EZB-Direktorin will Zinsen nicht so schnell anheben

Nullzinsen EZB-Direktorin will Zinsen nicht so schnell anheben

20.02.2017
Auf einen Blick
  • Dass die Inflationsrate zuletzt gestiegen ist, ist für EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger noch kein Grund für eine andere Zinspolitik.
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Das Signal scheint deutlich. Auf 1,8 Prozent ist die Inflation im Euro-Raum zuletzt angestiegen. Damit ist die von der Europäischen Zentralbank (EZB) avisierte Marke von 2 Prozent fast erreicht. Zeit also, die Zinswende einzuläuten? Nein, meint Sabine Lautenschläger.

Gegenüber dem Deutschlandfunk betont die EZB-Direktorin jetzt, dass die jüngsten Inflationsdaten kein klares Signal darstellen. Im Dezember sei der Anstieg der Inflation vor allem durch Energiepreise bedingt gewesen. In Deutschland hätten sich die Reiselust der Menschen und hohe Zahl an Reisebuchungen in der Inflationsrate niedergeschlagen. "Das geschieht nun nicht leider jeden Monat".

Nach Lautenschlägers Einschätzung lässt sich nicht mit Sicherheit ausschließen, dass die Entwicklung nur ein "vorübergehender Ausreißer nach oben" ist. Vor einer Normalisierung der Geldpolitik müssen sichergestellt sein, "dass es eine Trend gibt" und die "Inflation auch wirklich zurückgekehrt ist.

Für die Zinswende bedeutet das: "Lassen Sie uns doch einige wenige Monate abwarten und dann können wir auch sicher sein", so Lautenschläger im Interview mit dem Sender. (mfi)

Lesen Sie auch: Inflationsrate klettert auf 1,9 Prozent

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de