Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co: "Risiken für die Finanzstabilität"

Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co: "Risiken für die Finanzstabilität"

Ines Baur
von Ines Baur
01.03.2018
Auf einen Blick
  • Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) fordert eine staatliche Regulierung von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Ripple.

  • "Bei einem weiteren Wachstum der Anlagen in Kryptowährungen sind auch Risiken für die Finanzstabilität nicht auszuschließen", mahnt BVR-Vorstand Andreas Martin. 

  • Von einem Totalverbot sollten die Aufsichtsbehörden allerdings absehen, da die Blockchain-Technologie für die Finanzindustrie eine "Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten" biete.
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Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co haben in den vergangenen Jahren eine atemberaubende Entwicklung hingelegt. Noch zu Beginn dieses Jahrzehnts galten sie weithin als Kuriosität. Spätestens seit 2017 sind sie aber aufgrund ihrer immensen Wertsteigerung in aller Munde.

Mittlerweile gibt es mehr als 1.500 Kryptowährungen. Fast kein Tag vergeht, an dem nicht ein neuer Token aus dem Boden schießt. Das Problem dabei: Der Handel ist nahezu unreguliert. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) fordert deshalb in einer aktuellen volkswirtschaftlichen Studie über Kryptowährungen den Gesetzgeber zum Handeln auf: Die Bundesregierung solle sich auf nationaler, europäischer und globaler Ebene für klare gesetzliche Rahmenbedingungen bei Geschäften mit Kryptowährungen einsetzen.

Eher Spekulationsobjekt als Zahlungsmittel

"Diese digitalen Zahlungsmittel haben eher den Charakter einer spekulativen Geldanlage als eines Zahlungsverkehrsmittels", sagt BVR-Vorstand Andreas Martin. Unverständlich, dass die strengen Regeln des Verbraucherschutzes für die Digitalwährungen nicht gelten. "Bei einem weiteren Wachstum der Anlagen in Kryptowährungen sind auch Risiken für die Finanzstabilität nicht auszuschließen", mahnt Martin. Um diesen Gefahren rechtzeitig entgegenzuwirken, sei eine systematische Erfassung der Transaktionen unabdingbar.

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Allerdings sollten die Behörden bei der Regulierung Fingerspitzengefühl zeigen, um die Fortschritte der Blockchain-Technologie nicht abzuwürgen. Schließlich seien die Vorteile nicht von der Hand zu weisen: "Die Blockchain-Technologie bietet der Finanzindustrie eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten", so Martin. Vor allem in den Bereichen Wertpapierabwicklung, dem grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr oder in der Versicherungsbranche könne die Blockchain-Technologie ihre effizienzsteigernde Wirkung ausspielen. Deshalb sollte die Finanzaufsicht "von zu restriktiven Regulierungen oder gar Totalverboten absehen".

Zum Vermögensaufbau nicht geeignet

Privatanleger sollten laut BVR einen Bogen um Bitcoin & Co machen. "Für die private Altersvorsorge sind Kryptowährungen kein Thema, da sie den grundlegenden Anforderungen eines auf Sicherheit ausgelegten Altersvorsorgesparplans nicht ansatzweise gerecht werden", sagt Martin. Im Falle eine Vertrauenskrise sei sogar der Totalverlust möglich.

Auch Risiken wie Datenklau oder Betrug sprechen gegen ein Engagement in Kryptowährungen. So kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Hackerangriffen auf Handelsplattformen. Zum Beispiel auf die japanische Kryptowährungsbörse Coincheck. Hier kamen Einlagen der Kryptowährung Nem im Wert von rund 500 Millionen US-Dollar abhanden.

Biallo-Tipp

Biallo.de warnt vor einem Investment in Bitcoin und Co. Die Anlage ist hochriskant, die Gefahr eines Totalverlusts immens. Zudem können Kryptowährungen für kriminelle Zwecke missbraucht werden. Anleger sollten getreu dem Motto verfahren: Kaufe nur, was Du kennst!

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de