"Parkgebühren" für Privatkunden

Sparkasse mit Negativzinsen "Parkgebühren" für Privatkunden

20.03.2017
Auf einen Blick
  • Als erste Sparkasse verlangt jetzt das Institut in der Region Köln-Bonn Strafzinsen von Privatkunden.
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Also doch. Entgegen allen Lippenbekenntnissen berechnet jetzt die erste Sparkasse negative Zinsen auf Einlagen von Privatkunden. Es ist noch nicht lange her, da betonte Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon noch, Strafzinsen für Sparer sehe er "weiterhin nicht". Bei der Sparkasse Köln-Bonn war man zu diesem Zeitpunkt - zumindest gedanklich - schon einen Schritt weiter.

"Seit wenigen Wochen berechnen wir auf hohe Einlagen von Privatkunden ein Verwahrentgelt", sagt der Sprecher der zweitgrößten Sparkasse, Norbert Minwegen. Betroffen seien Kunden mit Einlagen in Höhe von mehreren Millionen Euro. Und nur solche, die erst vor kurzer Zeit das Konto eröffnet haben. 

Individuelle Parkgebühren

Die Sparkasse hat nach eigenen Angaben Zulauf von millionenschweren Sparern, die nicht aus der Region stammen. "Sie parken ihr Geld bei uns", schildert Minwegen. Für das Geldhaus bedeutet das - hohe Parkgebühren. Der Sparkasse Köln-Bonn gehe es darum, "die aus der EZB resultierende Zinsbelastung in Teilen aufzufangen und nicht länger in vollem Umfang subventionieren zu müssen", erklärt der Sprecher die Maßnahme.

Im Gegensatz zu anderen Banken ist die Höhe des Strafzinses nicht starr festgelegt: "Wir sprechen mit jedem Kunden einzelnen und streben eine individuelle Lösung an", sagt Minwegen.

Meldungen, wonach negative Zinsen bereits bei Einlagen ab einer Höhe von 500.000 Euro fällig würden, bezeichnete der Sprecher als falsch. (mfi)

Lesen Sie auch: Kommen bald Strafzinsen für Privatkunden?


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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de