Ratgeber der Woche

Gold zu Weihnachten: Sammlerstücke fehlerfrei einkaufen

13.12.2019
Auf einen Blick
  • Ob Münze, Barren oder Papiergold – das Edelmetall ist ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Wir erklären Ihnen, auf was es ankommt und worauf Sie achten sollten.
Goldgeschenke erfreuen sich vor allem zur Weihnachtszeit immer größerer Beliebtheit.
Steve Photography / Shutterstock.com

Gold an Weihnachten zu verschenken, das könnte eine glänzende Idee sein, denn das Edelmetall ist äußerst werthaltig und verzückt seit jeher seine Besitzer – ob als Wertanlage oder praktisches Alltagsgeschenk. Allerdings hat Gold seinen Preis: Eine Unze Gold (31,1 Gramm) kostet aktuell rund 1.300 Euro. Ein Weihnachtsgeschenk in dieser Größenordnung dürfte vielen Familien zu teuer sein.

Zum Glück gibt es die beliebten Barren und Goldmünzen aber in jeder Preis- beziehungsweise Gewichtsklasse. Zudem muss es ja nicht immer klassisches Anlagegold sein – auch Gebrauchsgegenstände wie goldene Uhren oder Füller haben ihren Reiz. Welche Goldpräsente kommen für welche Geldbörse in Frage? Und was sollten Goldkäufer beim Einkauf beachten? Goldene Tipps und Ratschläge zum Geschenkekauf.

Goldbarren und Goldmünzen

Ein Geschenk, das immer gut ankommt, sind Goldbarren und Goldmünzen. Die werthaltigen Goldstücke gibt es praktisch für jedes Portemonnaie. Der Verkaufspreis richtet sich aber nicht nur nach der Größe, sondern auch nach dem Reinheitsgrad und dem aktuellen Goldpreis. Letzterer schwankt mit dem täglichen Marktgeschehen.

Langfristig unterliegt der Goldpreis ausgedehnten Auf- und Abwärtsbewegungen, insgesamt entwickelte er sich aber beständig nach oben, wie der Chart zeigt: Für Weihnachtsgeschenke dürfte die langfristige Entwicklung des Goldpreises meist zweitrangig sein – hier stehen meist andere Motive im Vordergrund wie etwa Wohlgefallen oder Optik des Geschenks.

Goldbarren

Ein beliebtes Weihnachtsgeschenk sind Goldbarren. Sie lassen die Herzen der Beschenkten höher schlagen, weil Goldbarren der Inbegriff von Reichtum und Wohlstand sind. Nicht zuletzt deshalb werden Goldbarren ausschließlich mit höchstem Reinheitsgrad von 999,99 Prozent Gold angeboten. Sollte ein Barren nicht diesen Reinheitsgrad haben, sollte man die Finger davon lassen. Die Auswahl an Barren ist riesig. Wir nennen einige Beispiele:

Ein-Gramm-Barren: Nur etwa 60 Euro kosten die dekorativen Ein-Gramm-Barren, die es zum Beispiel von der Münzmanufaktur gibt. Beliebt an Weihnachten sind Barren mit eingravierten Sternzeichen.

Zwei-Gramm-Barren: Für knapp hundert Euro bekommt man einen Zwei- Gramm Kinebar-Goldbarren, der dank eingearbeitetem 3D-Effekt je nach Lichteinfall verschiedenfarbig schimmert.

Tafelbarren: Besonders praktisch sind sogenannte Tafelbarren. Diese bestehen aus vielen Ein-Gramm-Barren, die sich bei akutem Finanzbedarf abtrennen und veräußern lassen. Klassische Verkaufsgrößen von Tafelbarren bestehen aus fünf bis 100 Minibarren – entsprechend unterschiedlich ist der Preis. Tafelbarren mit fünf mal 1 Gramm Gold kosten im Onlinehandel derzeit etwa 230 Euro, eine Tafel mit zehn mal 1 Gramm wird ab etwa 460 Euro angeboten.

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Wichtig: Beim Kauf von Goldbarren sollte man neben der Reinheit des Materials die Barrengröße im Blick haben. Denn es gilt die Regel: je kleiner ein Barren, desto größer der Preisaufschlag. 30 Prozent Spanne zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis sind bei Minibarren keine Seltenheit.

Beispiel: Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen einem Ein-Gramm-Goldbarren und einem Ein-Unze-Barren (31,1 Gramm): Der Goldhändler Pro Aurum bot einen Ein-Gramm Kinebarren Mitte November 2019 für 54 Euro zum Verkauf, zahlte aber nur 43 Euro beim Ankauf – Differenz gut 25 Prozent. Erwarb man hingegen den Ein-Unze-Barren, betrug der Preis 1.364 Euro, beim Verkauf erlöste man 1.317 Euro – eine Preisdifferenz von knapp vier Prozent.

