Bitcoin Future: Paradies für Krypto-Zocker

Kryptowährung Bitcoin Future: Paradies für Krypto-Zocker

Ines Baur
von Ines Baur
11.12.2017
Auf einen Blick
  • Seit Sonntagnacht können Anleger Bitcoin-Terminkontrakte – sogenannte Futures – an der Chicago Board Options Exchange (CBOE) handeln.

  • Der Bitcoin-Future startet mit kräftigem Gewinn von bis zu 26 Prozent, zeigt sich aber äußerst volatil.
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Der Siegeszug des Bitcoin geht weiter. Seit Montag 0.00 Uhr gibt es den ersten Future auf Bitcoin an einem regulierten Handelsplatz. Nämlich an der amerikanischen Börse CBOE (Chicago Board Options Exchange) handeln Profis die Terminkontrakte auf die Kryptowährung. Der Einstieg war wie erwartet gut, der Januar-Terminkontrakt stieg in den ersten Stunden bis auf 18.850 US-Dollar – ein Plus von rund einem Viertel.

Holpriger Start 

Der Start verlief allerdings ein bisschen anders als erhofft. Die Webseite der CBOE fiel zeitweise aus, ebenso der anderer Bitcoin-Börsen. Händler sagten, dass die anfänglichen Volumina die Erwartungen übertrafen, während der Verkehr auf der Website von CBOE so stark war, dass es zu Verzögerungen und Ausfällen kam, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. "Alle Handelssysteme funktionieren normal", beschwichtigte dagegen die CBOE. Laut Bloomberg wurden in der ersten Handelsstunde insgesamt Futures im Wert von gut neun Millionen Dollar gehandelt – eigentlich ein überschaubares Volumen.

Wie erwartet wirkt sich das Future-Geschäft auch auf die Bitcoin-Preise aus. Bei Bitstamp zahlen Käufer für einen Bitcoin aktuell rund 16.500 US-Dollar. Macht ein Plus von rund zehn Prozent zum Vortageskurs. Die jüngste Kurseuphorie über den Start des Bitcoin-Future führt auch zu deutlichen Gewinnen bei den alternativen Kryptowährungen Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin.

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Weitere Börsen werden folgen

Der Future-Handel bei CBOE soll erst der Anfang an den Börsen sein. Am 18. Dezember startet die CME Group den Future-Handel mit der Kryptowährung. Die Technologiebörse Nasdaq will im ersten Halbjahr 2018 den Bitcoin-Futures-Handel beginnen. Japan spielt ebenfalls mit dem Gedanken, den Handel zu eröffnen und eigentlich warten alle nur noch auf einen indexbasierter Fonds (ETF).

Was ist ein Future?

Ein Future ist ein sogenannter Finanzterminkontrakt, auch Warentermingeschäft genannt. Jeder Future ist mit einem Basiswert und einer festgelegten Menge hinterlegt (sogenanntes Underlying), beim Bitcoin-Future genau mit einem Bitcoin. Basiswert eines Futures kann auch ein Wertpapier, Rohstoff oder Index sein. Ursprünglich dienten Futures an der Warenterminbörse dazu, den Kauf oder Verkauf eines Rohstoffs zu einem festgelegten Zeitpunkt und einem vorher vereinbarten Preis abzusichern. Der Inhaber eines Futures ist bei Fälligkeit grundsätzlich zur Abnahme oder Bereitstellung der Ware zum festgesetzten Preis verpflichtet (physische Auslieferung). 

Vorsicht: Der Handel mit Futures und anderen Terminkontrakten ist nur etwas für Profis. Für Börseneinsteiger eignen sich die Produkte nicht. Beim Terminhandel können jederzeit hohe Verluste entstehen.

Schon Thales setzte auf Futures

Die Einführung der Futures an einer regulierten Börse ist ein Wendepunkt für den Bitcoin. Erstmals können sowohl professionelle Händler als auch Mainstreamer auf Anstieg oder Fall der Kryptowährung wetten.

Aber Future-Kontrakte sind keine Erfindung der Neuzeit. Nur der Name hört sich neu an. Denn bereits im antiken Griechenland gab es findige Zeitgenossen, die auf steigende oder fallende Kurse setzten und damit handelten. Zum Beispiel der griechische Philiosoph Thales. Der beschäftigte sich mit dem Wetter und errechnete eine längere Hitzeperiode. Und Hitze wirkt sich positiv auf das Gedeihen von Oliven aus. Der clevere Philosoph mietete sämtliche Olivenpressmaschinen, die er ergattern konnte vor seiner berechneten Hitzewelle. Und das zu einem sehr niedrigen Preis. Als seine Berechnung wahr wurde und der heiße Sommer kam und die Oliven zum Reifen brachte, benötigten die Olivenbauern unbedingt die Pressen. Thales vermietete sie ihnen, zu einem höheren Preis, als er bezahlte und sackte einen ordentlichen Gewinn ein.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de