Nicht alle Zentralbanken folgen

Zinserhöhung FED Nicht alle Zentralbanken folgen

16.03.2017
Auf einen Blick
  • Die US-Notenbank hat die Zinsen um weitere 25 Basispunkte angehoben. Der Leitzins bewegt sich jetzt in einer Spanne zwischen 0,75 und 1,0 Prozent.
  • Die Europäische Zentralbank und andere Notenbanken zeigen sich vom amerikanischen Zinsschritt unbeeindruckt.
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Janet Yellen hat es erneut getan: Zum Ärger von Donald Trump hat die US-Notenbankchefin den US-Leitzins um weitere 25 Basispunkte angehoben. Die Zinsspanne liegt jetzt bei 0,75 bis 1,0 Prozent. Ökonomen hatten mit diesem Beschluss gerechnet. Die US-Währungshüter hatten bereits im Vorfeld für 2017 bis zu drei Zinsschritte in Aussicht gestellt, falls sich Wirtschaft und Arbeitsmarktdaten weiterhin positiv entwickeln. US-Präsident Trump dürfte der jüngste Zinsschritt nicht gefallen, denn er bremst die Wirtschaft und verteuert den Dollar. Exporte werden dadurch erschwert.

Im Gegensatz zu den USA halten viele Notenbanken an der Politik des billigen Geldes vorerst fest. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erklärt, ihr Anleihekaufprogramm fortzusetzen und damit die lockere Geldpolitik beizubehalten. Auch die Bank of Japan (BoJ) hält unverändert an ihrem expansiven Geldkurs fest. Die Notenbanker stimmten kürzlich mit sieben zu zwei für die Beibehaltung des Nullprozentziels für die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen. Auch den Strafzins auf Einlagen von Finanzinstituten von 0,10 Prozent und das Ziel, jährlich Staatsanleihen in einem Volumen von 80 Billionen Yen zu kaufen, bestätigte die BoJ. Die laxe Geldpolitik soll so lange fortgeführt werden, bis die Inflation stabil bei zwei Prozent verharrt.

Größeren Einfluss auf die Geldpolitik hat der US-Zinsentscheid auf China. Die chinesische Notenbank hat bereits zum zweiten Mal seit Ende Januar die kurzfristigen Zinsen erhöht. Wie die People's Bank of China (PBoC) mitteilte, wurden die Zinsen für die sogenannten Reverse-Repo-Geschäfte mit einer Laufzeit von sieben, 14 und 28 Tagen jeweils um 0,1 Prozentpunkte angehoben. Die Benchmark-Rendite für Repo-Geschäfte mit einer Laufzeit von sieben Tagen liegt damit bei 2,45 Prozent nach bisher 2,35 Prozent.

(mg)

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de