Dividenden: Da spielt die Musik?

Kennzahlen-Quintett Dividenden: Da spielt die Musik?

Manfred Fischer
von Manfred Fischer
19.01.2017
Auf einen Blick
  • Wer sein Geld in Aktien steckt und auf Dividenden schielt, sollte fünf Kennzahlen im Auge behalten.  
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In Zeiten niedriger Zinsen preisen Anlageberater Aktien in den höchsten Tönen. Das Schlüsselwort, mit dem sie risikoscheue Anleger umzustimmen versuchen, heißt: Dividende. Nur, so viel Gewinn wie versprochen, ist damit längst nicht immer verbunden.

Wer profitieren will, sollte auf Kennzahlen achten. Die Finanzplattform Motley Fool beschreibt fünf:

Dividendenrendite

Diese Kennzahl gibt das Verhältnis von Dividende je Aktie und Aktienkurs wieder, sie beschreibt gleichsam die Verzinsung des eingesetzten Kapitals je Aktie. Eine hohe Dividendenrendite muss nicht in jedem Fall etwas Gutes bedeuten. Denn sie kann auch durch einen Kursrutsch der Aktie bedingt sein. Und wenn das an schlechten Geschäftszahlen liegt, droht für die folgenden Jahre ein Dividendenschnitt. Dividendenrenditen von mehr als fünf Prozent gelten als kritisch.

Dividendenkontinuität

Darin spiegelt sich wider, wie stabil das Geschäftsmodell eines Unternehmens ist. Hohe Dividenden über Jahre hinweg schütten vor allem Konzerne mit einem krisenfesten Produktportfolio aus. Wenn sich Konjunkturabschwünge kaum auf die Ausschüttung auswirken, spricht das für Kontinuität. Und das ist mehr wert als eine einmalig exorbitante Dividende.

Dividendenanhebung

Wenn eine Firma die Dividende von Zeit zu Zeit anhebt, ist das in der Regel Ausdruck dafür,  dass Umsatz- und Gewinnentwicklung stets das gleiche Vorzeichen haben: ein deutliches Plus. Experten verweisen auf Studien, wonach Dividendensteigerungen mit langfristen Aktienkurssteigerungen einhergehen. Der Kursverlauf solcher Unternehmenspapiere toppt in vielen Fällen den Vergleichsindex.

Dividendendynamik

Je schneller ein Unternehmen die Dividende über einen längeren Zeitraum steigern kann, desto höher fällt die individuelle Dividendenrendite aus. Manche Unternehmen schaffen es, die Dividende Jahr für Jahr im zweistelligen Prozentbereich zu erhöhen. Beispiel SAP: Der Software-Konzern hat seine Dividenden in den zurückliegenden 25 Jahren im Schnitt um rund 19 Prozent nach oben geschraubt.

Ausschüttungsquote

Anleger sollten sich von einer vergleichsweise niedrigen Ausschüttungsquote nicht prinzipiell abschrecken lassen. Wenn ein Unternehmen mehr als andere von seinem Gewinn einbehält, kann auch dies auch ein gutes Vorzeichen sein. Zumal, wenn das Marktsegment wächst. Unternehmen, die zu Marktführern in ihrem Segment heranwachsen, fangen bald an, Dividenden im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu zahlen. Und oft bleibt noch reichlich Luft nach oben.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de