Umfrage: Gebt uns die D-Mark zurück!

15 Jahre Euro Umfrage: Gebt uns die D-Mark zurück!

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
02.01.2017
Auf einen Blick
  • Gerade einmal 56 Prozent der Europäer sehen den Euro als Erfolg.
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Fast jeder Zweite will den Euro nicht

Am 1. Januar 2002 war es endlich soweit, der Euro wurde als Zahlungsmittel eingeführt. Er sollte das Band werden, das den Kontinent einigt. Doch was ist daraus geworden? 15 Jahre später scheint genau das Gegenteil eingetreten zu sein.

Zum Euro-Start beteiligten sich zwölf Nationen, heute sind es bereits 19. Damit ist der Euro offizielles Zahlungsmittel für rund 340 Millionen Europäer. Klingt nach einer Erfolgsgeschichte. Doch fragt man die Menschen, hört man etwas anderes.

Nach einer Umfrage der EU-Kommission sehen gerade einmal 56 Prozent der Europäer den Euro als Erfolg. Nur jüngere Menschen zwischen 15 und 24 Jahren stehen deutlich zur europäischen Gemeinschaftswährung (68 Prozent).

Der Euro wird „Teuro“

Eines hat die Einführung der neuen Währung deutlich gezeigt: Die Deutschen hingen an ihrer D-Mark. Schnell war die Gemeinschaftswährung als „Teuro“ geschmäht, da viele Bundesbürger den Eindruck hatten, dass sich Preise für Dienstleistungen verteuerten.

Härtetest 2017?

Zwar hat der Euro die erste große Belastungsprobe mit der Eurokrise hinter sich, doch für das neue Jahr zeichnet sich ein neuer Härtetest ab. Und es sind gleich mehrere Krisen, die an dem einigenden Band zerren.

So ist es um die Kreditwürdigkeit von Griechenland, Portugal und Spanien weiterhin schlecht bestellt. In Italien wackeln reihenweise Banken. Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU verstärkt europäische Fliehkräfte. Und sollten in Frankreich auch noch die Rechtspopulisten die Präsidentschaftswahl gewinnen, gehen dem Euro wohl bald die Fürsprecher aus. Armer Westen.

In den USA regiert bald ein Präsident, dem Europa schnuppe und nur eine Währung wichtig zu sein scheint: Seine Dollar und die Dollar seiner Kreise. Was er wohl von einer starken D-Mark halten würde?

 

 

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de