Kapitalerhöhung bringt Aktie unter Druck

Deutsche Bank Kapitalerhöhung bringt Aktie unter Druck

06.03.2017
Auf einen Blick
  • Die Aktie der Deutschen Bank steht am Montag stark unter Druck. In der Spitze verliert das Papier rund sieben Prozent.
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Grund für die deutlichen Kursverluste: Der Konzern hatte am Sonntagnachmittag seine Aktionäre über eine groß angelegte Kapitalerhöhung informiert. Geplant ist die Ausgabe von bis zu 687,5 Millionen neuen Aktien mit Bezugsrecht für die Altaktionäre.

Werden alle neuen Aktien platziert, beträgt die Verwässerung der alten Anteilsscheine etwa 50 Prozent. Die Kapitalerhöhung soll rund acht Milliarden Euro in die Kassen spülen. Rein rechnerisch läge der Ausgabepreis damit bei 11,64 je Aktie. Das ist rund ein Drittel weniger als der aktuelle Kurs. Die Veröffentlichung des Wertpapierprospekts ist für den 20. März 2017 vorgesehen. Die Zeichnungsfrist für die neuen Aktien soll bis zum 6. April 2017 laufen.

Mit dem frischen Kapital will die Deutsche Bank den Konzernumbau vorantreiben und die Refinanzierungskosten senken. An der Postbank hält der Konzern - anders als zunächst geplant - fest. Beide Privatkundensparten sollen zu einer Einheit verschmolzen werden. Zusammen kommen beide Banken auf rund 20 Millionen Kunden.

Das Investmentbanking soll zusammen mit der Unternehmensfinanzierung und den Transaktionsgeschäften künftig zu einer Sparte - dem Kapitalmarktgeschäft - zusammengelegt werden. Eine dritte Säule bildet die Vermögensverwaltung, wovon ein geringer Teil innerhalb der nächsten zwei Jahre an der Börse platziert wird. Der Teil-Börsengang der Vermögensverwaltungssparte soll zusammen mit weiteren Verkäufen von Aktiva noch einmal zwei Milliarden Euro in die Kassen der Deutschen Bank spülen.

(sjs)

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de