Kursturbulenzen durch Abspaltung von Bitcoin Cash erwartet

Bitcoin Kursturbulenzen durch Abspaltung von Bitcoin Cash erwartet

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
31.07.2017
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  • Am 1. August 2017 wird entschieden, ob sich eine neue Kryptowährung vom Bitcoin abspaltet. Die sogenannte Hard Fork startet um 14:20 Uhr deutscher Zeit.
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Mit Spannung schauen Bitcoin-Anleger auf den 1. August 2017. Dann nämlich will eine kleine Gruppe von Software-Entwicklern um 12:20 p.m. UTC (14:20 Uhr deutsche Ortszeit) einen sogenannten Hard Fork durchführen - also eine Abspaltung einer neuen Kryptowährung vom bisherigen Bitcoin.

Grund: Das aktuelle Software-Update SegWit2X geht den Entwicklern nicht weit genug. Deshalb haben die Kritiker ein eigenes Software-Upgrade entwickelt, mit dem die Blockgröße von derzeit einem Megabyte auf acht statt auf zwei Megabyte steigen soll. Das würde die Transaktionskapazität beträchtlich erhöhen, wodurch weltweite Transfers dann künftig auch sekundenschnell abgewickelt werden könnten. Die Folge wäre allerdings auch eine völlig eigenständige, neue Kryptowährung namens Bitcoin Cash.

Bewährungsprobe steht noch aus

"Es kann durchaus sein, dass sich morgen eine neue Kryptowährung vom Bitcoin abspaltet, aber das darf man auch nicht überdramatisieren", meint Bitcoin-Experte Prof. Dr. Philipp Sandner, Leiter des Frankfurt School Blockchain Centers. "Es gab immer wieder solche Abspaltungen. Die meisten sind auch wieder in der Versenkung verschwunden. Das kann dieses Mal jedoch anders sein."

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Einige Bitcoin-Börsen haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, die neue Kryptowährung Bitcoin Cash zu unterstützen. "Aber es gibt auch viele Börsen, die sich zu dem Thema bislang überhaupt noch nicht geäußert haben, weil eben unklar ist, was passiert, und es für eine Börse auch sehr aufwändig ist, die Systeme anzupassen", sagt Sandner.

Bitcoin-Handel zeitweise ausgesetzt

Bitcoin-Anleger sollten sich in den nächsten Tagen auf Kursturbulenzen einstellen. "Viele Börsen werden den Bitcoin-Handel teilweise für ein paar Stunden einstellen, einfach um zu schauen, ob sich da nun eine neue Kette etabliert oder nicht", sagt Sandner. "Deshalb müssen Bitcoin-Anleger relativ zügig agieren und genau nachschauen, wie die Börse, wo sie ihre Bitcoins verwalten lassen, mit diesem Thema umgeht." Es gehen dabei jedoch keine Bitcoins verloren, aber möglicherweise entgeht Bitcoin-Besitzern ein potenzieller Gewinn.

Bitcoin-Experte Sandner geht davon aus, dass die bisherige Bitcoin-Blockchain nach wie vor das Rennen machen wird und Bitcoin Cash nur zu einem Bruchteil des klassischen Bitcoin-Kurses gehandelt wird. Dennoch sollten sich Anleger die Chancen auf Bitcoin Cash nicht entgehen lassen. Denn um beispielsweise für zehn alte Bitcoins zusätzlich zehn neue Bitcoins zu erhalten, sei es nötig, eine Börse zu wählen, die Bitcoin Cash akzeptiert.

Coinbase, einer der großen Anbieter, hat sich bereits gegen die neue Kryptowährung ausgesprochen. "Wenn Sie bei einer Börse sind, die das nicht unterstützt, dann haben Sie eventuell insofern das Nachsehen, dass Sie zwar nichts verlieren, aber Ihnen dieser potenzielle Gewinn durch die neuen Coins entgeht", sagt Sandner. Denn es sei nicht ausgeschlossen, dass sich Bitcoin Cash neben dem klassischen Bitcoin als eigenständige Kryptowährung etabliert - auch wenn diese vermutlich nicht die Bedeutung des "Original-Bitcoins" einnehmen wird.

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de