Rendite-Anstieg bei Langläufern weckt Hoffnung für Sparer

Zinswende Rendite-Anstieg bei Langläufern weckt Hoffnung für Sparer

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
14.09.2017
Auf einen Blick

Die EZB hält an ihrer Nullzinspolitik fest. Zum Leidwesen der Sparer. Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer.

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Die Europäische Zentralbank flutet die Finanzmärkte nach wie vor mit billigem Geld. Der Leitzins, zu dem sich Banken Geld bei der EZB leihen, bleibt vorerst bei null Prozent. Trotz anziehender Wirtschaft, steigender Inflation und massiver Kritik seitens der Bundesbank.

Dennoch rechnet der Marktkonsens damit, dass EZB-Chef Mario Draghi bei der nächsten Ratssitzung am 26. Oktober Details zum sogenannten Tapering verkündet - also wann das Volumen der monatlichen Anleihenkäufe von derzeit 60 Milliarden Euro zurückgefahren wird. Eine breite Mehrheit der Ökonomen geht davon aus, dass die EZB zum Jahreswechsel die Käufe drosseln wird. Eine Anhebung der Leitzinsen könnte dann im weiteren Jahresverlauf folgen - vorausgesetzt, Inflation und Wirtschaftsleistung setzen ihren Aufwärtstrend fort.

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Zinswende bei Langläufern bereits Realität

Auch wenn Marktexperten das Wort "Zinswende" im Moment nur sehr zögerlich in den Mund nehmen, gibt es für Sparer hierzulande einen Hoffnungsschimmer: Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen ziehen leicht an. Sie sind ein wichtiger Vorlaufindikator für die Kapitalmarktzinsen im Euroraum. Aktuell rentieren zehnjährige Bundesanleihen mit rund 0,4 Prozent. Zum Vergleich: Ende Juni lag die Rendite bei 0,25 Prozent. Ein Jahr zuvor - kurz nach dem Brexit-Votum der Briten - markierte der Wert das historische Tief bei minus 0,2 Prozent.

Dass die Rendite bei langen Laufzeiten erneut in den negativen Bereich fällt, davon geht die Mehrheit der Ökonomen nicht aus. Die sieben größten Mitgliedsinstitute des Bundesverbandes öffentlicher Banken (VÖB) erwarten in den nächsten sechs Monaten einen Renditeanstieg auf durchschnittlich 0,65 Prozent - auf Sicht von zwölf Monaten sogar auf 0,9 Prozent. Am optimistischsten ist die HSH Nordbank. Sie erwartet bis März 2018 einen Anstieg auf 1,0 Prozent. Das ist zwar immer noch deutlich weniger als die aktuelle Inflation von 1,8 Prozent. Allerdings wäre der Anstieg der Bund-Renditen ein positives Signal für die Zinsen beim Tagesgeld oder Festgeld.

Lesen Sie auch: Die besten Tagesgeldzinsen im September 2017

Renditeprognosen für zehnjährige Bundesanleihen (Quelle: VÖB)

Banken6-Monats-Prognose12-Monats-Prognose
BayernLB  0,5 %  0,8 %
DZ Bank  0,5 %0,75 %
Helaba  0,6 %  0,8 %
LBBW  0,6 %  0,8 %
Dekabank0,65 %0,85 %
NordLB  0,7 %  1,0 %
HSH Nordbank  1,0 %  1.3 %

Hier gibt es Zinsen über dem Marktdurchschnitt

Schon jetzt können Anleger mit den Top-Anbietern im Festgeld-Vergleich von biallo.de die Inflation zumindest annähernd ausgleichen. Die Klarna Bank bietet bei einer Laufzeit von einem Jahr derzeit 1,05 Prozent. Ferratum Bank und Autobank folgen auf den weiteren Plätzen mit 0,95 beziehungsweise 0,85 Prozent.

Auch beim Tagesgeld gibt es zahlreiche Neukunden-Aktionen für Zins-Hopper. Die Consorsbank garantiert 1,0 Prozent für sechs Monate, die Ferratum Bank bietet für den gleichen Zeitraum 0,8 Prozent und die ING-Diba gewährt Neukunden für vier Monate 0,75 Prozent.

Biallo-Lesetipp

Steigende Inflation und Minizinsen sorgen für Anlagenotstand. An Wertpapieren führt heutzutage kein Weg mehr vorbei. Wer seine Geldanlage nicht komplett selbst organisieren will oder kann, für den sind die sogenannten Robo-Advisor eine Alternative. Wie die digitalen Vermögensverwalter genau funktionieren, lesen Sie in unserem Artikel Robo-Advisor im Vergleich.

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de