenfreundliche Lösungen gefunden. Sie räumen eine gewisse Frist von bis zu 30 Tagen ein, bis das Geld nach Kontoeröffnung überwiesen sein muss, um den bisherigen Zins zu erhalten.

Die Isbank hat eine ganz simple, pragmatische Regelung: „Bei unserem Festgeldprodukt haben die Zinssätze nach den eingereichten Aufträgen zehn Tage Gültigkeit.“

Am großzügigsten erweist sich die Regelung, die die italienische FCA Bank ihren neuen Kundinnen und Kunden gönnt. So ist der beantragte Zins bei der FCA Bank so lange gültig, bis der komplette Anlagebetrag innerhalb von 30 Werktagen eingeht.

Prognose für Festgeld-Zinsen

Die Entwicklung der Festgeld-Zinsen hängt stark von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. Es war der 10. März 2016 – ein Datum, das sich in das Gedächtnis der meisten Sparerinnen und Sparer eingebrannt hat. Es war nämlich der Tag, an dem die EZB unter dem damaligen Präsidenten Mario Draghi den Leitzins zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Leitzins auf null Prozent gesenkt hatte. Doch der eigentliche Verfall der Festgeld-Zinsen fing deutlich früher an. Gab es im Jahr 2008 noch im Schnitt mehr als vier Prozent auf einjähriges Festgeld (der Leitzins lag im Juli 2008 bei 4,25 Prozent), waren es 2016 nur noch 0,63 Prozent. Aktuell sind es – wie anfangs erwähnt – lediglich 0,24 Prozent pro Jahr.

Doch die Zeiten der Niedrigszinsen neigt sich zu Ende: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrer letzten Ratssitzung offiziell bestätigt, dass sie die Leitzinsen bei ihrem nächsten Treffen am 21. Juli zum ersten Mal seit elf Jahren anheben will – und zwar um 0,25 Prozentpunkte. Ein weiterer Zinsschritt soll dann im September folgen. Ob dieser noch deutlicher ausfallen wird, ließ die EZB offen.

Warum sind Festgeld-Zinsen höher als Tagesgeld-Zinsen?

Laut Biallo-Index liegen die Festgeld-Zinsen im Schnitt deutlich höher als die  Tagesgeld-Zinsen. Doch wie kann das sein? Sparer können beim Festgeld während der Laufzeit kein Kapital abziehen. Bedeutet: Das gesamte Ersparte ist bis zum Ablauf der Anlage blockiert. Das gibt der Bank oder Sparkasse die Möglichkeit, länger mit dem Geld der Anlegerinnen und Anleger zu "arbeiten". Daher sind in der Regel die Festgeld-Zinsen höher als die Tagesgeld-Zinsen.

Muss man Zinserträge versteuern?

Haben Sie Ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, sind Sie auch mit Ihrem gesamten Einkommen hier steuerpflichtig. Auf Zinserträge fällt die sogenannte Abgeltungssteuer von 25 Prozent an, zuzüglich Soli und eventueller Kirchensteuer, macht das im Worst-Case fast 28 Prozent. Allerdings können Sie einen Freistellungsauftrag erteilen und so dafür sorgen, dass Ihnen die gesamten Festgeld-Zinsen erhalten bleiben. Der Freistellungsauftrag hilft Ihnen dabei, Ihren Sparerpauschbetrag wahrzunehmen und somit Erträge von bis zu 801 Euro ohne steuerliche Abzüge einzustreichen. Für Ehepaare gilt der doppelte Satz.

Bei Festgeldanlagen im Ausland kann der ausländische Fiskus eine  Quellensteuer erheben. Wie viel Quellensteuer der ausländische Staat dabei einbehalten darf, ist von Land zu Land unterschiedlich. Mit einer sogenannten Ansässigkeitsbescheinigung können Anleger diese Steuer reduzieren oder gar gänzlich vermeiden.

Diese fünf Faktoren bestimmen die Höhe der Festgeld-Zinsen

1. EZB-Leitzins

Ein wichtiger Taktgeber für die Festgeld-Zinsen ist – wie bereits erwähnt – der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB), auch Hauptrefinanzierungssatz genannt. Das ist der Zinssatz, zu dem sich Banken und Sparkassen über eine kurze Laufzeit, exakt sieben Tage, Zentralbankgeld für ihre Refinanzierung besorgen. Im Gegenzug hinterlegen die Kreditinstitute bei der EZB notenbankfähige Sicherheiten, wie etwa Wertpapiere oder Kredite.

Liegt der Leitzins der EZB wie aktuell bei null Prozent, ist es für die Kreditinstitute deutlich attraktiver, billiges Geld von der Zentralbank zu leihen statt von ihren Kundinnen und Kunden, zum Beispiel in Form von Festgeld, wo sie deutlich mehr Zinsen bezahlen müssen.

Auf der anderen Seite sind die Kreditinstitute im Zuge der neuen Bankenregulierung "Basel III" bei ihrer Refinanzierung auch zunehmend auf Spareinlagen mit längeren Laufzeiten wie etwa Festgeld angewiesen, da sie bei der EZB eine sogenannte Mindestreserve vorhalten müssen. Das Einlagengeschäft schafft für die Banken auch eine gewisse Planungssicherheit für den Fall, dass die EZB den "Geldhahn" wieder zudreht, da die Kunden im Festgeld gebunden sind.

Das bedeutet, dass Banken im Hinblick auf ihre Refinanzierung im Rahmen von Basel III wieder verstärkt um die Gunst der Privatkunden buhlen müssen beziehungsweise um deren Spareinlagen. Dieser Wettbewerb hat für den Verbraucher den Vorteil, dass die Sparzinsen mit künftig steigenden Leitzinsen schritthalten müssen. Eine Leitzinserhöhung beziehungsweise Zinswende würde somit auch die Trendwende bei den Festgeld-Zinsen einläuten.

