Dividende – Zeit abzukassieren

Zahltag an der Börse Dividende – Zeit abzukassieren

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
22.03.2017
Auf einen Blick
  • Dax-Anleger können jetzt Kasse machen. Insgesamt werden fast 32 Milliarden Euro unter die Aktionäre gebracht.

  • Mit ETFs können Sie bei einem geringeren Risiko als mit einer Einzelaktie mitverdienen.
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Die Schlagzeilen sind voll damit: Milliardengewinne hier, ein Rekordergebnis dort. Doch was bringt das dem Ottonormal-Bürger? Nichts? Weit gefehlt, wer entweder direkt in Aktien investiert oder über einen Aktienfonds dabei ist, kassiert kräftig mit.

Und zwar genau jetzt: Das Zauberwort lautet Dividende. Im Dax hat Thyssen-Krupp die diesjährige Dividendensaison eröffnet, die Essener hatten Ende Januar zur Hauptversammlung eingeladen. Das Ende der Ausschüttungszeit im Dax ist am 31. Mai - dann wird die Deutsche Telekom über die Dividende entscheiden. Zu spät ist es also noch lange nicht. Das Gros der Aktionäre kann sich im April und Mai auf saftige Überweisungen auf ihr Depot-Konto freuen. Und die Ausschüttungen haben es dieses Jahr in sich. Nach Schätzungen werden allein die Dax-Konzerne insgesamt rund 31,7 Milliarden Euro ausschütten - ein Rekord.

Gerade in Zeiten, in denen der Mini-Zins um sich greift, sind Gewinnbeteiligungen attraktiv. Daimler wird am 29.03.2017 Expertenschätzungen zufolge rund 4,8 Prozent ausschütten, bei Pro Sieben Sat. 1 sollen es am 12. Mai sogar 5,2 Prozent werden. Das ist mehr als Anleger bekommen, die ihr Geld zehn Jahre lang Portugal leihen.

Doppelt so viel Ertrag dank Dividende

Über die Jahre ist der Effekt der jährlichen Dividende enorm. Ein Beispiel: Der deutsche Aktienindex Dax, der die 30 größten Unternehmen hierzulande abbildet, legt diese Ausschüttungen erneut an. Dadurch steigt auch er mit. Sein unbekannterer Bruder, der Dax-Kursindex tut das nicht. Dadurch notiert er nicht einmal halb so hoch.

„Grundsätzlich sind solide Dividendenaktien eine sehr sinnvolle Anlage, da bei einem guten Geschäftsverlauf neben einer starken Dividendenrendite Kurssteigerungen der Aktie winken“, erklärt Florian Söllner, Leitender Redakteur beim Anlegermagazin Der Aktionär. Übrigens: Im DivDax sind die 15 dividendenträchtigsten Titel des Dax zusammengefasst.

Dividende ein Gütesiegel

Eine hohe Dividende ist schön, aber das ist nicht der einzige Vorteil solcher Unternehmen. „Die Ausschüttung einer Dividende ist letztlich auch ein Qualitätsbeweis für eine Firma, da in der Regel nur rentable und solide Firmen auf lange Sicht eine Beteiligung der Aktionäre an den Gewinnen bewerkstelligen können“, fährt Söllner fort. Traditionell zahlen die Versicherer Allianz und Münchner Rück solide Dividenden. So hat der Rückversicherer nach Angaben der ARD Börse seit 1970 die Dividende nicht mehr gekürzt. Hier erwarten Analysten knapp fünf Prozent. Auch die Autobauer öffnen vermutlich die Schatulle. Neben Daimler winken auch bei BMW, Volkswagen und Continental interessante Dividenden.

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Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
20,02
0,80%
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20,00
0,80%
3.
18,75
0,75%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 3 Monate

Dividende: Zurücklehnen und kassieren

„Dennoch sollten Anleger immer auch die langfristigen Perspektiven eines Unternehmens im Auge behalten“, mahnt Söllner. Wem dazu die Zeit oder das Wissen fehlt, für den gibt es eine einfache Lösung: Aktienfonds, die speziell auf dividendenreiche Aktien setzen. Zu nennen wären hierbei der Allianz Equity Dividend, der Stuttgarter Dividendenfonds, der ING Invest Europe High Dividend aber auch der DWS Top Dividende.

Der DWS Deutschland ist indes kein ausgewiesener Dividendenfonds, die Einzelwerte, die er enthält, könnten in jedem Dividendenfonds enthalten sein: BASF, Bayer, Daimler, SAP, Münchner Rück, um nur einige zu nennen. Wer direkt auf solche Titel setzt, sollte sich nicht wundern, wenn am Tag der Dividendenzahlung der Aktienkurs kurzfristig nach unten geht. Das ist völlig normal.

Günstiger sind ETFs

Kostengünstiger geht das mit einem sogenannten ETF. Hier können Anleger 1:1 in Indizes wie Dax, Mdax oder ausgewiesene Dividenden-Werte wie den DivDax investieren. Wichtig dabei: Langfristig denkende Anleger sollten grundsätzlich lieber einen thesaurierenden ETF bzw. Fonds wählen. Denn so werden die Dividendenzahlungen erneut angelegt, es kommt zum Zinseszinseffekt. Wie bereits erwähnt notiert der Dax aufgrund dieses Phänomens mehr als doppelt so hoch als wenn er die Ausschüttungen nicht erneut anlegen würde.

Unser Tipp

Online-Broker wie Consorsbank, Comdirect und DKB offerieren Sparpläne mit ausgewählten ETFs bereits zum Nulltarif. Bei unserem Kooperationspartner Fondsdiscount erhalten Sie rund 19.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Die Depotführung ist kostenlos. Falls Sie bereits ein Depot besitzen, können Sie Ihr Portfolio gratis auf das Gebührenmodell von Fondsdiscount übertragen. Mit dem Online-Vermittlerwechsel transferieren Sie auch bereits vorhandene Sparpläne und handeln die betreffenden Fonds künftig ohne Ausgabeaufschlag. Dadurch erhöhen Sie Ihre Rendite.

In jedem Fall aber sollten Sie an den Notgroschen denken; die Faustregel: Drei Nettomonatsgehälter gehören auf ein gut verzinstes Tagesgeld-Konto.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de