Banken und Versicherer setzen verstärkt auf FinTechs

Neue Finanztechnologien Banken und Versicherer setzen verstärkt auf FinTechs

Ines Baur
von Ines Baur
24.10.2018
Auf einen Blick
  • Die Etablierten und die jungen Wilden haben sich gefunden. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft PwC gehen immer mehr Banken und Versicherungen Kooperationen mit neuen Finanztechnologien (FinTechs) ein.

  • Die FinTech-Branche boomt: Die Comdirect verzeichnet in ihrer aktuellen Studie fast 800 Start-ups aus dem Finanzbereich, die in diesem Jahr bereits rund 780 Millionen Euro Risikokapital eingesammelt haben – mehr als im gesamten Vorjahr.
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Banken und Versicherungen arbeiten um einiges mehr mit neuen Finanztechnologien, den sogenannten FinTechs zusammen, als bisher angenommen. Zu dem Ergebnis kommt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) in ihrer jüngsten Studie. Waren es 2012 erst elf, gibt es heute bereits mehr als 850 Kooperationen zwischen den klassischen und neuartigen Finanzdienstleistern.

"Bislang ging man bei den meisten Banken und Versicherern davon aus, dass sie allenfalls mit einem Dutzend FinTechs zusammenarbeiten. Dabei haben die wechselseitigen Verflechtungen mittlerweile ein viel größeres Ausmaß erreicht", sagt Sascha Demgensky, Leiter FinTech bei PwC Deutschland.

Dabei seien die Banken mit gut 560 FinTech-Kooperationen um einiges reger als die Versicherer mit rund 290. Ganz vorne mit dabei sind Commerzbank mit 73, Munich Re mit 67, Deutsche Bank mit 58 und Allianz mit 54 eingegangenen Kooperationen.

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Miteinander statt gegeneinander

"Die etablierten Player haben genauso wie die Start-ups erkannt, dass sie den größten Erfolg erzielen, wenn beide Seiten miteinander statt gegeneinander arbeiten", so Demgensky weiter. Dennoch komme es letztlich auf die Qualität an, nicht auf die Quantität: "Man muss kritisch fragen, ob die Bündnisse immer das halten, was sich die Parteien von ihnen versprechen. Beide Seiten brauchen eine passgenaue Kooperationsstrategie."

Der Rubel rollt für FinTechs

Ein breites Grinsen im Gesicht dürften die Inhaber der FinTechs haben. Denn die Szene wächst rasant. Laut einer Studie von Comdirect und Barkow Consulting gibt es in Deutschland aktuell 793 Start-ups aus dem Finanzbereich. Diese haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres knapp 778 Millionen Euro Wagniskapital eingesammelt – mehr als im Gesamtjahr 2017 (713 Millionen Euro).

"Das konstant hohe Volumen an Risikokapital deutet darauf hin, dass sich die FinTech-Szene in Deutschland zunehmend professionalisiert", sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von Comdirect. "Aus den ,Jungen Wilden’ sind etablierte Unternehmen geworden, die in den allermeisten Fällen die Zusammenarbeit mit den Banken suchen."

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Was sind eigentlich FinTechs?

Ein FinTech-Unternehmen nutzt die modernen Technologien zur Entwicklung von Finanzdienstleistungen und -produkten. Wer meint, dass er keine FinTechs kennt oder braucht, irrt sich gewaltig. Denn um die neuen Finanztechnologien kommt heutzutage kein Internet-User mehr herum – seien es Online-Bezahldienste wie etwa Paypal, Banking-Apps oder Vergleichsplattformen.

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Unser Tipp

Auch die sogenannten Robo-Advisor zählen zu den FinTech-Unternehmen. Die digitalen Vermögensverwalter setzen bei der Geldanlage auf Algorithmen. Die Renditen können sich durchaus sehen lassen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel "Robo-Advisor im Performance-Vergleich".

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de