Scalable Capital: "Vergleichbare Ambitionen in Europa"

Interview Scalable Capital: "Vergleichbare Ambitionen in Europa"

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
13.11.2017
Auf einen Blick
  • Die Kooperation mit der ING-Diba hat dem Münchner Robo-Advisor Scalable Capital in den vergangenen Wochen zu einem Wachtsumsschub verholfen.
  • "Das übertrifft auch unsere Erwartungen und freut uns deshalb umso mehr", sagt Scalable-Gründer und Geschäftsführer Erik Podzuweit im Interview mit biallo.de.
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Seit Mitte September können ING-Diba-Kunden die Dienste des Münchner Robo-Advisors Scalable Capital nutzen. Die Zusammenarbeit scheint sich auszuzahlen: Derzeit werden rund 1.000 Scalable-Depots bei der ING-Diba pro Woche eröffnet. Damit haben die Münchner in nicht mal zwei Monaten rund 150 Millionen Euro eingesammelt und als erster Robo in Deutschland die Marke von 500 Millionen Euro beim verwalteten Kundenvermögen geknackt. Im Interview mit biallo.de zeigt sich Scalable-Gründer und Geschäftsführer Erik Podzuweit zuversichtlich, dass die Wachstumsdynamik in den nächsten Monaten anhalten wird.

Herr Podzuweit, wenn es in diesem Tempo weitergeht, dann knacken Sie die Milliarde beim verwalteten Kundenvermögen bereits im Frühjahr 2018. Was meinen Sie?

Podzuweit: Unsere Wachstumsdynamik ist derzeit in der Tat enorm. Und klar – unsere Kooperation mit der ING-Diba hat uns zuletzt noch einmal einen ordentlichen Wachstumsschub gebracht. Das übertrifft auch unsere Erwartungen und freut uns deshalb umso mehr. Selbstverständlich wollen wir das Tempo halten und im besten Fall sogar noch einen Gang hoch schalten. Ob uns das gelingen wird, werden wir im Frühjahr 2018 sehen.

Verhandeln Sie derzeit mit weiteren Banken über Kooperationen?

Podzuweit: Wir sprechen mit interessierten B2B Partnern. Aber da ist noch nichts spruchreif.

Wie entwickelt sich die Kooperation mit Siemens?

Podzuweit: Das Angebot wird gut angenommen von den Siemensianern. Das liegt natürlich auch daran, dass viele Siemens-Mitarbeiter dem Profil vieler unserer Kunden entsprechen – sie haben einen akademischen Hintergrund und einen technischen Beruf.

Läuft das organische Wachstum genauso gut im Moment? Da liegt die Marge ja deutlich höher…

Podzuweit: Unser eigenes Wachstum liegt stabil bei ein bis zwei Millionen pro Tag – Tendenz steigend.

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock ist seit Mitte dieses Jahres bei Ihnen an Bord. Wie profitieren Sie von Ihrem Großinvestor?

Podzuweit: Zum einen stehen wir dank Blackrock auf einem sehr soliden finanziellen Fundament, mit dem wir unsere nächsten Wachstumsschritte angehen können. Darüber hinaus profieren wir natürlich auch von dem exzellenten Namen und Netzwerk von Blackrock. Das öffnet uns viele Türen in die Finanz- und Unternehmenswelt. 

Der Markt für Robo-Advisor wächst rasant. Immer mehr Anbieter drängen auf den Markt. Welche Rolle will Scalable in der anstehenden Konsolidierung einnehmen?

Podzuweit: Wir wollen unsere führende Position am deutschen Markt behaupten und weiter ausbauen. Auf längere Sicht haben wir vergleichbare Ambitionen in Europa.

Wann ist der Börsengang von Scalable geplant?

Podzuweit: Wir freuen uns jetzt erstmal über die 500 Millionen-Euro-Marke. Über einen Börsengang denken wir noch nicht nach, das wäre auch viel zu früh.

Biallo-Lesetipp

Sichere Geldanlage, satte Renditen: Das versprechen sogenannte Robo-Advisors. Biallo.de hat die digitalen Vermögensverwalter unter die Lupe genommen. Wie die Robos genau funktionieren, lesen Sie in unserem Artikel Robo-Advisor im Vergleich.

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de