ETF-Sparpläne: Bei diesen Banken zum Nulltarif

Geldanlage ETF-Sparpläne: Bei diesen Banken zum Nulltarif

Max Geißler
von Max Geißler
27.03.2018
Auf einen Blick
  • ETF-Sparpläne sind eine ideale Anlageform für den langfristigen Kapitalaufbau.

  • Neben dem passenden ETF kommt es beim Fondskauf vor allem auf niedrige Gebühren an.

  • Viele Banken ermöglichen dank langfristiger Aktionen, jede Menge Ordergeld zu sparen.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Im Einkauf liegt der Gewinn – mit dieser Faustformel ist schon so mancher Kaufmann reich geworden. Was für den Handel gilt, gilt auch für die Geldanlage. Je geringer die Kosten beim Erwerb von Fonds oder anderen Wertpapieren, desto eher kommt das Investment in die Gewinnzone und desto höher ist der Sparertrag. Das ist auch bei Sparplänen der Fall, obwohl hier der Vorteil des Cost-Average-Effekts mindestens ebenso wichtig ist.

Fondssparpläne sind für den Vermögensaufbau über lange Sparzeiträume hinweg bestens geeignet. Laut Fondsverband BVI erzielten Sparpläne mit deutschen Aktien in den vergangenen 15 Jahren im Schnitt 8,2 Prozent Rendite, binnen 25 Jahren sind es 6,8 Prozent. Aus monatlich 200 Euro wurden so 69.000 bzw. 152.000 Euro.

Lesen Sie auch: Online-Trading: Börsen-Handel in Echtzeit

Für weitere Beiträge rund um das Thema ETFs abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein

Wo kauft man ETF günstig ein?

Bei Fondssparplänen kaufen Anleger monatlich Anteile. Der Kauf kostengünstiger ETF-Anteile erfolgt über die Börse. Hierfür berechnet die Bank eine Ordergebühr. Die Gebühr ist von Bank zu Bank unterschiedlich hoch. Günstige Geldhäuser berechnen pauschal 1,50 Euro pro Sparplan-Ausführung, zum Beispiel DKB, Postbank oder Flatex. Andere verlangen prozentuale Gebühren in Abhängigkeit von der Orderhöhe.

So berechnen zum Beispiel Comdirect und Consorsbank 1,50 Prozent vom Kurswert, ING-Diba 1,75 Prozent und S-Broker 2,50 Prozent. Wieder andere fordern eine Grundgebühr plus Prozente, etwa Maxblue mit 2,50 Euro Grundgebühr zuzüglich 0,40 Prozent vom Kurswert.

Lesen Sie auch: Sparen mit ETFs: Die zehn wichtigsten Fragen

ETF dank Top-Preisaktion zum Nulltarif

Immer wieder ermöglichen Preis-Aktionen, Sparpläne ohne Orderentgelt auszuführen. Anleger können dann für eine gewisse Zeit kostenlos ETF-Anteile erwerben. Das lohnt sich. Sparkassenkunden, die jeden Monat für 200 Euro ETF-Anteile bei S-Broker kaufen, sparen binnen eines Jahres immerhin 60 Euro. Null-Preis-Aktionen sind häufig im Umfang und in der Zeitdauer beschränkt.

In der Regel sind die Aktionen an bestimmte Fonds geknüpft, die damit von der jeweiligen Fondsgesellschaft gesponsert werden. Sparer müssen sich dann erkundigen, wie lange die Aktion anhält oder ob sie zunächst unbefristet läuft und ob die Aktion gegebenenfalls auch für ETFs anderer Anbieter gilt. Um den ETF-Kauf zu erleichtern, hier ein Überblick, bei welcher Bank ETF-Sparpläne derzeit zum Nulltarif zu haben sind.

