Dax: Gute Vorzeichen für 2018

Positiver Jahresstart Dax: Gute Vorzeichen für 2018

von Lars Becker
11.01.2018
Auf einen Blick
  • Laut Statistik haben die ersten Handelstage des Jahres eine Signalwirkung.
  • Experten sehen den Dax am Jahresende bei über 14.000 Punkte.
  • Müssen Anleger einen Crash befürchten?
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Der Start ins neue Börsenjahr ist gelungen. Gut drei Prozent legte der deutsche Leitindex Dax in der ersten Handelswoche zu, auch in den USA gab es beflügelt von der Steuerreform steigende Kurse. Das kann statistisch gesehen durchaus als Indikator für ein positives Jahr 2018 an den Finanzmärkten gewertet werden. Nach einer Untersuchung von RBC Capital Markets gab der Verlauf der ersten Handelswoche beim Dow Jones in den letzten 15 Jahren in 67 Prozent der Fälle die Richtung für das gesamte Jahr vor. Die gleiche Prozentzahl ergibt sich im ersten Handelsmonat. Das bestätigt das Börsenmotto "As January goes, so goes the year": Wie der Januar verläuft, so verläuft das Gesamtjahr.

"Nachdem die Jahresendrallye nicht stattgefunden hat, war der Start 2018 sehr positiv. Das Jahr wird grundsätzlich gut laufen", sagt Robert Halver Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank gegenüber biallo.de. Besonders die Steuerreform in den USA und Hoffnungen, dass es auch in Europa zu Steuersenkungen kommen könne, hätten für positive Stimmung an den Aktienmärkten gesorgt. "Dadurch steigen die Gewinne der Unternehmen und die Überbewertung wird abgebaut", so Robert Halver.

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Crash Gefahr?

Allgemein wird in der Branche mit bullishen ersten Monaten im Jahr 2018 gerechnet, weil Investoren ihre Positionen nach einem erfolgreichen Jahr 2017 auch wegen der weiterhin historisch niedrigen Zinsen aufstocken würden. Auch die seit 1959 geführte Statistik des deutschen Leitindex sieht den Jahresanfang als positivste Phase des ganzen Jahres mit vier Monaten in Folge im Plus. Im Januar waren es im Durchschnitt der letzten Jahrzehnte 0,83 Prozent, der März ist mit 1,54 Prozent Plus sogar statistisch der stärkste Monat des ganzen Jahres.

Wegen der in den vergangenen Jahren stetig steigenden Kurse mehren sich die Stimmen der Experten, die einen Crash voraussagen. Robert Halver glaubt jedoch nicht an einen Kurssturz: "Das Jahr 2018 wird an den Märken generell etwas volatiler werden. Aber ich glaube nicht an einen Crash, denn das wäre vielleicht der letzte. Ein Crash hätte gewaltige Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, wie man 2008 und 2009 gesehen hat. Das wollen alle verhindern: Deshalb würden zur Not wahrscheinlich die Notenbanken zur Stützung der Aktienmärkte beitragen."

Wer sich dennoch gegen die steigenden Risiken absichern will, könnte Fonds, ETF’s oder Aktien aus den Emerging Markets in sein Portfolio mischen. Auch US-amerikanische Aktien dürften wegen der Steuersenkungs- und Digitalisierungseffekte laut Halver weiterhin attraktiv bleiben. In Europa empfiehlt der Experte Industriewerte und dividendenstarke Unternehmen.

3
 
Name
ISIN
Wertzuwachs p.a.
 
1.
MSIF Global Opportunity AH EUR
LU0552385618
20,93%
2.
Postbank Megatrend
DE0005317374
19,24%
3.
Apus Capital Revalue Fonds
DE000A1H44E3
19,22%
Laufzeit: 5 Jahre

Wichtig für eine positive Entwicklung sind auch 2018 die politischen Rahmenbedingungen. Ein Schlüsseldatum dafür dürfte der 4. März sein, wenn in Italien Parlamentswahlen stattfinden. Der Verlauf der Regierungsbildung in Deutschland dürfte nach Meinung von Halver dagegen keine größeren Auswirkungen auf die Märkte haben: "Steuersenkungen würden Sinn machen, aber so viel Mut zu Reformen traue ich den drei Parteien nicht zu. Deshalb dürfte das eher eine untergeordnete Bedeutung haben."

Eine Prognose für den Stand des Dax am Jahresende hat der Experte auch parat: "Am Anfang wird eine 14 stehen." Auch Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank, glaubt an steigende Kurse: "Unsere Prognose ist, dass der Dax auf 14.100 Punkte steigt. Wir bleiben mittelfristig optimistisch, auch wenn der Bullenmarkt schon sehr lange andauert." Zumal der Start ins Börsenjahr überaus positiv war…

Biallo-Tipp

Auch 2018 sollte sich ein Investment in ausgewählte Aktien beziehungsweise Fonds lohnen. Zur Risikostreuung empfiehlt sich, einen kleineren Teil seines Portfolios in Wachstumsmärkte zu investieren. Auch physisches Gold ist als Krisenabsicherung immer ein guter Tipp.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de