  • Biallo-Tipp: Kaufen Sie lieber einen großen Barren als viele kleine.

Goldmünzen

Die glänzenden Goldstücke erfreuen kleine und große Sammler. Münzen sehen nicht nur schön aus. Ihr Wert kann auch langfristig steigen. Allerdings ist nicht jede Goldmünze als Anlageform geeignet. Sammlermünzen wie Gedenkmünzen und Sonderprägungen sind eher ungeeignet. Sie werden meist zu Liebhaberpreisen gehandelt. Das bedeutet einen deutlichen Aufschlag gegenüber dem reinen Materialwert. Außerdem ist der Goldgehalt oftmals niedriger, sodass sich die Münzen später nicht mehr so einfach zu Geld machen lassen.

Soll das Geschenk auch als Wert- oder Geldanlage dienen, empfehlen sich spezielle Anlagemünzen, sogenannte Bullionmünzen. Der Preis dieser Münzen richtet sich vorrangig nach dem Wert des darin enthaltenen Goldes. Außerdem kann der Wert solcher Münzen aus seltenen Serien schnell den Materialwert übersteigen.

  • Biallo-Tipp: Bevorzugen Sie stets Goldmünzen, die als Zahlungsmittel anerkannt sind oder waren. Vermeiden Sie reine Gedenkmünzen, denn diese haben meist viel weniger Metallwert als Münzen.

Goldmünzen gibt es aus den unterschiedlichsten Ländern und mit unterschiedlichen Währungen. Bei Fachhändlern und Sammlern beliebt und anerkannt sind aber nur bestimmte, qualitativ hochwertige Auflagen. Zu diesen gehören unter anderen südafrikanische Krügerrand Münzen, kanadische Maple-Leaf- und American-Eagle-Münzen sowie die australischen Lunar-Serien. Auch von der Bundesrepublik Deutschland herausgegebene Euro-Münzen in Gold sind beliebte Sammlerstücke und daher als Weihnachtsgeschenke geeignet.

Beispiele deutscher Sammelmünzen

Münzserie "Musikinstrumente": Musikliebhaber dürfte die Münzserie "Musikinstrumente" begeistern. Diese von der Bundesrepublik Deutschland als offizielles Zahlungsmittel ausgegebenen Goldmünzen haben einen Nennwert von 50 Euro. Ihr Materialwert, eine Viertel-Unze 999,99er Feingold, ist aber etwa siebenmal so hoch. Die bislang aufgelegten Motive "Kontrabass" und "Hammerflügel" kosten aktuell jeweils rund 350 Euro im Onlinehandel.

Deutscher Wald und Heimische Vögel: Wald und Tier-Fans werden sich an den Münzserien "Deutscher Wald" und "Heimische Vögel" mit einem Nennwert von 20 Euro aus 999,99er Feingold erfreuen. Da die Goldmenge jeweils nur halb so hoch ist wie bei der Serie Musikinstrumente, sind die Sammlerstücke mit 180 Euro auch nur halb so teuer.

Beispiele ausländischer Münzen

American Eagle: Eine beliebte Sammelmünze ist der amerikanische Adler. Die amerikanische Goldmünze wird seit 1986 mit einer Feinheit von 916,67 (22 Karat) von der Anstalt US Mintgeprägt. Käufer finden unterschiedliche Preisklassen, zum Beispiel von der fünf-Dollar-Münze mit 1/10 Unze Gold für aktuell etwa 150 Dollar bis zur 50-Dollar-Münze mit einer Unze Gold für etwa 1.370 Dollar.

Maple Leaf: Die kanadische Goldmünze wird seit 1979 von der Royal Canadian Mint herausgegeben. Das gleichbleibende Motiv zeigt ein Ahornblatt (engl. "maple leaf"). Die Münze besteht aus 999,9er Gold und zählt neben dem südafrikanischen Krügerrand-Münzen zu den beliebtesten Anlagemünzen weltweit. Ihr Wert orientiert sich am Goldpreis. Für kleines Geld gibt es Münzen mit einem Gramm Gold für 50 Euro. Nach oben reicht die Spanne bis zu Zwei-Unzen-Goldmünzen für ca. 4.500 Euro.

