Börsenguru George Soros wettet auf Bitcoin-Aktie

Kryptowährungen Börsenguru George Soros wettet auf Bitcoin-Aktie

Ines Baur
von Ines Baur
20.02.2018
Auf einen Blick
  • Noch vor wenigen Wochen unkte Star-Investor Georg Soros, der Bitcoin sei keine Währung.

  • Laut US-Börsenaufsicht SEC hält Soros aber einen großen Anteil am Unternehmen Overstock.com.

  • Der US-Online-Händler führte bereits 2014 die Bezahlung mit Bitcoin ein und plant eine Handelsplattform für Kryptowährungen. 
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

"Der Bitcoin ist keine Währung […] das ist eine typische Blase […] es ist Spekulation", so zitierte die Fachpresse George Soros während des Weltwirtschaftsforums in Davos Ende Januar. Doch wie jetzt bekannt wurde, wettet die Investmentlegende schon länger auf eine Bitcoin-Aktie.

13F bringt es ans Licht

Zum Ende des vierten Quartals hielt Soros mit seinem Investmentfonds knapp 2,5 Millionen Aktien am US-Online-Händler Overstock.com. Das geht aus dem sogenannten 13F-Formular hervor. In den USA sind institutionelle Investoren und Fonds mit über 100 Millionen US-Dollar verwaltetem Kundenvermögen verpflichtet, der US-Börsenaufsicht SEC offenzulegen, welche Werte sich in ihren Portfolios befinden.

Das Overstock-Paket von Soros hat aktuell einen Wert von rund 158 Millionen US-Dollar (umgerechnet 128 Millionen Euro). Das entspricht knapp zehn Prozent der Marktkapitalisierung von Overstock. Das Unternehmen ist auf den Online-Handel mit Einrichtungsgegenständen spezialisiert und akzeptiert seit 2014 die Bezahlung mit Bitcoin.

Als Overstock im September 2017 bekanntgegeben hatte, mit zwei anderen Unternehmen einen Handelsplatz für Kryptowährungen aufzubauen, schoss die Aktie durch die Decke. Seither hat sich das Papier in der Spitze vervierfacht. Soros selbst ist mit seinem Quantum Fonds bei einem Aktienkurs von 40,45 US-Dollar eingestiegen. Trotz des jüngsten Rücksetzers beträgt die Performance immer noch rund 60 Prozent.

Wünschen Sie weitere Informationen zum Thema Bitcoin? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Facebook und Amazon fliegen raus

Was das 13F-Formular auch ans Licht bringt: Die Technologiefirmen Facebook und Amazon hat Soros aus dem Depot geworfen. Ebenso wie Alibaba und Apple. Tatsache ist: Facebook hat vor kurzem sämtliche Werbung für Bitcoin und Kryptowährungen auf seiner Plattform verboten. Bei Amazon können Kunden immer noch nicht mit Bitcoin zahlen – und das dürfte auch auf absehbare Zeit so bleiben. Es sieht ganz danach aus, als hätte Soros einen neuen Weg eingeschlagen: Pro Bitcoin und contra Tech-Aktien.

Auf dem Weltwirtschaftsforum wetterte Soros heftig gegen die US-Giganten. Vor allem in Bezug auf die zu große Macht der Konzerne äußerte er herbe Kritik. Facebook, Google und Co seien eine Bedrohung für die Demokratie. "Die Macht, die Aufmerksamkeit des Volkes auf sich zu ziehen, konzentriere sich zunehmend auf ein paar Unternehmen", warnte Soros.

3
 
Anbieter
Zinssatz
 
1.
0,95%
2.
0,60%
Betrag 10.000 €, Laufzeit ohne Laufzeitbindung
Ihre Meinung ist uns wichtig
Ines Baur
Ines Baur
Autorin
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Ines Baur
Ines Baur
E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Ines Baur
Ines Baur
E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de