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Auf einen Blick
  • Die Zinswende ist da: Der Biallo-Index für Baufinanzierung steigt seit einem Jahr.

  • Künftige Baukreditnehmer sollten dennoch nicht überstürzt handeln.

  • Das immer noch günstige Zinsniveau können sich Verbraucher mittels Forwarddarlehen auch in ein, zwei oder drei Jahren sichern.
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Wer die Biallo-Zinsmeldungen verfolgt, musste beim Festgeld in den vergangenen Jahren sehr oft einen roten Pfeil, der nach unten zeigt, sehen. Das war in jüngster Vergangenheit anders. Einige Anbieter haben ihre Zinsen erhöht. Beispiele: Klarna, Autobank und SWK Bank. Jetzt schon die Zinswende für Sparprodukte auszurufen, wäre zu früh, zu zart ist hier noch das Pflänzchen. Anders sieht es bei Baudarlehen aus. Hier geht es seit einem Jahr nach oben, wie der Biallo-Index zeigt.

Dieser ermittelt aus 113 Angeboten einen Anstieg um knapp 30 Prozent im Vergleich zu Oktober 2016. Demnach sind zehnjährige Baufinanzierungen für durchschnittlich 1,36 Prozent zu haben. Ende 2016 waren Zinsen unter 1,1 Prozent drin. Der niedrigste Index-Wert liegt bei 1,06 Prozent Effektivzins (Anfang Oktober 2016).

Wer vor einigen Jahren eine Baufinanzierung abgeschlossen hat, wird sich heute über die damals deutlich höheren Zinsen ärgern. Doch auch Verbraucher mit laufendem Baudarlehen können vom aktuellen Zinsniveau profitieren - und zwar bei der Anschlussfinanzierung.

Ist diese in zwei oder drei Jahren fällig, können Verbraucher einfach ein Baudarlehen "auf Vorrat" aufnehmen, ein sogenanntes Forward-Darlehen. Mit dieser Art der Finanzierung können sich Verbraucher das heutige Zinsniveau sichern.

Pro Jahr Vorlaufzeit muss man mit einem Zusatzzins von 0,25 Prozentpunkten rechnen. Vereinzelt verzichten Banken sogar auf diesen Aufschlag.

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Was macht die EZB?

Dass die Zinsen überhaupt so auf Talfahrt gingen, dafür machen Experten in erster Linie die Europäische Zentralbank (EZB) verantwortlich. Mit Spannung erwarten Sparer und angehende Häuslebauer das weitere Vorgehen der EZB. "Ein rasches Auslaufen des Anleihekaufprogramms und ein Ende der Negativzinsen 2018 wären nicht nur geldpolitisch richtig, sondern auch ein willkommenes psychologisches Signal, dass wir die Krisenjahre hinter uns lassen", sagt Andreas Martin, Vorstand des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Der Branchenverband der VR-Banken hält das Instrument der Anleihenkäufe auch für rechtlich bedenklich. Ob und in welchem Umfang Staatsanleihekäufe der Notenbank aus geldpolitischen Gründen rechtmäßig sind, sei umstritten.

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Über den Autor Thomas Brummer
Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
  Thomas Brummer