Lunar-Serie: Die Herzen von Tierliebhabern dürften die australischen "Lunar"-Goldmünzen höher schlagen lassen. Die beliebten Sammlerstücke aus 999,99er Gold zeigen Motive wie Affe, Maus, Pferd, Schwein oder Känguru. Für kleines Geld gibt es das australische Zahlungsmittel ab fünf-Dollar-Münzen mit einer zwanzigstel Unze Feingold für 80 bis 100 Euro. Betuchte Schenker können zur 100-Dollar-Münze mit einer Unze Gold ab 1.400 Euro greifen.

Vor- und Nachteile von Münzen und Barren

Wer Gold kauft, setzt auf Beständigkeit und Wertsicherheit. Dient das Geschenk auch als Geldanlage oder Reserve für schlechte Zeiten, empfiehlt es sich verschiedene Münz- oder Barrengrößen ins Schließfach zu legen. Denn bei Bedarf lassen sich große Barren oder Münzen nicht einfach in kleine Stücke schneiden.

Nachteil: Ein Problem ist die Aufbewahrung. Eine größere Stückzahl Goldmünzen, -barren oder Goldschmuck sollte man nicht zu Hause im Nachtschrank aufbewahren – die Diebstahlgefahr ist einfach zu groß. Sicherer ist ein Tresor, allerdings ist der nicht ganz billig in der Anschaffung. Außerdem bieten kleine, nicht fest verankerte Tresore keinen wirklichen Diebstahlschutz. Während kleine Wandtresore bereits ab 50 Euro zu haben sind, kosten Hochsicherheitstresore über 1.000 Euro.

Ein geringeres Sicherheitsrisiko bietet die Aufbewahrung in der Bank. Die Gebühren sind je nach Größe oder Wertumfang sehr unterschiedlich. Kleine Schließfächer kosten etwa 25 bis 50 Euro pro Jahr, größere bis zu 100 Euro. In Ausnahmefällen gewähren Banken auch kostenlose Aufbewahrung, allerdings muss man in solchen Fällen in der Regel die edlen Goldstücke beim gleichen Geldhaus erworben haben.

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Tipps für den Kauf von Barren und Münzen

Barren mit geringem Preisaufschlag

Bei Barren entscheidet vor allem der Goldpreis über den Wert, denn Barren liegen preislich näher am Materialwert als die in der Herstellung aufwändigeren Anlagemünzen. Sammlermünzen kann die Seltenheit der Münze aber zusätzliches Wertpotential verleihen.

Goldkurs prüfen

Die Preise für Gold sind abhängig von Gewicht, Feingoldgehalt und Prägung. Der Verkaufspreis sollte aber nicht mehr als zehn Prozent über dem aktuellen Goldpreis liegen.

Anlagegold steuerfrei

Gold in Form von Barren oder Münzen, sogenanntes "Anlagegold", ist von Umsatzsteuer befreit. Wird Gold innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkauft, muss dieser mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden – sofern die jährliche Freigrenze von 600 Euro für private Veräußerungsgeschäfte erreicht wird.

Kauf nur bei seriösen Anbietern

Ob Barren oder Münzen – Gold sollte man nur bei seriösen Anbietern erwerben. Banken garantieren für die Echtheit der von ihnen angebotenen Barren und Goldmünzen. Kaufen Sie kein Gold auf Ebay oder anderen Plattformen. Unabhängige Tests haben gezeigt, dass die Gefahr eines Betrugs dort deutlich höher ist.

Wertgegenstände aus Gold

Wer statt in Münzen oder Barren in exklusive Gebrauchsgegenstände investieren möchte, der findet bei Uhren und Füllern glänzende Präsente.

Vor dem Kauf steht allerdings die Frage: Soll das Geschenk komplett aus Gold sein oder genügt eine Vergoldung? Die Antwort hierauf ist meist sehr einfach, sie wird durch den Preis bestimmt: Vergoldete Gegenstände sind oft schon für weniger als 100 Euro zu haben, eine Uhr aus Massivgold kostet hingegen mindestens einen vierstelligen Betrag.

Uhren

Eine goldene Uhr kann auf zwei Wegen zu ihrem Glanz kommen: Entweder es handelt sich um ein Edelstahlgehäuse, das mit einer dünnen Goldschicht überzogen ist, oder das Gehäuse besteht aus massivem Gold. Nur die letzte Variante bezeichnet man üblicherweise als "echte" Golduhr.

Gold ist aber nicht gleich Gold. Uhren aus Massivgold unterscheiden sich im Feingehalt des Goldes. Ein Karat (kt) bedeutet "eins von 24 Teilen". Folglich bedeuten 24 Karat Gold, dass die Materialmischung zu 100 Prozent aus dem Edelmetall besteht. Häufig sind Uhrengehäuse aber nicht aus reinem Gold gefertigt. Gebräuchlich sind Materialmischungen mit 18 kt (750er-Gold), 14 kt (585er-Gold) und 8 kt (333er-Gold).

