Bärenmarkt im Dax: Sichere Geldanlagen wieder gefragt

Aktien unter Druck Bärenmarkt im Dax: Sichere Geldanlagen wieder gefragt

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
07.12.2018
Auf einen Blick
  • Die internationalen Aktienmärkte haben in dieser Woche erneut einen deutlichen Dämpfer erhalten.

  • Angesichts der jüngsten Börsenturbulenzen rücken sichere Geldanlagen wieder verstärkt in den Fokus der Anleger.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Die Nervosität ist zurück an den Aktienmärkten. Der deutsche Leitindex Dax hat am Donnerstag ein Zweijahrestief bei 10.762 Punkten markiert. Seit dem Zwischenhoch am Montag bei knapp 11.570 Punkten belaufen sich die Kursverluste auf rund 800 Punkte oder sieben Prozent. Im Vergleich zum Allzeithoch am 23. Januar bei rund 13.600 Punkten beträgt das Minus sogar gut 20 Prozent.

Egal ob Brexit, Italien-Krise, US-Handelsstreit oder Rezessions-Angst – Gründe für den jüngsten Kursdruck gibt es viele. Laut Börsenspekulant Florian Homm steht noch Schlimmeres bevor: "Die Fallhöhe ist größer als 2008/2009", sagte Homm bereits im Oktober im Interview mit biallo.de. Zur Erinnerung: Nach dem Rekordhoch Anfang 2008 bei 8.100 Punkten verlor der Dax bis März 2009 rund 55 Prozent an Wert.

Weitere Infos zum Thema Geldanlage erhalten Sie in unserem kostenlosen Newsletter:

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Wer also meint, dass sich im Moment günstige Kaufchancen bieten, sollte gewarnt sein: "In jedem Fall muss man aufpassen, dass man nicht ins fallende Messer greift und sich die Finger blutig schneidet", warnt Homm.

Selbst Börsenbulle Robert Halver schlägt im Moment vorsichtigere Töne an und hält weitere Kursverluste bis 10.100 Punkte für möglich. "Jeder Aktienstabilisierung wird zunächst noch mit viel Skepsis begegnet, weil neue schwarze Schwänchen wie die Huawei-Affäre immer wieder Wunden aufreißen", schreibt der Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank in seinem aktuellen "Kapitalmarkt Monitor". Dennoch bleibt Halver wie gewohnt optimistisch: "2019 wird ein besseres Aktienjahr."

Lesen Sie auch: Dirk Müller contra Hans Bernecker – Quo vadis, Dax?

Flucht in "sichere Häfen"

Die jüngsten Börsenturbulenzen haben dem Goldpreis neuen Auftrieb gegeben. Seit dem Jahrestief Mitte August bei 1.160 US-Dollar hat sich die Feinunze Gold um rund sieben Prozent verteuert. Auch deutsche Staatsanleihen werden von Investoren als "sicherer Hafen" angesteuert. Aufgrund der hohen Nachfrage rentieren 10-jährige Bundesanleihen nur noch mit 0,23 Prozent (Anfang Oktober: 0,55 Prozent).

Lesen Sie auch: Exklusiv-Interview mit Goldexperte Stöferle

Als kurzfristige Liquiditätssicherung sind beide Anlageklassen allerdings weniger geeignet. Schließlich sind die Kursrisiken bei Gold und Anleihen nicht von der Hand zu weisen, auch wenn deren Volatilität geringer ausfällt als bei Aktien.

Doch wo sollen Anleger, die an den Aktienmärkten ausgestoppt wurden, ihr Geld am besten zwischenparken, bis die Börsenampel wieder auf Grün springt? Eine gute Alternative ist das Tagesgeld, das durch hohe Sicherheit und Liquidität besticht. Anleger sind nicht an Laufzeiten gebunden und können ihr Geld jederzeit schnell abziehen.

Lesen Sie auch: Die besten Tagesgeldzinsen im Dezember

Die besten Neukunden-Angebote bieten derzeit die Advanzia Bank und die ING mit Zinssätzen von jeweils 1,00 Prozent pro Jahr, garantiert für die ersten drei beziehungsweise vier Monate. Danach zahlt die Advanzia immerhin noch 0,50 Prozent pro Jahr, während bei der ING lediglich 0,01 Prozent auf der Uhr stehen.

Eine gute Option ist im Moment auch kurzläufiges Festgeld. Die Crédit Agricole bietet für drei Monate aktuell 0,81 Prozent pro Jahr, für sechs Monate 0,91 Prozent und für zwölf Monate 1,01 Prozent.

Lesen Sie auch: Die besten Festgeldzinsen im Dezember

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
245,49
1,22%
2.
 241,44
1,20%
3.
241,44
1,20%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 2 Jahre
Ihre Meinung ist uns wichtig
Sebastian Schick
Sebastian Schick
Redaktionsleitung
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Sebastian Schick
Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Sebastian Schick
Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de