Fondssparen ING-Diba bietet 5.000 Fonds zum Nulltarif

Max Geißler
von Max Geißler
09.10.2016
Auf einen Blick

Mit Fonds ohne Ausgabeaufschlag steigern Sie Ihre Gewinnchancen. Viele Banken offerieren aber nur wenige Fonds zum Nulltarif. Die ING-Diba spendiert jetzt das ganze Sortiment.

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Börsensparen lohnt, insbesondere mit Fonds. Zwar schwanken Fonds in ihrem Wert, doch auf längere Sicht werden diese Wertschwankungen mehr als ausgeglichen. Betrachtet man die Wertentwicklung deutscher Aktienfonds in den letzten zwanzig Jahren, so erzielten sie im Schnitt knapp sieben Prozent Rendite pro Jahr.

Allerdings sollten Sie aufpassen, dass Kaufkosten und Depotgebühren Ihren Gewinn nicht schmälern. Zahlen Sie beispielsweise fünf Prozent Ausgabeaufschlag für einen Aktienfonds, so erreicht der Fonds trotz einer jährlichen Wertsteigerung von acht Prozent nach fünf Jahren nur eine effektive Rendite von 6,95 Prozent, das Sparergebnis beträgt 13.993 Euro. Ohne Ausgabeaufschlag läge die Rendite bei 8,0 Prozent und der Ertrag um 700 Euro höher.

ING-Diba: 5.000 Fonds zum Nulltarif

Es lohnt sich also, die Kaufkosten klein zu halten. Besonders kundenfreundlich zeigt sich unter diesem Aspekt die ING-Diba, die sämtliche Ausgabeaufschläge und Orderkosten ihrer Fonds gestrichen hat. Nunmehr können Sie rund 5.000 Fonds und ETFs im Direkthandel kostenlos erwerben. Ab 500 Euro Einmalanlage tritt der Wertpapier-Händler in Aktion. Das zeitlich unbefristete Angebot ist ein Novum in der deutschen Bankengeschichte. „Anleger erhalten zum ersten Mal die Gelegenheit, die gesamte Bandbreite aktiv gemanagter Fonds komplett ohne Gebühren zu kaufen“, erklärt ING-Diba-Vorstand Martin Krebs. Darüber hinaus stellt die Partnerbörse Tradegate ETFs zum Nulltarif bereit. Die börsengehandelten Indexfonds sind für Privatanleger interessant, die langfristig investieren möchten, da keine Bestandsprovisionen an den Renditen nagen. Auch die jährlichen Verwaltungsgebühren liegen um bis zu zwei Prozentpunkte niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds.

Tipp: Neben den kostenlosen Fonds überzeugt auch das Wertpapierdepot der ING-Diba. Für Diba-Kunden ist die Depotführung kostenlos. Außerdem profitieren Sie von zahlreichen kostenlosen Serviceleistungen rund um Ihr Wertpapierdepot. Eine Serviceleistung ist etwa der kostenlose, bequeme Girokonto-Wechsel.

Direktbanken: Übersichtliches Angebot an kostenfreien Fonds

Auch andere Direktbanken bieten kostenfreie Fonds, allerdings ist das Angebot längst nicht so umfassend wie bei der ING-Diba. Für erfahrene Anleger hält Comdirect sogenannte Top-Preis-Fonds bereit. Dabei handelt es sich um 20 aktiv gemanagte Fonds verschiedener Assetklassen und Märkte, die dauerhaft ohne Ausgabeaufschlag zu haben sind. Alle Fonds besitzen gute bis sehr gute Bewertungen. Darüber hinaus umfasst das neue Angebot 80 ausgewählte Top-Preis-ETF, die Sie zu Vorzugskonditionen oder ganz ohne Ordergebühr erwerben können. Mit den Top-Preis-Fonds können Sie ihr Portfolio selbst zusammenstellen. Unkompliziert geht das über die Online-Anwendung „Bessere Geldanlage“, die auf Grundlage von Anlagedauer, Anlagevolumen und Risikoprofil konkrete Fondsempfehlungen ausspricht. Positiv: Alle Fonds und ETFs sind sowohl als Einmalanlage als auch im Sparplan ab einer monatlichen Rate von 25 Euro erhältlich.

Fündig werden Sie auch bei Consorsbank und DAB Bank. Die Nürnberger Direktbank bietet zehn sogenannte Fondsstars zum Nulltarif, die Münchner DAB Bank stellt regelmäßig 40 gebührenfreie Star-Partner-Fonds ins Schaufenster. Darüber hinaus winken Rabatte auf den Ausgabeaufschlag bei zahlreichen aktiv gemanagten Fonds. Die DAB Bank wird künftig zur Consorsbank gehören, das Wertpapiergeschäft führt sie allerdings fort.

Sparkassen: Kostenfreie Fonds nur über Umwege

Sparkassenkunden gelangen nur über Umwege an Fonds ohne Kaufgebühren. Wenn Sie zum Beispiel in einer Filiale der Münchner Stadtsparkasse einen Fonds ordern möchten, zahlen Sie in aller Regel übliche Ausgabeaufschläge bzw. Ordergebühren. Grund hierfür ist die integrierte Anlageberatung. Fonds zum Nulltarif wird der Berater kaum anbieten. Kostet ein Aktienfonds 5,5 Prozent Ausgabeaufschlag, zahlen Sparkassenkunden bei einem Anteilskauf über 8.000 Euro immerhin 440 Euro Gebühr. Für erfahrene Börsianer, die keine Beratung brauchen, bieten die Sparkassen das sogenannte Direkt-Brokerage. Dabei kann man online oder per Telefon Fonds der Sparkassentochter Deka oder ihrer Partner zum vergünstigten Ausgabeaufschlag erwerben. Beim Fondskauf über die Börse sind die Ordergebühren um knapp 50 Prozent reduziert.

Biallo-Tipp:

Möchten Sie Fonds ohne Beratung kaufen, sollten Sie dies bei S-Broker tun, dem Onlinebroker der Sparkassen. S-Broker bietet 30 sogenannte Fondssterne ohne Ausgabeaufschlag und viele weitere Fonds mit Rabatt.

Commerzbank: Licht und Schatten

Ähnlich wie bei den Sparkassen sieht das Fondsangebot auch bei der Commerzbank aus. In der Bankfiliale werden bis auf drei Fonds von Allianz Global Investors nur gebührenpflichtige Investmentfonds angeboten. Beim Kauf von ETFs hält die Commerzbank immerhin zehn gebührenfreie ETF's bereit, ansonsten fallen handelsübliche Provisionen und Börsenspesen an. Zudem kostet das Klassikdepot bis 75.000 Euro Depotguthaben 0,195 Prozent Gebühr pro Jahr. Hat Ihr Depot einen Wert von 50.000 Euro, zahlen Sie also fast 100 Euro Depotgebühr. Kostengünstiger ist – ähnlich wie bei den Sparkassen – das Direktdepot. Hier gibt es zwar keine Beratung, dafür handelt man via Internet Investmentfonds zum halben Ausgabeaufschlag und Aktien um 75 Prozent billiger. Das Depot ist kostenlos, wenn mindestens eine Transaktion pro Quartal stattfindet.

Biallo-Tipp:

Als erfahrener Anleger können Sie ein Depot bei der Commerzbank-Tochter Comdirect eröffnen. Dort gibt’s zahlreiche Fonds und ETFs zum Nulltarif und auch das Depot ist in vielen Fällen gebührenfrei.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de