Aus den unterschiedlichen Goldanteilen ergeben sich Preisunterschiede, allerdings nicht nur daraus. Auch der Name des Herstellers, die Qualität des Laufwerks und die Ausstattung der Uhr beeinflussen den Preis. Außerdem kann das Gold leicht eingefärbt sein, etwa mit Kupfer zu Roségold oder mit Silber beziehungsweise Platin zu Weißgold.

Einige Beispiele:

Goldene Uhren im vierstelligen Preissegment bietet beispielsweise der Schweizer Hersteller Tissot:

  • Der Chronograph Goldrun Hesalite mit 18 Karat Gelbgold-Gehäuse ist ab etwa 1.200 Euro erhältlich.

  • Für Damen ist die Goldrun Sapphire für 950 Euro ein Hingucker.

Teurer sind die Golduhren von Rolex und Omega:

  • Riesige Preisspannen weist die klassische Uhrenserie Rolex Cosmograph Daytona auf, die ab 14.000 Euro bis zu 60.000 Euro in allen Farben und Materialausgaben zu haben sind.

  • Etwas preiswerter ist die Omega-Serie: Omega de Ville Co-Axial Chronograph. Die Zeitmesser starten je nach Ausführung ab gut 5.000 Euro bis etwa 20.000 Euro.

Füller und Kugelschreiber

Ein elegantes Geschenk für Menschen, die gern schreiben oder die geschäftlich unterwegs sind und bei Geschäftsabschlüssen etwas her machen wollen, sind Kugelschreiber und Füller aus Gold. Solche Schreibgeräte sind nicht nur vornehm, sie genügen in der Regel auch höchsten Ansprüchen an Schreibqualität, Schriftbild und Handhaltung. Schenker müssen allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen als bei Münzen oder Barren.

Einige Beispiele:

  • Der Goldhändler Degussa offeriert den Füllfederhalter "Telesto", mit einer Hülle aus 750er Roségold. Preis: 1.395 Euro.

  • Vollständig aus 750er Gelbgold besteht der Kugelschreiber "Tethys". Hierfür müssen Schenker 1.675 Euro hinblättern.

  • Ganz besonders Edel sind die sogenannten Meisterstücke der Firma Montblanc. Den Solitaire Calligraph Gold Füllfederhalter mit handgefertigter Schreibfeder aus 750er/18 Karat Gold gibt’s ab etwa 1.700 Euro im Internet.

Lesen Sie auch: Wie Sie ihre Goldschätze richtig versichern

Investieren in Gold

Ohne Glanz und elegante Haptik, dafür aber mit erheblichem Wertsteigerungspotenzial überzeugen Wertpapiere, die auf Gold setzen.

Aktien

Goldaktien gibt es vor allem von internationalen Goldproduzenten. Minenbetreiber wie Barrick Gold oder Newmont Goldcorp haben 2019 bereits zweistellige Kursgewinne erzielt. Experten erwarten langfristig weiter steigende Goldpreise.

Bevor Sie jedoch in eine Goldaktie investieren, sollten Sie sich die Geschäftszahlen, die Branchennachrichten, die Zukunftsaussichten und den aktuellen Kurs der Aktie genau anschauen. Fragen Sie sich: Ist die Aktie teuer oder günstig bewertet? Besteht weiteres Wertsteigerungspotential? Investiert das Unternehmen zukunftsträchtig? Börsenlaien sind hier oft überfordert und sollten sich vor einem Investment besser beraten lassen.

Lesen Sie auch: Goldpreis – Vieles spricht für weiteren Anstieg

Alternative Anlage: Der Wert einer Aktie ist stark vom Goldpreis und der Geschäftsentwicklung des Unternehmens abhängig. Wirtschaftet der Hersteller schlecht oder fällt der Goldpreis, können Goldaktien stark an Wert verlieren. Wer Wertpapiere verschenken möchte, sollte sich fragen, ob es nicht schwankungsärmere Alternativen gibt, zum Beispiel Goldfonds oder Gold-ETFs.

Goldfonds

Goldfonds sind schwankungsärmer als Einzelaktien, weil Fonds in sehr viele Einzelwerte investieren. Kursverluste eines Wertes können durch Gewinne anderer Werte aufgefangen werden.