2. Laufzeit

Der wichtigste Einflussfaktor, den Sie selbst auf die Festgeld-Zinsen nehmen können, ist die Wahl der Laufzeit. Je länger Sie das  Geld anlegen, desto höher ist auch der Zins. Das ist schon allein durch die Situation begründet. Denn warum sollten Sie Ihr Geld einer Bank langfristig zur Verfügung stellen, wenn es dafür nicht deutlich mehr Zinsen gibt als für kurze Laufzeiten? Schließlich sind Sie über die Laufzeit ja auch an die Bank gebunden und bezahlen in der Regel Strafgebühren, wenn Sie das  Festgeld vorzeitig kündigen wollen. Daher steigen die Zinsen – ähnlich wie beim  Ratenkredit – mit längeren Laufzeiten, nicht zuletzt auch als eine Art Entschädigung, dass der Kreditgeber mit dem Geld nicht anderweitig arbeiten kann.

In den folgenden Ratgebern erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Laufzeiten, die durchschnittliche Verzinsung und aktuelle Top-Angebote:

3. Zinsgutschrift oder Zinsausschüttung

Prüfen Sie vor Abschluss auch die Art der Zinszahlungen, also ob die Bank die Zinsen jährlich ausschüttet oder erst am Laufzeitende. Die meisten Banken zahlen die Zinsen jährlich auf ein Referenzkonto aus. Auch die Zinszahlung am Laufzeitende ist eine gängige Praxis. Hier sollten Sie allerdings prüfen, ob die Zinsen wiederangelegt oder nur angesammelt werden.

Seltener ist dagegen die vierteljährliche oder monatliche Zinsausschüttung, die beim Tagesgeld häufiger vorkommt. Das hat auch den Vorteil, dass man hier noch von einem kleineren  Zinseszinseffekt über das Tagesgeld profitiert.

Den besten Zinseszinseffekt erzielen Anleger mit der jährlichen Zinsgutschrift, also wenn die Bank die Zinsen jährlich auf das Festgeldkonto gutschreibt und die Erträge somit direkt wiederangelegt werden (sogenannte thesaurierende Anlage). Allerdings sollten Sie sich im Hinblick auf Ihren Sparerpauschbetrag durchrechnen, ob Sie mit der jährlichen Auszahlung besser fahren als mit der Zinsgutschrift beziehungsweise der Zinszahlung am Laufzeitende.

4. Anlagesumme

Das gewählte Anlagevolumen hat derzeit keinen Einfluss auf die Zinshöhe bei den jeweiligen Anbietern. Es ist also nicht so wie beim Ratenkredit, dass für größere Volumina in der Regel auch höhere Zinsen zu bezahlen sind. Vor der großen Finanzkrise 2008/2009, als Festgeld-Anlagen im Schnitt noch gut vier Prozent abwarfen, konnten Anleger für größere Beträge bei einer Bank auch noch höhere Zinssätze aushandeln.

Heute ist es so, dass der Festgeldzins für eine bestimmte Laufzeit bei allen Anlagebeträgen identisch ist. Allerdings setzen viele Banken eine Mindestanlage voraus. Bei der Crédit Agricole gibt es Festgeld erst ab einem Anlagevolumen von 5.000 Euro. Wenn Sie also nur 3.000 Euro als Anlagesumme in unserem Festgeld-Vergleich eingeben, taucht die Bank erst gar nicht auf. Deshalb sollten Sie auch immer mit der Anlagesumme "spielen".

Auch nach oben hin sind die Festgeld-Angebote oft begrenzt. Bei einer Million Euro ist das Feld aller Anbieter bereits zur Hälfte geschrumpft. Wir empfehlen im Hinblick auf die gesetzliche  Einlagensicherung aber ohnehin, nur maximal 100.000 Euro bei einer Bank anzulegen.

5. Sicherheit (Herkunftsland)

In den vergangenen Jahren haben viele ausländische Banken auf den deutschen Festgeld-Markt gedrängt. Kein Wunder, schließlich sind die Deutschen für ihre Vorliebe zu sicheren Geldanlagen bekannt.

Auffällig ist, dass viele  Festgeldkonten aus dem Ausland auch regelmäßig Top-Platzierungen in unserem Festgeld-Vergleich einnehmen, was die Zinshöhe betrifft. Das hat zum einen damit zu tun, dass Herkunftsländer wie etwa Malta, Rumänien oder Kroatien nicht so finanzstark sind wie Österreich, Deutschland, Schweden etc. und daher Zweifel bestehen, ob diese Länder im Falle einer Bankenpleite die Anleger zeitnah entschädigen können. Das höhere Ausfallrisiko muss schließlich mit höheren Zinsen honoriert werden.

Zum anderen müssen aber Kreditinstitute aus bonitätsstarken Ländern wie etwa die schwedische Klarna auch mit einem Zinsaufschlag um die Gunst der deutschen Anleger buhlen, da diese sonst eher die heimischen Institute bevorzugen würden, obwohl die Einlagensicherungen der Herkunftsländer genauso beziehungsweise ähnlich gut sind wie die von Deutschland.

Selbst eigenständige deutsche Niederlassungen ausländischer Banken wie etwa die Ziraat Bank oder Isbank hätten keine Chance, Kundeneinlagen einzusammeln, wenn sie nicht deutlich höhere Zinsen als der Durchschnitt bieten würden, obwohl hier sogar die gesetzliche Einlagensicherung der Bundesrepublik Deutschland im Entschädigungsfall einspringen würde.