Laura Dahlmeier: "Ich weiß nicht, was ich morgen mache"

So viel verdienen unsere Olympia-Stars Laura Dahlmeier: "Ich weiß nicht, was ich morgen mache"

von Lars Becker
13.02.2018
Auf einen Blick
  • Die deutsche Biathletin Laura Dahlmeier hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang bereits die zweite Goldmedaille eingeheimst.

  • Trotz der vielen Erfolge in den vergangenen Jahren hat Dahlmeier noch nicht ausgesorgt.

  • Dennoch gehört sie zu den bestverdienenden Wintersportlern bei Olympia.
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Laura Dahlmeier begeistert mit ihrer Siegesserie bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang ganz Deutschland – und tut ganz nebenbei noch Gutes für ihr Bankkonto. Pro Goldmedaille gibt es eine Prämie der Sporthilfe von 20.000 Euro. Noch wesentlich mehr dürfte es nach den Spielen von ihren Geldgebern und Ausrüstern wie Fischer (Ski), Viessmann (Kopfsponsor), DKB, Adidas, Kornspitz, Südtirol, Joka, AOK, Oneway, Osprey, Petzl, Scott oder Sponser Sportfood geben. In vielen Sportlerverträgen gibt es Sonderzahlungen für besondere Erfolge.

Bodenständig und bescheiden

Dass Laura Dahlmeier nach Olympia erstmal groß auf Shopping-Tour geht, ist freilich nicht zu erwarten. "Ich lebe nicht in Saus und Braus: Und ich bin auch nicht der Typ Frau, der sagt: ‚Jetzt habe ich einen Weltcup gewonnen, jetzt gehe ich erstmal shoppen‘." Stattdessen sucht die Frau, die eine eigene Wohnung im Haus ihrer Eltern hat, oft die Ruhe der geliebten Berge in ihrer bayerischen Heimat Garmisch-Partenkirchen. Oder gibt ihr Geld für exotische Bergurlaube wie in die Anden oder davor nach Nepal aus. Auch eine Weltreise steht auf dem Wunschzettel.

Genügend Geld für die Trips um den Globus sammelt sie jedenfalls schon jetzt ein. Im vergangenen Winter krönte sie sich mit fünfmal Gold zur erfolgreichsten Biathletin der Geschichte bei einer Weltmeisterschaft, gewann die meisten WM-Medaillen in Serie und schließlich den Gesamtweltcup – alles garniert von gut 300.000 Euro allein an Preisgeld.

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Vorsorgen für die Zeit danach

Laura Dahlmeier findet es durchaus angemessen, dass sie jetzt so gut verdient: "Wenn ich aufhöre, bin ich vielleicht 30. Das heißt, ich werde ganz von vorn anfangen. Das ist halt ein anderes Leben als das von jemandem, der direkt nach der Schule oder dem Studium in den Beruf einsteigt. Deshalb ist es gut, dass ich mir einen finanziellen Puffer aufbaue, jetzt, wo ich mehr Geld verdiene."

Die intelligente Frau hat ihr Abitur mit der bemerkenswerten Durchschnittsnote von 1,9 abgeschlossen – und könnte nach ihrer sportlichen Karriere zum Beispiel studieren. Vielleicht ist das Karriereende ja gar nicht mehr so weit: "Heute ist heute. Jetzt bin ich Olympiasiegerin, das war mein großer Kindheitstraum. Ich weiß nicht, was ich morgen mache. Ich weiß nicht, was ich nächstes Jahr mache."

Insgesamt werden sich Laura Dahlmeiers Karriere-Einnahmen nach dieser Saison auf einen Millionen-Betrag summiert haben – aber das Geld muss ja auch noch versteuert werden. Und wenn man das Ganze ins Verhältnis zur TV-Präsenz von Dahlmeier setzt, ist es echt wenig. Bei ihrem ersten Olympiasieg von Pyeongchang begeisterte sie im ZDF 6,52 Millionen TV-Zuschauer, das war ein Marktanteil von 44,2 Prozent.

Dahlmeier möchte nicht tauschen

Das liegt über den Quoten der Fußball Bundesliga bei der Samstags-Sportschau. Von zweistelligen Millionengehältern der Fußball-Stars wie Thomas Müller oder Robert Lewandowski kann Laura Dahlmeier allerdings nur träumen. Wenn sportlich alles perfekt läuft, kann sie geschätzt eine mittlere sechsstellige Summe im Jahr vor Steuern verdienen.

Tauschen möchte sie trotzdem "keine Sekunde" mit den Kickern: "Viele Fußball-Stars haben ja gar kein Privatleben mehr. Die gehen in den Supermarkt und der ganze Laden flippt aus. Bei mir wird das Interesse auch immer größer, aber es hält sich noch in Grenzen. Ich finde es schön, dass sie mitfiebern, aber natürlich möchte ich auch ein gutes Stück meiner Privatsphäre behalten."

Bei Olympia musste sie nach dem zweiten Gold erstmal alle Medienanfragen absagen, "wegen Erschöpfung", wie Stefan Schwarzbach als Geschäftsführer des Deutschen Skiverbandes (DSV) mitteilte. Der DSV zahlt – wenn es die Finanzlage zulässt – eine Extraprämie für große Erfolge wie den Olympiasieg zwischen 5.000 und 10.000 Euro pro Goldmedaille.

Und dann ist da ja auch noch das Gehalt, was Laura Dahlmeier als Zollbeamtin bekommt. All das summiert sich und Laura Dahlmeier findet das auch angemessen: "Geld sollte nie die Motivation Nummer eins sein. Aber mit Biathlon lässt sich sicher gutes Geld verdienen. Und ich finde das auch richtig. Es wird dafür nämlich auch viel gefordert im Zusammenspiel mit Medien und Sponsoren."

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de