Deutsche vernachlässigen Finanzen

Geldanlage Deutsche vernachlässigen Finanzen

von cli_scheduler
10.03.2017
Auf einen Blick
  • Nur jeder zweite Deutsche interessiert sich für Finanzthemen.
  • Die Niedrigzinsphase verunsichert Anleger, dadurch nimmt die "Finanzverdrossenheit" deutlich zu.
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Niedrige Zinsen, hoher Frust: Daher ist es wenig überraschend, dass sich das Interesse für Finanzthemen bei Bundesbürgern derzeit in Grenzen hält. Laut einer aktuellen TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank, interessiert sich gerade einmal jeder zweite Deutsche (55 Prozent) für Finanzthemen.

Zum Vergleich: Noch vor zwei Jahren lag diese Zahl acht Prozentpunkte höher. Damals gaben 36 Prozent der Befragten an, nichts mit Finanzthemen am Hut zu haben, heute sind es knapp 45 Prozent.

"Finanzverdrossenheit" nimmt zu

"Die niedrigen Zinsen verunsichern viele Anleger. Sie zögern, ihr Geld in chancenreichere und damit gewinnbringende Anlageformen umzuschichten. Dies spiegelt sich auch in einer wachsenden Verdrossenheit gegenüber Finanzthemen wider", erklärt Anlageexpertin Rosmarie Lieble von der Postbank das Ergebnis.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
116,00
1,16%
2.
105,00
1,05%
3.
100,00
1,00%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate

Vor allem eine Bevölkerungsgruppe kümmert sich recht wenig um Finanzthemen - Frauen. So verdoppelte sich fast die Zahl der weiblichen Befragten, die sich überhaupt nicht mit Finanzthemen beschäftigen – von 15 Prozent im Jahr 2015 auf knapp 29 Prozent in 2017.

"Dies ist eine riskante Entwicklung, denn nur wer sich mit seinen Finanzen auseinandersetzt, kann sie sinnvoll verwalten und Verantwortung für seine Vorsorge übernehmen", so Liebl.

Inflation nagt am Vermögen

Das steigende Desinteresse an Finanzthemen hat laut Studie auch Einfluss auf das Anlageverhalten hiesiger Sparer. So bunkert fast jeder zweite Bundesbürger seine kompletten Ersparnisse auf dem Girokonto, knapp jeder Vierte (22 Prozent) bewahrt sein Vermögen sogar zu Hause auf.

"Viele Sparer verzichten heute gänzlich auf eine Rendite, viele gleichen mit ihrer Geldanlage nicht einmal die Inflationsrate aus, die aktuell wieder anzieht", sagt die Postbank-Expertin.

(kps)

Biallo-Tipp

Die Inflationsrate steigt, doch die Sparzinsen verharren auf niedrigem Niveau. Wie können Banksparer gegenhalten? Mit dem richtigen Festgeld oder Tagesgeld können Anleger einen Großteil der Inflation abfedern. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de