So regeln Jugendliche ihre Finanzen

Geldanlage So regeln Jugendliche ihre Finanzen

Ines Baur
von Ines Baur
10.08.2018
Auf einen Blick
  • Eine Studie unter Jugendlichen ergibt: 80 Prozent wollen ihre Finanzangelegenheiten online abwickeln.

  • Über 70 Prozent können sich vorstellen, kleinere Beträge beim Einkaufen im Supermarkt oder an der Tankstelle mit dem Smartphone zu begleichen.

  • Viele der 14 bis 25-jährigen legen regelmäßig Geld für Ausbildung, Studium oder Altersvorsorge zurück.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Jugendliche wachsen mit Smartphone, Internet und Computer auf. Sie bewegen sich mit einer Selbstverständlichkeit auf den sozialen Plattformen, surfen im Internet und googlen statt zu fragen. Schon Kindergartenkinder können den Touchscreen des iPad bedienen und via Facetime mit dem Papa im Büro kommunizieren. Kein Wunder also, dass die Generation der Milleniums  kaum Berührungsängste hat, geht es um die Themen Online-Banking, Mobile Payment und Online-Depot geht.

Möchten Sie immer aktuelle Infos rund um die Themen Geld und Finanzen? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter.

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Bankgeschäfte via Internet oder mobiles Endgerät – wie ein Smartphone – gewinnen für die Jugend immer mehr an Bedeutung: 80 Prozent ist es wichtig, ihre Finanzangelegenheiten online abwickeln zu können. 63 Prozent geben an, über Smartphone oder Tablet Bankgeschäfte zu erledigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Online-Umfrage der Deutschen Bank zum Internationalen Tag der Jugend. Für die Befragung wählte und befragte man mehr als 1.000 Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufstätige im Alter zwischen 14 und 25 Jahren.

Lesen Sie auch: Das sind die besten Banking-Apps

Große Bereitschaft für Mobile Payment

Beim Bezahlen zeigt sich, dass die junge Generation Smartphone und Tablet vertraut: 71 Prozent können sich laut Umfrage vorstellen, kleinere Beträge wie den Einkauf im Supermarkt mit dem Smartphone zu bezahlen.
Das dürfte die Mobile-Payment-Branche freuen, da Deutschland eher als schwieriges Pflaster für die modernen Bezahldienste gilt.

Denn was das Mobile Payment angeht, tut sich hierzulande eine Menge. Google Pay ist gestartet, die Sparkassen bieten eine Bezahl App an und Apple-Chef Tim Cook hat vor, noch in diesem Jahr Apple Pay in Deutschland zu starten. Sind die Kids – und somit die Käufergruppe von morgen – weiter offen und bereit Mobile- Banking und Mobile Payment, ist das für die bisher schlechte Resonanz eine Gegenbewegung, die eine gute Basis bildet, um das bisher eher verhaltene Interesse zu fördern. 

Lesen Sie auch: Mobiles Bezahlen per NFC

"No Future" ist out

Aber nicht nur der schnelle Konsum und das Interesse der Jugendlichen an modernen Bezahlmethoden war Gegenstand der Studie. Thema war weiter, wie wichtig den Jugendlichen ihre eigene finanzielle Sicherheit ist. Ergebnis: Die jungen Leute sparen fleißig. So ist es 93 Prozent der 14- bis 25-jährigen wichtig, Rücklagen zu haben. Vier von fünf Befragten (81 Prozent) legen regelmäßig Geld zurück.

Von durchschnittlich 468 Euro, die sie monatlich zur Verfügung haben, sparen sie 134 Euro. Das ist eine Sparquote von knapp 29 Prozent und liegt deutlich über der gesamten Sparquote in Deutschland. Die Einnahmen stammen aus Taschengeld, Nebenjobs, Ausbildung und Berufstätigkeit.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
25,02
1,00%
2.
25,00
1,00%
3.
17,51
0,70%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 3 Monate

Sparbuch, Spareinlage und Tagesgeld am beliebtesten

Bei der Geldanlage tappen viele Jugendliche leider in die gleiche Falle wie die meisten Deutschen. Trotz Niedrigzins setzt der Großteil (67 Prozent) der Befragten auf die "klassische" Spareinlage, also Sparplan und Sparbuch. Auf ein Tagesgeldkonto setzen 29 Prozent und auf den Bausparvertrag 15 Prozent. An eine Anlage in Aktien und Fonds wagen sich nur zwölf Prozent. Schlusslicht bilden Lebensversicherung (sieben Prozent) und Riester-Rente (vier Prozent).

Spannend: Obwohl sich 16 Prozent der jungen Männer und nur neun Prozent der Mädels für Aktien und Fonds entscheiden, haben die Damen deutlich aufgeholt. Denn im Gegensatz zum Vorjahr hat sich deren Interesse an den risikoreicheren aber auch profitableren Anlageformen im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt (2017: fünf Prozent).

Das haben die Jugendlichen mit dem Ersparten vor

Warum sparen die Jugendlichen? 57 Prozent haben ganz konkrete Konsumwünsche wie Führerschein, eigenes Auto, Reisen oder Elektronikprodukte. Das erklärt ein Stück weit die Anlageform Tagesgeld. Denn möchte man sein Geld nur für einen überschaubaren Zeitraum "parken", ist es durchaus vernünftig, ein Tagesgeld anzulegen. Für eine Ausbildung, Studium oder Praktika legen 24 Prozent der Jugendlichen Geld zurück. Und immerhin 15 Prozent denken bereits heute an morgen und investieren in eine Altersvorsorge.

Internationaler Tag der Jugend

Der Internationale Tag der Jugend findet dieses Jahr am 12. August statt. Der 1985 von den Vereinten Nationen ausgerufene Aktionstag heißt International Youth Day. Er ist ein weltweiter Event und soll an die Bedeutung der Jugend als Lebensphase erinnern. Der Tag der Jugend soll auf die Lage von Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt erinnern. Dazu gehört es, etwas gegen die schlechte Lage der Kinder in Krisen- und Entwicklungsländern zu unternehmen, aber ebenso Chancen für die Jugendlichen in den Industriestaaten zu verbessern.

Biallo-Tipp

Ab dem 13. August möchten 85 Prozent aller 915 Volks- und Raiffeisenbanken ihren Kunden, über die bereits existierende Android-Banking-App das mobile Bezahlen ermöglichen.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Ines Baur
Ines Baur
Autorin
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Ines Baur
Ines Baur
E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Ines Baur
Ines Baur
E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de