Lesen Sie auch: Goldsparpläne – Mit regelmäßigen Sparraten in Gold investieren

Wertentwicklung Goldaktienfonds

Name

ISIN

          Wertentwicklung in  Prozent

1 Jahr                3 Jahre               5 Jahre

Stabilitas – Pacific Gold Metals

LU0290140358

57,85

43,98

263,90

Earth Gold Fund

DE000A0Q2SD8

65,17

19,87

86,14

Nestor Gold

LU0147784465

53,25

3,55

64,80

DWS Invest Gold
Precious Metals

LU0273159177

47,50

29,22

51,11

DJE Gold & Ressourcen P

LU0159550077

23,48

9,67

22,00

Quelle: biallo.de, eigene Recherchen, Stand: Xetra-Schlusskurse vom 9. Dezember 2019.

Goldaktienfonds investieren in Unternehmen, die in der Goldgewinnung oder -Verarbeitung tätig sind. Anders als Goldindexfonds bilden sie nicht die Preisentwicklung des Rohstoffs Gold ab, sondern vielmehr die Geschäftsentwicklung der im Goldgeschäft tätigen Konzerne.

Wichtig: Auch bei fallendem Goldpreis können Minenkonzerne gut verdienen (siehe Tabelle), das Gleiche gilt allerdings auch andersherum. Schlagen Mineninvestitionen fehl, lauern Rückschlaggefahren.

Vorteile:

  • Fondsguthaben werden als Sondervermögen geführt und gehen im Pleitefall des Anbieters nicht verloren.

  • Breit gestreutes Investment, denn die Fondsmanager setzen auf viele verschiedene Unternehmen. Außerdem kommen häufig neben Gold- auch andere Minenwerte zum Einsatz, etwa Unternehmen, die Diamanten oder Silber gewinnen.

  • Im Gegensatz zu Gold-Indexfonds gewähren Gold-Aktienfonds Ausschüttungen an ihre Teilhaber.

Nachteile:

  • Ausgabeaufschlag bis zu fünf Prozent

  • Jährliche Managementgebühren

  • Abgeltungssteuerpflicht bei Realisierung von Kursgewinnen

  • Schwankungsintensives Investment

Rechner topfondsanr
3
 
Name
ISIN
Wertzu-
wachs p.a.
 
1.
GR Dynamik
DE000A0H0W99
22,30%
Zum Chart
2.
Bakersteel Gl. Fd. S. -Electrum Fd. A2 EUR
LU0229009351
20,48%
Zum Chart
3.
Earth Exploration Fund UI EUR R
DE000A0J3UF6
10,77%
Zum Chart
Laufzeit: 5 Jahre

Gold-ETFs und -ETCs

Bei Goldindexfonds (ETFs) und Gold-Rohstofffonds (ETCs) spekulieren Käufer in erster Linie auf den Goldpreis. Die an der Börse gehandelten Fonds erwerben zum Teil echtes Gold oder bilden die Entwicklung des Goldpreises mit Hilfe von Derivaten nach. Wer Anteile an solchen Fonds erwirbt, der spekuliert vorrangig auf die Renditechancen des Goldpreises.

Vorteil: Diese mit echtem Gold hinterlegten ETFs beziehungsweise Zertifikate sind oft mit physischem Gold abgesichert. Die Bankhäuser hinterlegen quasi als Sicherheitsleistung eine adäquate Menge Gold in einem neutralen Banktresor. Je nach Fondsbedingungen kann der Anleger bei einer Emittentenpleite die Herausgabe des Goldes verlangen oder einen entsprechenden Finanzausgleich in Bar.

Xetra-Gold: 1 zu 1 zum Goldpreis entwickelt sich das Zertifikat Xetra-Gold. Die Anteile werden wie ETFs an der Börse gehandelt. Vorteil: Xetra-Gold ist mit echtem Gold besichert, das auf Wunsch nach Hause geliefert wird. Die Verbraucherzentralen betonen allerdings, dass Xetra-Gold nicht als Sondervermögen zählt, das heißt, im Konkursfall sind die Anteile anders als bei Fonds nicht für Anleger reserviert.

Wertentwicklung ausgewählter Goldzertifikate und ETFs

Name

ISIN

            Wertentwicklung in Prozent

1 Jahr                   3 Jahre                5 Jahre

XETRA Gold*

DE000A0S9GB0

20,72

19,70

33,19

ETF Physical Gold

DE000A0N62G0

19,92

19,27

29,03

Gold Bullion Securities*

DE000A0LP781

19,68

18,86

28,26

ZKB Gold ETF*

CH0047533523

20,51

19,39

33,13

*physisch besicherte Fonds
Quelle: biallo.de, eigene Recherchen, Stand: Xetra-Schlusskurse vom 9.Dezember 2019.




  Max Geißler


 
 
 
 
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