Alles eitel Sonnenschein?

EZB Alles eitel Sonnenschein?

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
30.12.2016
Auf einen Blick
  • EZB sieht keinen Grund für einen Kurswechsel und auch keine Anzeichen für eine Immobilienblase.
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Während die Zinswende in den USA längst angekommen ist, hält die EZB hierzulande an ihrem Kurs der Nullzinspolitik fest. Dazu kauft die Europäische Zentralbank pro Monat weiterhin Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 80 Milliarden Euro. Mittlerweile ist die Bilanzsumme der EZB auf 3,6 Billionen Euro angeschwollen. Das entspricht gut einem Drittel der Wirtschaftsleistung der Eurozone.

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet verteidigt im Interview mit der ZEIT die Geldmengenausweitung: „Wir sind noch nicht so weit“, sagte Praet. In den USA erhole sich die Wirtschaft schneller als in der Eurozone, die Arbeitslosigkeit sei niedriger und die Inflationsrate höher. „Deshalb kann die amerikanische Wirtschaft höhere Zinsen verkraften“, so der EZB-Chefvolkswirt.

Zwar will die EZB ihr Anleihekaufprogramm ab April um monatlich 20 Milliarden Euro reduzieren. Das sei aber nicht der Einstieg in den Ausstieg. „Wir wollen die Dosis an geldpolitischer Unterstützung beibehalten, die wir der europäischen Wirtschaft bislang verabreicht haben“, betont Praet. Erst wenn sich die Inflationsrate „dauerhaft und nachhaltig“ dem EZB-Ziel „von mittelfristig unter, aber nahe zwei Prozent annähert“, werden die Währungshüter die geldpolitischen Zügel anziehen.

Die Schuldenproblematik der EU-Länder schränke den Handlungsspielraum der EZB nicht ein. „Wenn die Zeit für höhere Zinsen gekommen ist, dann werden wir die Zinsen erhöhen“, sagte Praet der ZEIT. Viele Länder hätten die niedrigen Zinsen genutzt, um sich langfristig zu refinanzieren. „Wenn die Zinsen steigen, führt das also nicht sofort zu einem deutlichen Anstieg der Kosten, um die Schulden zu bedienen.“

Auch die Gefahr einer Immobilienblase sieht der EZB-Chefvolkswirt nicht. „Richtig gefährlich ist ein solcher Boom in der Regel erst dann, wenn er auf Pump finanziert wird. Die Vergabe von Baukrediten wächst aber nur sehr langsam“, erklärt Praet.

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de