Bitcoin schmiert ab - aus der Traum?

Kryptowährung Bitcoin schmiert ab - aus der Traum?

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
15.09.2017
Auf einen Blick
  • Eine der weltweit größten Bitcoin-Börsen stellt den Handel ein.

  • Der Kurs der Kryptowährung  brach zeitweise um fast ein Drittel ein.
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Es sei die größte Spekulationsblase der Geschichte, "schlimmer als die Tulpenzwiebeln", ätzte JP Morgen-Chef James Dimon am Mittwoch während einer Bankkonferenz in New York und schickte den Bitcoin-Kurs prompt auf Talfahrt. "Wenn wir einen Trader hätten, der mit Bitcoins handeln würde, ich würde ihn innerhalb von einer Sekunde feuern", so Dimon weiter.

Doch nicht nur die harsche Kritik von Dimon macht dem Bitcoin-Kurs zu schaffen, auch die angekündigte Schließung einer der größten Bitcoin-Börsen hat der Cyberwährung einen weiteren Nackenschlag versetzt.

BTC China stellt Handel ein

Der Börsenbetreiber BTC China stellt zum 30. September den Bitcoin-Handel ein und setzt dadurch ein Ausrufezeichen. Damit beugt sich der Bitcoin-Handelsplatz dem Druck der chinesischen Regierung. Regulierungsbehörden haben laut "China Business News" von den Börsen mündlich einen Handelsstopp verlangt. Nach der Ankündigung krachte der Kurs zeitweise sogar um mehr als 30 Prozent auf 17.000 Yuan (2.590 Dollar) nach unten.

Peking will vor allem deshalb hart gegen die Kryptowährungen durchgreifen, weil der Handel weitgehend anonym verläuft. Transaktionen werden verschlüsselt übertragen und lassen sich nur schwer einzelnen Personen zuordnen.

Die chinesische Zentralbank warnt vor der Währung, weil Bitcoin nicht zu kontrollieren sei und mit Geldwäsche in Verbindung gebracht werde.

Bitcoin - alles nur Hype?

Experten glauben, dass Kryptowährungen und das innovative Potenzial dahinter definitiv Substanz haben. Doch Bundesbank und Experten warnen vor einem überstürzten Investment.

"Ohne ausreichende Vorkenntnis, größere Summen in die Hand zu nehmen und Bitcoins zu erwerben, das sollte man auf keinen Fall machen. Es ist ein automatisiertes System und es gibt niemanden, den man kontaktieren oder anrufen kann, wenn man einen Fehler gemacht hat" warnt Prof. Philipp Sandner von der Frankfurt School of Finance and Management.

Übrigens: Laut James Dimon habe auch seine Tochter in Bitcoin investiert. "Sie denkt, sie ist ein Genie", spöttelte der Banker am Rande der Bankenkonferenz.

Biallo-Tipp

Biallo.de warnt vor einem Investment in Bitcoins. Die Anlage ist hochriskant, die Gefahr eines Totalverlusts immens. Zudem kann die Währung für kriminelle Zwecke missbraucht werden. Anleger sollten getreu dem Motto verfahren: Kaufe nur, was Du kennst. Wer nichts mit Kursschwankungen anfangen kann, sollte sein Erspartes besser in ein solides und sicheres Festgeld oder Tagesgeld investieren.

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de