2,5 Prozent Dividende kassieren

Genossenschaftsanteile 2,5 Prozent Dividende kassieren

Horst Biallo
von Horst Biallo
Auf einen Blick
  • Raiffeisenbank im Hochtaunus will weiter wachsen und das Eigenkapital aufstocken
  • Jede Person kann 25.000 Euro investieren
  • Dividende darf nicht garantiert werden, aber in Aussicht gestellt, um die Einlagen stabil zu halten.
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Wer bereits Kunde einer Volks- und Raiffeisenbank, Sparda- oder PSD Bank ist, für den ist ein Genossenschaftsanteil nichts Neues. Der Unterschied zur Offerte der Raiffeisenbank im Hochtaunus ist jedoch: Fast immer muss man Kunde des betreffenden Geldinstituts sein und im Geschäftsgebiet dieser Bank wohnen. Zudem ist die Beteiligungsmöglichkeit auf ein paar Hundert Euro beschränkt, so dass sich dieses Investment manchmal kaum lohnt.

All diese Hürden hat die erfolgreiche Bank aus Bad Homburg aus dem Weg geräumt. Sie hat zwar ein starkes Privatkundengeschäft. So haben wir beispielsweise das kostenlose Online-Girokonto mit 5,0 Sternen ausgezeichnet. Die meisten Kredite vergibt die Bank nicht an den privaten Häuslebauer, sondern bundesweit im Projektgeschäft. Und das steigende Kreditvolumen muss mit ausreichendem Eigenkapital unterlegt werden. Ein Teil davon sind die Genossenschaftsanteile.

Wenn Sie noch mehr dazu wissen wollen, haben wir hier die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

Was ist ein Genossenschaftsanteil?

Der Erwerb von Genossenschaftsanteilen ist keine Geldanlage im klassischen Sinn. Dieses Investment ist vielmehr eine unternehmerische Beteiligung an der Raiffeisenbank im Hochtaunus. Mit der jährlichen Dividende beteiligt die Bank ihre Mitglieder an ihrem Geschäftserfolg. Zudem haben Anteilseigner ein Stimmrecht bei der Vertreterwahl. Die Vertreterversammlung entscheidet u.a. wie der Gewinn verwendet und in welcher Höhe eine Dividende ausgeschüttet wird.

Heißt das: Die Einlage ist im Fall einer Insolvenz weg?

Rein theoretisch ja. Jedes Mitglied haftet in Höhe seiner Einlage. Aber das ist in der Geschichte der Bundesrepublik noch niemals passiert. Die über 800 Volks- und Raiffeisenbanken stützen sich gegenseitig. Im Klartext: Im schlimmsten Fall ist eine Dividendenzahlung ausgeblieben, die Einlagen waren nie betroffen.

Warum wirbt die Bank überhaupt um Genossenschaftsanteile?

Die Bank will ihr Eigenkapital erhöhen, um noch mehr Kredite als bisher vergeben zu können. Ihr Wachstumsmotor ist das Projektfinanzierungsgeschäft, das im letzten Jahr um 18,7 Prozent auf rund eine halbe Milliarde Euro gesteigert wurde. Die Raiffeisenbank verzeichnete zum 7. Mal in Folge ein Rekordergebnis. Die Pressemeldung dazu können Sie hier herunterladen.

Warum holt sich die Bank nicht billiges Geld von der EZB?

Sie braucht die Kundeneinlagen für die Finanzierung großer Immobilienprojekte, die eine hohe Sicherheit darstellen. Refinanzierungsmittel der EZB sind Fremdkapital. Und kein Ersatz für Eigenkapital, das sie zur Ausweitung des Kreditgeschäfts benötigt.

Wieviel Euro kann ich zeichnen?

Jede erwachsene Person kann mindestens 100 Euro und maximal 25.000 Euro in die Bank investieren.

Und ein Ehepaar?

Wenn beide Mitglieder werden, können Sie zusammen 50.000 Euro investieren. Und wenn dieses Ehepaar Kinder hat, kann auch jedes Kind mit Zustimmung der Eltern bis zu 25.000 Euro in investieren. Dafür gibt es aber noch keinen Online-Prozess. Man macht das über Telefon und Post.

Wird die Dividende ab dem Tag der Einzahlung berechnet?

Nein, sie wird ab dem ersten Tag des darauffolgenden Quartals berechnet. Wenn man also beispielsweise am 10. März das Geld einzahlt, beginnt die Dividendenberechtigung am 1. April.

Ist die Höhe der Dividende garantiert?

Nein. Die Höhe der Dividende wird im Frühjahr eines Jahres für das abgelaufene Jahr festgelegt.

Mit welcher Dividende können die Mitglieder rechnen?

Die Bank erwartet eine Dividende von 2,5 Prozent.

Und wenn die Dividende im nächsten Jahr sinkt?

Die Raiffeisenbank im Hochtaunus ist an einem langfristigen Engagement und einer dauerhaften Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern interessiert und will nicht, dass diese aufgrund zu geringer Dividenden-Zahlungen ihre Mitgliedschaft wieder kündigen.

Fallen irgendwelche Kosten an?

Nein, keine. Die Dividende fließt ungeschmälert von irgendwelche Kosten oder Gebühren an die Mitglieder.

Muss man im Geschäftsgebiet der Bank wohnen?

Dies trifft auf die meisten Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland zu, aber nicht für die Raiffeisenbank im Hochtaunus eG. Muss der künftige Genosse Kunde der Bank sein, indem er beispielsweise ein Girokonto eröffnet?

Das ist zwar gewünscht, aber keine Bedingung. Kunde zu sein, lohnt sich. Das kostenlose "OnlineOnly-Konto" beispielsweise hat von uns die Höchstnote 5,0 von fünf Sternen erhalten.

Wer kann Mitglied werden?

Natürliche Personen, die volljährig sind und ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben. Aber auch juristische Personen. Für diese gibt es aber – im Gegensatz zu den Privatpersonen – noch keinen Online-Prozess auf der Internet-Seite der Bank.

Und wenn ich mein Geld zurück haben will?

Die Mitgliedschaft ist mit einer Frist von 15 Monaten zum Jahresende kündbar. Das heißt: Wenn Sie vor dem 30. September eines Jahres kündigen, fließt Ihre Einlage plus Dividende einen Tag nach der Vertreterversammlung zurück. Diese muss laut Satzung in der ersten Jahreshälfte stattfinden. Die Monate bis zur Ausschüttung bleiben also unverzinst.

Welche Steuern entfallen auf die Dividende?

Privatpersonen in Deutschland müssen Dividenden genauso wie Zinseinnahmen als Einkünfte aus Kapitalvermögen mit 25 Prozent Abgeltungssteuer versteuern. Hinzu addieren sich noch 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und evt. Kirchensteuer.

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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de

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