Lesen Sie auch: Attraktive Neukunden-Prämien bei Online-Brokern

DKB: Seit Anfang 2018 gibt die DKB 60 ETF-Sparpläne der Investmentgesellschaft Comstage zum Nulltarif ab. Die Aktion ist zunächst bis Ende des Jahres befristet, sie kann aber durchaus verlängert oder vorzeitig beendet werden. Kostenbefreit sind alle Sparpläne ab einer Sparrate von 50 Euro. Für andere Produkte gilt der Verzicht auf die Ausführungsentgelte nicht. Über das Sponsoring durch Comstage informiert die Bank wie folgt: "Die DKB erhält von Comstage im Rahmen der Aktion für jede Ausführung eines ETF-Sparplans das Ausführungsentgelt teilweise oder ganz erstattet." Die exakte Höhe der Zuwendung wird im Rahmen des Orderprozesses mitgeteilt.

Consorsbank: Auf unbestimmte Zeit profitieren Anleger von bestimmten ETFs bei der Consorsbank. Dort gibt es alle sparplanfähigen ETFs von db x-trackers zum Nulltarif. Begünstigt sind alle Sparpläne ab einer Sparrate von monatlich 25 Euro, egal ob neu abgeschlossen oder bereits bestehend. Ebenfalls ohne Kaufgebühr gibt es ETF-Anteile der Gesellschaft Lyxor, allerdings ist die Aktion zeitlich befristet, und zwar zunächst bis zum 31. Dezember 2019. In Stein gemeißelt ist das Ende aber nicht, die Lyxor-Aktion kann auch verlängert werden.

Comdirect: Deutschlands zweitgrößte Direktbank bietet 90 ausgewählt ETFs der Gesellschaften Lyxor, Xtrackers, Vanguard und Franklin Templeton kostenfrei im Sparplan-Verfahren zum Kauf. Bedingung ist, dass Anleger mindestens 25 Euro monatlich investieren und die Fondsanteile über den Börsenplatz Xetra erwerben. Die Aktionen der jeweiligen ETF-Anbieter sind bis auf weiteres unbefristet, können allerdings jederzeit enden. Längere Planungssicherheit haben Anleger hier also nicht.

S-BrokerDer Online-Broker der Sparkassen bietet derzeit verschiedene Free Buy Aktionen mit den Kooperationspartnern Deka, UBS, Comstage und ETF Securities. Anleger können insgesamt 163 von 580 sparplanfähigen ETFs ohne Orderentgelt erwerben. Die Angebote sind zeitlich nicht limitiert, können aber jederzeit enden.

Die maximalen Sparplanraten für die Aktionen betragen 500 Euro, beim Kooperationspartner ETF Securities 200 Euro. Für Beträge darüber fallen die üblichen Orderentgelte in Höhe von bis zu 2,50 Prozent vom Kurswert an. 

Volkswagen Bank: Bei der VW-Bank lohnen sich ETF-Sparpläne ohne Ordergebühren ganz besonders. Das liegt an den ansonsten anfallenden Orderkosten, die mit 3,50 Euro plus 0,5 Prozent vom Kurswert vergleichsweise hoch sind. Wer sich dagegen für einen ETF-Sparplan der Anbieter Lyxor oder db x-trackers entscheidet, kommt ohne Transaktionsgebühren davon. Auf Jahressicht spart ein Anleger mit einer monatlichen Sparrate von 200 Euro immerhin 54 Euro an Ordergebühren. Positiv: Der Aktionszeitraum ist bis auf weiteres unbefristet. Die Mindestsparrate beträgt 50 Euro.

Hinweis: Manche Anbieter sind nicht verlinkt, da sie über uns derzeit keine neuen Kunden akquirieren wollen. Wie wir uns finanzieren, haben wir in der Rubrik "Über uns" transparent dargestellt.

Biallo-Tipp

Wer die Geldanlage in Wertpapiere nicht komplett selbst gestalten will oder kann, für den sind die sogenannten Robo-Advisor eine geeignete Alternative. Bei den digitalen Vermögensverwaltern gibt es Sparpläne bereits ab zehn Euro – mit Gesamtkosten von unter einem Prozent pro Jahr.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Max Geißler
Max Geißler
Autor
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de