Bundesbank-Chef sieht Ende der Nullzins-Phase

Nullzinsen Bundesbank-Chef sieht Ende der Nullzins-Phase

Manfred Fischer
von Manfred Fischer
27.12.2016
Auf einen Blick
  • Die Zeit der Nullzinsen könnte nach Einschätzung von Jens Weidmann bald vorüber sein. 
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Dass er nicht viel von der Geldpolitik der EZB hält, daraus macht Jens Weidmann kein Geheimnis. Erst wenige Wochen ist es her, da Jens Weidmann wieder ein geflügeltes Wort in Richtung seines Kollegen Mario Draghi sandte. Die Geldschwemme der EZB dürfe nicht zu einer „Dauertherapie“ werden, sagte er. Jetzt legte "der letzte Falke" der europäischen Geldpolitik, wie ihn der Spiegel tituliert, nach. Gegenüber Bildzeitung sprach er sich für ein baldiges Ende der Nullzinsen im Euroraum aus.

Weidmann verwies auf die steigende Inflation. Bei der EZB rechne man damit, dass die Inflationsrate sich spätestens in zwei Jahren der Zwei-Prozent-Marke nähere, sagte er dem Blatt. "Die Geldpolitik erst dann wieder zu straffen, wäre zu spät." Es gelte, "die Zügel anzuziehen", sobald sich der Inflationstrend stabilisiert. Nullzinsen seien in absehbarer Zeit Vergangenheit, wann das konkret soweit sein könnte, ließ der Bundesbankpräsident jedoch offen.

Massive Kritik übte Weidmann an der Haushaltspolitik einiger europäischer Schulden-Staaten. Er forderte, mehr Druck auf diese Länder auszuüben.  Finanzpolitische Wackelkandidaten erhöhten ihre Ausgaben, statt dass sie die niedrigen Zinsen für eine Sanierung ihre Haushalten nutzten. Dies sei "gefährlich", warnte Weidmann im Hinblick auf einen möglichen Anstieg der Zinsen. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de